Metro Stars: Erster Heimsieg nach 233 Tagen - 5:3 gegen Augsburg

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„Oh wie ist das schön“, hallte es durch die Halle, zudem schwappte die Welle durch den Eistempel am Düsseldorfer Brehmplatz. Für Fans und Spieler der DEG Metro Stars war die Partie gegen die Augsburger Panther war Balsam auf die geschundenen Seelen. Denn 233 Tage mussten die Anhänger auf diesen Tag warten. Seit dem 27. Februar 2004 gab es an der heimischen Brehmstraße keinen Erfolg der eigenen Mannschaft zu bejubeln. 5:1 hieß es gegen die Freiburger Wölfe, danach folgten sieben Pleite in Folge im eigenen Stadion. Dementsprechend glücklich waren die DEG-Profis nach dem eminent wichtigen 5:3-Triumph gegen die Augsburger Panther. „Dieser Dreier tut unserer Moral richtig gut. Denn der Druck im eigenen Stadion zu gewinnen, war enorm groß“, verrät Nationalstürmer Daniel Kreutzer.

Die Nervosität merkte man den Düsseldorfern nach der peinlichen 2:6-Packung beim Neuling Wolfsburg an. Andrej Trefilov hatten es die Hausherren zu verdanken, dass sie nicht frühzeitig in Rückstand gerieten. Der Russe parierte gegen Methot und Fortier, ehe auf der Gegenseite die überraschende Führung für die DEG fiel. Matt Herr staubte in Überzahl zum glücklichen 1:0 ab. Die Panther zeigten sich jedoch nicht geschockt, glichen durch Methot postwendend aus.

Entscheidend für die Metro Stars war diesmal das gute Überzahlspiel. Andy Schneider sorgte mit seinem zweiten Saisontreffer bei 5:3 für die wichtige Pausenführung, Martin Ulrich legte im Powerplay nach. Matt Herr und Klaus Kathan mit seinem sechsten Saisontreffer für seinen neuen Klub sorgten für gute Karnevalsstimmung in rot und gelb. Die konnten auch die Gegentreffer von Duanne Moeser und Francois Fortier nicht trüben.

„Mir fällt eine Zentnerlast von den Schultern. Aber wir müssen nun nachlegen und eine Serie starten. Denn in dieser engen Liga ist besonders die Heimstärke entscheidet für einen guten Tabellenplatz“, weiß DEG-Kapitän Andy Schneider. Dem früheren Hamburger merkte man in den Begegnungen nach der Ära von Ex-Coach Michael Komma an, dass es wieder nach oben geht. Endlich zeigt der Allrounder, warum er für viel Geld nach Düsseldorf gelockt wurde.

Ein wichtiger Faktor für die neue positive Stimmung bei den Metro Stars ist Trainer Butch Goring. Der 54-Jährige impft seiner Mannschaft neues Selbstvertrauen ein und sorgt mit guter Laune für eine neues Wir-Gefühl. „Der Coach strahlt eine gewisse Ruhe aus und ist sehr locker“, beschreibt Verteidiger Mike Pellegrims seinen neuen Boss an der Bande. „Er presst uns nicht in ein Spielsystem, sondern lässt uns auch individuelle Freiheiten, solange wir unseren Part ordentlich verrichten. Ich bin davon überzeugt, dass wir langsam in die Gänge kommen.“

Der Trainer selbst bleibt gelassen. „Wir haben den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Der Sieg ist wichtig für das Selbstvertrauen, das hat doch ziemlich gelitten“, erklärt der vierfache Stanley Cup-Sieger die nervöse Stimmung im Team vor der Partie. „Es ist immer schwierig, wenn ein Team einen neuen Trainer bekommt. Denn die Umstellung auf das neue System dauert ein paar Spiele. Doch die Jungs setzen meine Mentalität immer besser um. Wir werden in den kommenden Wochen weiter nach oben klettern.“

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