Metro Stars: Heimpremiere verpatzt

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Bitterer Sonntag für die DEG Metro Stars: Die Düsseldorfer verpatzten nicht nur die Heimpremiere an der Brehmstraße, sondern verloren auch Verteidiger Tommy Jakobsen per Matchstrafe. So gingen 6746 Fans nach der überraschenden 2:3-Niederlage gegen die Krefeld Pinguine enttäuscht nach Hause. Denn nach dem 2:1-Triumph in Iserlohn waren die Metro Stars im Lokalderby der hohe Favorit.

Doch zwei Treffer in Unterzahl sorgten für die Gäste, die am Freitag eine knappe 1:2-Schlappe gegen die Kölner Haie hinnehmen mussten, für den ersten Saisonsieg. Nach fünf Minuten brachte Paul Dyck per Schlagschuss mit einem Spieler weniger auf dem Eis in Front, Steve Brulé gelang im letzten Abschnitt per Alleingang für die Entscheidung, als der Kanadier von einem Fehler von Jeff Tory profitierte. Der frühere NHL-Profi der Colorado Avelanche war auch für den zwischenzeitlichen Ausgleich verantwortlich, als er einen tollen Pass von Rob Guillet aufnahm und Andrej Trefilov im Düsseldorfer Kasten verlud.


Die DEG kam lediglich zu zwei Treffern von Alexander Sulzer und Neuzugang Klaus Kathan. Innerhalb von nur 37 Sekunden drehte das Duo die Partie. Beide Treffer bereitete Matt Davidson mustergültig vor. Der Kanadier war am ersten Wochenende der Gewinner bei den rot-gelben mit einem eigenen Tor und zwei Vorlagen. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, hätte aber lieber sechs Punkte geholt. Aber wenn man zwei Tore in eigener Überzahl kassiert, darf man sich nicht wundern, wenn man verliert.“ Ähnlich sah es Klaus Kathan: „Wir haben drei Geschenke verteilt. Die hat Krefeld gerne angenommen.“


Nach 47 Minuten mussten die Gastgeber auch noch auf Tommy Jakobsen verzichten. Der Norweger erhielt von Schiedsrichter Willi Schimm eine Matchstrafe. Carsten Gosdeck soll sich nach einem Check von hinten verletzt haben. „Ich habe die Situation genau gesehen. Leider hatte ich keinen Spielraum bei der Strafauslegung“, sagte Schimm. „Ich musste die erste Matchstrafe in meiner Schiedsrichterkarriere aussprechen.“


Beide Beteiligten fanden die Bestrafung zu hart. „Es war eine unglückliche Szene. Ich bekam einen Crosscheck und habe dann den Puck nach einem Schlagschuss an den Oberkörper bekommen. Zwei Minuten hätten es auch getan“, gab Gosdeck zu. Und Jakobsen meinte enttäuscht: „So ein Zweikampf kommt in jedem Spiel 100 Mal vor. Carsten hat sich nicht durch mein Foul verletzt, deshalb ist die Matchstrafe nicht nachzuvollziehen.“ Am kommenden Mittwoch wird die Disziplinar-Kommission tagen und das Strafmaß festlegen. Ligenleiter Gernot Tripcke hat das Video bereits mitgenommen, Jakobsen kann wohl mit einer milden Strafe rechnen. Am Sonntag gegen Nürnberg wird der Verteidiger wohl wieder mitwirken und nur in Mannheim gesperrt sein.


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