Metro Stars: Saison nach vierter Niederlage beendet

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Es hat nicht sollen sein: Die DEG Metro Stars können bereits nach vier Playoff-Spielen den Urlaub buchen. Gegen den DEL-Spitzenreiter Eisbären Berlin gab es auch im vierten Spiel eine Niederlage. Vor 5789 Fans an der Brehmstraße setzte es gegen clevere Gäste eine verdiente 2:3 (0:1, 1:2,1:0)-Pleite und damit den vorzeitige k.o. Zwar versuchte Trainer Michael Komma alles, nahm Keeper Andrej Trefilov 91 Sekunden vor dem Ende vom Eis, doch es nützte nichts.

Durch das schnelle Playoff-Aus haben die Metro Stars das gesteckte Saisonziel verfehlt. Die DEG wollte zumindest den Schritt ins Halbfinale schafften, doch erwiesen sich die Eisbären als zu stark. Läuferisch und spielerisch waren die Hauptstädter deutlich überlegen. Und das nicht nur im vierten Spiel.

Tommy Jakobsen konnte zwar die Gäste-Führung von Sven Felski in Überzahl egalisieren, doch die starken Berliner, die nicht mehr als nötig taten, antworteten prompt. Nur 123 Sekunden nach dem Ausgleich traf Keith Aldridge zum 2:1, Steve Walker mit seinem vierten Playoff-Treffer machte frühzeitig alles klar. Besonders bitter für die Metro Stars: Walker gelang bereits der dritte Treffer für die Eisbären mit einem Spieler weniger auf dem Eis. Im letzten Abschnitt keimte durch Thuressons Anschluss noch einmal Hoffnung auf, doch im Angriff zeigten sich die Düsseldorfer zu harmlos, um die kompakte Eisbären-Verteidigung ernsthaft in Gefahr zu bringen. „Entscheidend war unsere erste Heimniederlage vom Freitag. Danach war unser Selbstvertrauen arg angeknackst“, gab Tore Vikingstad zu. „Wir wollten unseren Fans noch einen Sieg schenken, es hat leider nicht gereicht.“

Die Zuschauer feierten ihre Lieblinge zwar nach der Sirene und die Cracks kamen zu einer Ehrenrunde zurück, doch am Ende blieb ein fader Beigeschmack. Denn die DEG verlor die letzten sieben Begegnungen in Serie. Auch das vierte Playoff-Viertelfinale gegen die bärenstarken Eisbären zeigte deutlich: Was den Metro Stars fehlt, um gegen eine solche Top-Truppe wie die Hauptstädter zu bestehen, ist ein erheblich durchschlagskräftigerer Angriff. Die „Abteilung Attacke“ des achtmaligen Champions hatte diesen Namen in der Saison 2003/2004 nie wirklich verdient, war überwiegend so gefährlich, wie ein nasser Knallfrosch. Chancen satt - Tore Fehlanzeige. Da half den Metro Stars ihre gute Abwehr nichts, ohne echte Torjäger im Sturm läuft nichts. Einzig Daniel Kreutzer wurde diesem Anspruch mit 26 Treffern gerecht. Nächste Spielzeit hat Trainer Mike Komma mit Freezers Führungsspieler Andy Schneider und Nationalstürmer Klaus Kathan schon zwei Coups gelandet. „Aber ich versuche noch zwei weitere Spitzen-Ausländer zu verpflichten. Dafür ist noch Platz im Etat“, hat der Coach die Defizite erkannt. „Ich habe von 12 Lizenzen noch zwei übrig.“ Die würde der Tölzer vergeben, weil er keine „Notlizenz“ für einen nachzuverpflichtenden Torhüter braucht. Der 38-Jährige vertraut dem Duo Trefilov/Jung. Hockeyweb erfuhr: Komma jagt Ösi-Überflieger Christoph Brandner! Der „Knipser“, der Nachbar Krefeld Pinguine in der letzten Saison praktisch im Alleingang zum Meistertitel ballerte, hat bei seinem NHL-Klub Minnesota Wild den Durchbruch nicht geschafft, ist zum Farmteam Houston Aeros abgeschoben worden und will unbedingt nach Europa zurück. Brandner stand auch vor einem Jahr auf Kommas Einkaufsliste. Da scheiterte der Wechsel daran, dass der DEG das Geld fehlte. Das sieht diesmal anders aus.


Tore:

0:1 Felski (9.), 1:1 Jakobsen, 1:2 Aldrige (25.), 1:3 Walker (27.), 2:3 Thuresson (48.)


Schiedsrichter: Schurr (Bad Wörishofen)

Strafminuten: Düsseldorf 14, Berlin 16

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