Metro Stars: Komma an Ustorf interessiert

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
Lesedauer: ca. 1 Minute

„Die haben mir einfach nur mitgeteilt, dass ich meine Klamaotten packen soll und nie mehr für Mannheim spielen werde“, war Nationalmannschafts-Kapitän Stefan Ustorf nach seinem plötzlichen Rauswurf auch gestern noch völlig geschockt. „Die haben mir nicht einmal einen Grund mitgeteilt. Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen.“ Jetzt buhlt die halbe DEL um Ustorf, der schon 54 Mal für die Washington Capitals in der besten Eishockeyliga der Welt (NHL) spielte, dabei sieben Tore erzielte und zehn Vorlagen gab. Mittendrin, die Metro Stars, die mit Trainer Michael Komma einen starken Trumpf in der Hand haben. Denn der Tölzer war bereits in Berlin Coach des 29-Jährigen. „Ich hatte ein prima Verhältnis zu Komma“, verrät Ustorf begeistert. Der Mittelstürmer berät sich gerade mit seinen Anwälten wegen der fälligen Abfindung. „Erst wenn die Sache mit den Adlern geklärt ist, werde ich mir einen neuen Verein suchen.“ Dabei sind auch die Düsseldorfer für den deutschen Nationalspieler eine gute Adresse. „Es ist toll, an der Brehmstraße zu spielen. Die DEG ist immer ein interessanter Klub.“ Fehlt eigentlich nur noch ein Anruf von Komma bei seinem ehemaligen Schützling. Ustorf: „Das hat er noch nicht getan. Aber wenn Mike anruft, werde ich mir auf jeden Fall alles in Ruhe anhören.“ Dabei ist nicht nur das Geld wichtig. „Ich werde mir alles anhören und dann entscheiden, wohin mein Weg geht. Bei der Entscheidung, wo es weitergeht, spielt aber auch meine Familie, die mit mir in Mannheim wohnt, eine große Rolle.“ Der Haken: Bei den Adlern verdiente Ustorf knapp 170.000 Euro netto. Da müsste vielleicht Düsseldorfs Hauptsponsor „Metro“ wohl noch einmal die Kasse aufmachen, um Ustorf an den Rhein zu locken. Denn der Center wäre die erhoffte Offensivverstärkung, ohne die letzte Ausländerlizenz zu brauchen. „Ich will unbedingt bald wieder auf dem Eis stehen“, sagt Ustorf. Bei der DEG?