Metro Stars: Fünfte Niederlage in Folge - Fans sauer, Goring ratlos

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Nach der 1:3-Heimniederlage gegen die Ingolstadt Panther wirkte Butch Goring ratlos. „Wir haben mit Herz gespielt, Einsatz gezeigt und alles gegeben. Trotzdem hat es nicht gereicht“, bilanzierte der Trainer der DEG Metro Stars nach der fünften Schlappe in Serie. „Ich weiß nicht, was ich noch verändern soll.“


In Düsseldorf geht nach der achten Heimpleite im zwölften Spiel an der Brehmstraße die Angst um. Die Fans sind sauer auf ihre Lieblinge, die Playoff-Konkurrenten enteilen im Kampf um die besten acht Plätze in der DEL. Die Metro Stars, die als Meisterkandidat in die laufende Saison gestartet sind, versinken im Mittelmaß und vergraulen die eigenen Anhänger mit schwachen Vorstellungen. „Nach der Schlusssirene schimpfte das zahlende Publikum auf die Profis, verabschiedeten sie nicht nur mit einem gellenden Pfeifkonzert, sondern verhöhnten die Cracks mit „Absteiger“-Sprechchören.


Dabei hatte der Trainer es vor der Partie mit zwei Verbannungen versucht, die Mannschaft aus der Lethargie zu befreien. Clayton Young und Eric Dandenault mussten sich die Begegnung gegen die Bayern von der Tribüne ansehen. „Ich werde demnächst immer mit zwei Spielern weniger auskommen. Es werden nur zwei Torhüter, sechs Verteidiger und zwölf Stürmer auf dem Spielberichtsbogen stehen. Die Jungs sollen sich im Training aufdrängen“, versucht Goring einen Konkurrenzkampf zu schüren. Doch die Realität auf dem Eis sieht anders aus. Das Team präsentiert sich völlig verunsichert, ein Spielsystem ist kaum zu erkennen. Nach einem Rückstand fügen sich die Cracks im Schicksal. Ein Häuptling, der die Kollegen mitreist, ist kaum zu erkennen.


So hatten es die Panther einfach, nach drei Niederlagen in Serie die drei Punkte mitzunehmen. „Entscheidend war, dass wir endlich mal in Führung gegangen sind“, analysierte Ingolstadts Coach Ron Kennedy erleichtert, nachdem Ken Sutton in Überzahl bereits nach sieben Minuten die Führung gelang. „Dadurch haben wir unser Selbstvertrauen zurückerobert und konnten Düsseldorf kommen lassen.“ Die wenigen Möglichkeiten der DEG durch Alexander Sulzer, Matt Herr, Andy Schneider oder Matt Davidson vereitelte ein starker Jimmy Waite im Panther-Käfig. „Entscheidend im Eishockey sind Tore. Wer keine schießt, kann nicht gewinnen. Wir hatten genug Möglichkeiten zum Ausgleich“, zeigte sich Goring geknickt.

Im Gegensatz zu den Metro Stars schlugen die Gäste im Mittelabschnitt noch zwei Mal zu. Cameron Mann traf im Nachschuss zum 2:0, 49 Sekunden vor Ende des Drittels besorgte NHL-Import Andy McDonald die Vorentscheidung. Alexander Sulzer konnte lediglich den Ehrentreffer für die DEG markieren.


Wenigstens seinen Humor hatte Goring nach der achten Heimpleite noch nicht verloren. Auf die Frage, was er vor der Partie in Kassel noch verändern könne, antwortete der vierfache Stanley Cup-Gewinner: „Ich werde der Mannschaft sagen, dass sie alle Glücksbringer herauskramen und mitbringen soll. Vielleicht kommen wir so zu Punkten.“ Vielleicht sollte der frühere Torjäger seinen Mannen das Sieger-Gen einpflanzen, damit die Fans an der Brehmstraße wieder Erfolge feiern dürfen.


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