Metro Stars: Peinliche 0:6-Heimpleite gegen Frankfurt - Playoffs in Gefahr

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Die Düsseldorfer EG verliert kurz vor der Länderspiel-Pause kräftig an Playoff-Boden. Fünf Tage nach der bitteren 1:3-Niederlage gegen den Tabellenführer Eisbären Berlin setzte es auch gegen die Frankfurt Lions eine Heimpleite. Vor 6875 enttäuschten Fans genügte den Hessen eine kämpferisch starke Vorstellung, um beim 6:0 (1:0, 2:0, 3:0) drei Punkte aus Düsseldorf mit nach Hause zu nehmen. Nach der peinlichen Demontage bleiben die Metro Stars auf dem undankbaren neunten Tabellenplatz. Aber nach so einer Vorstellung hat das Team die Playoffs auch nicht verdient.

Denn die Gäste waren an der Brehmstraße in allen Belangen überlegen. Die Löwen waren zielstrebiger in ihren Aktionen, zweikampfstärker und cooler vor dem Kasten. Entscheidender Faktor war ein früherer Düsseldorfer: Pat Lebeau, der 1996 mit der DEG den letzten Meistertitel feierte, besorgte nicht nur die Führung, sondern bereitete auch den zweiten Treffer von Jonas Stöpfgeshoff vor. Der Topscorer der DEL machte in der alten Heimat seine Scorer-Punkte 57 und 58.


Von den Metro Stars dagegen war nichts zu sehen. Erschreckend war besonders die Leistung und die Art und Weise der Niederlage. Es war ein Klassenunterschied erkennbar. Ohne Mumm und Selbstvertrauen in der Offensive und mit schlimmen Fehlern in der Abwehr machte es die Komma-Truppe dem Gegner einfach. Im Angriff wurde selbst das leere Tor nicht getroffen, ein konstruktiver Spielaufbau nicht zu sehen. Doch auch die Verteidiger zeigten ungewohnte Schwächen. Der Höhepunkt war dabei Frankfurts Treffer Nummer drei. Jesse Belanger durfte in eigener Unterzahl in aller Ruhe auf Andrej Trefilov zu laufen und die Scheibe versenken. Der Center langte im letzten Drittel auch im Powerplay einmal hin. Und auch ein zweiter Ex-Düsseldorfer durfte sich über ein Erfolgserlebnis freuen. Michael Hackert gelang der fünfte Treffer. David Sulkovsky machte die höchste DEG-Heimpleite nach dem 0:6 gegen Iserlohn perfekt.


Die Fans dagegen machten ihrem Ärger Luft und verhöhnten ihre Lieblinge. Die rot-gelben Anhänger feierten die DEG-Altstars Didi Hegen, Peter-John Lee, Chris Valentine und Ben Doucet, die in ihrer Zeit vier Meisterschaften in Folge an die Brehmstraße holten. Die heutige Mannschaft könnte einen Knipser vom Schlag Valentine oder Hegen wunderbar gebrauchen, denn vor dem Kasten versagten alle DEG-Spieler in schöner Regelmäßigkeit. Bei dieser schwachen Chancenverwertung droht den Metro Stars nach dem Ende der Vorrunde der Urlaub und Trainer Michael Komma Erklärungsbedarf. Denn der Coach hat bereits 18 Akteure des aktuellen Kaders unter Vertrag für die kommende Saison. Und der scheint in der entscheidenden Saisonphase zu versagen.


Tore:

0:1 Lebeau (19.), 0:2 Stöpfgeshoff (26.), 0:3 Belanger (32.), 0:4 Belanger (50.), 0:5 Hackert (54.), 0:6 Sulkovsky (58.)


Schiedsrichter: Reiber (Buchx/Schweiz)

Zuschauer: 6875

Strafminuten: Düsseldorf 8, Frankfurt 12

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