Metro Stars deklassieren Nürnberg

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Lance Nethery gestattete sich nach dem 7:1-Triumph über die Nürnberg Ice Tigers erst einmal zwei leckere Alt. Seine Mannschaft hatte eine tolle Vorstellung abgeliefert und den höchsten Saisonerfolg eingefahren. „Ein wichtiger Dreier, denn bei einer weiteren Niederlage wären wir schon früh unter Druck geraten“, sagte der DEG-Manager erleichtert. „Wenn wir erfolgreich sein wollen, brauchen wir von jedem die richtige kämpferische Leistung. Die fehlte noch am Freitag in Ingolstadt.“

Die Gastgeber brauchten für eine Art Vorentscheidung lediglich 334 Sekunden. Drei Mal waren die Metro Stars in Überzahl, drei Mal klingelte es hinter Jean-Francois Labbé. Daniel Kreutzer, der nach seiner Sperre wieder im Team stand, eröffnete den Torreigen bereits nach 68 Sekunden, fälschte einen Schuss von Tore Vikingstad unhaltbar zum 1:0 ab. Tory erhöhte auf 2:0, Klaus Kathan besorgte mit dem dritten Treffe dis Basis für den zweiten Heimerfolg in Serie.

„Heute haben wir bewiesen, dass wir auch gut im Powerplay spielen können“, freute sich Verteidiger Tommy Jakobsen. Bisher war das Überzahlspiel das große Manko der Metro Stars. Denn in den ersten drei Begegnungen der laufenden Saison gelang der DEG bei 14 Versuchen nur ein mageres Törchen – die schlechteste Ausbeute aller 14 DEL-Vereine „Die Treffer gaben natürlich Selbstvertrauen. Wir haben heute richtig stark gespielt“, freute sich Jakobsen. Erneut Kathan und Tory sowie Florian Jung und Todd Reirdon schraubten das Resultat zur Freude der DEG-Anhänger bis zum Ende bei einem Gegentor von Fical auf 7:1.

Bitter nur für das sehnlichst erwartete Derby gegen die Haie am Donnerstag: Chris Schmidt und Peter Ferraro mussten nach Boxeinlagen genauso wie die Nürnberger Felix Petermann und Robert Döme per Spieldauerstrafe vom Eis. „Schmidt wurde provozierte wollte eigentlich nichts machen und musste sich dann wehren. Und Ferraro hat von Petermann einen Schlag ins Gesicht bekommen. Es kann nicht sein, dass beide Mannschaften die gleichen Strafen bekommen“, schimpfte Nethery. Peter Ferraro nörgelte: „Ich habe mich nur verteidigt und extra die Handschuhe anbehalten, um keine Spieldauer zu bekommen. So muss ich leider zuschauen am Donnerstag.“

Zumindest auf Thomas Jörg kann Trainer Don Jackson wieder zurückgreifen. Der Stürmer saß seine Strafe vom Freitag gegen Nürnberg ab. Hinter Craig Johnson steht nach seinem Muskelfaseriss im Oberschenkel noch ein Fragezeichen. Vielleicht wird Jackson wieder Jeff Tory in die Offensive beordern. Der Verteidiger, der bisher in der Defensive nicht überzeugen konnte, rückte nach dem ersten Drittel in den Angriff und machte seine Sache ordentlich. „Ich war überrascht, was für einen großen Instinkt er bewiesen hat bei seinen Toren“, lobte Jackson seinen Schützling.

Tore: 1:0 (1:08) Kreutzer (Vikingstad, Tory, 5:4), 2:0 (4:18) Tory (Pellegrims, Kreutzer, 5:3), 3:0 (5:34) Kathan (Vikingstad, Kreutzer, 5:4), 4:0 (25:09) Kathan (Vikingstad, Kreutzer), 5:0 (38:29) F. Jung (Brännström, Reimer), 6:0 (41:16) Tory (C. Ferraro, Sulzer), 6:1 (51:25) Fical (Swanson, Methot, 5:3), 7:1 (58:33) Reirdon (C. Ferraro)

Schiedsrichter: Schütz (Moers), Zuschauer: 5291

Strafzeiten: Düsseldorf 26 plus Spieldauer P. Ferraro, Schmidt, plus Disziplinarstrafe Bazany, Nürnberg 28 plus Spieldauer Petermann, Döme

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