Metro Stars: Schlechte "special teams" entscheiden Derby

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Vor dem Derby hatte Michael Komma noch eine Extraschicht für die Special

Teams eingeschoben. "Denn die werden die Partie entscheiden", wusste der

Coach der DEG Metro Stars vor der Partie bei den Haien. Seine Jungs hatten

wohl nicht richtig zugehört, denn sowohl das Über- und Unterzahlspiel war

unterirdisch. Vier Treffer mit einem Mann weniger kassiert, nur einen selbst

erzielt: So hatten die Haie im 157. Duell keine Mühe, um den 79. Triumph

gegen die DEG einzufahren.

"Uns fehlte einfach die Qualität, um das Spiel zu drehen. Das Bemühen kann

ich der Mannschaft nicht absprechen, aber das reicht nicht, in Köln zu

bestehen", bemängelte der morgen 39 Jahre alt werdende Komma. Eine dumme

Strafzeit von Clayton Young sorgte früh für die Entscheidung. Der Stürmer

kassierte vier Minuten wegen Hohen Stocks gegen Dave McLlwain. Die

Gastgeber, die bis zu diesem Zeitpunkt keine nennenswerte Chancen hatten,

nutzten die Überzahl zu zwei Treffern. Erst traf Brad Schlegel von der

blauen Linie zum 1:0, nur eine Minute später machte es ihm Micky Elick nach.

Als Mirko Lüdemann erneut ein Powerplay nutzte, war es um die Metro Stars

geschehen. Den Anschluss von Johan Molin, der als einer der wenigen

Spielfreude versprühte, beantwortete Jean-Yves Roy zum 4:1. "Wir haben sehr

konzentriert gespielt und das bessere Powerplay gehabt. Deshalb sind wir als

verdienter Sieger von Eis gegangen", bilanzierte Haie-Coach Hans Zach, der

gegen seinen Ex-Klub in dieser Saison schon drei Siege bejubeln durfte.

Während der Bundestrainer sehr zufrieden war, kamen die Düsseldorfer Cracks

geknickt aus der Kabine. "Ich fühle mich schlecht", gestand Torwart Andrej

Trefilov. "Ich weiß nicht, warum wir gegen Köln nicht gewinnen können." Und

Verteidiger Martin Ulrich meinte: "Immer wenn wir im Aufwind waren, haben

wir ein Tor kassiert. Das ist eine Sache der Konzentration. Jetzt müssen wir

daheim gegen Krefeld gewinnen." So sah es auch Center Tore Vikingstad. "Zu

Hause dürfen wir uns keinen Ausrutscher erlauben, denn sonst wird es eng mit

den Playoffs. Aber es ist schwer, so viele wichtige Leute zu ersetzen." Aber

auch für Sonntag sieht es personell nicht gut aus. Trond Magnussen

(Brustbeinprellung), Tommy Jakobsen (Mittelfußbruch) und Alex Sulzer (bei

der U 20-WM) fehlen definitiv, Bernd Kühnhauser könnte seine Grippe

überstanden haben.

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