Metro Stars auf Pantherjagd - 7:1 gegen Augsburg

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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"Und jetzt geht richtig die Party los", forderte Stadionsprecher Volker Boix die gelb-roten Fans auf. Die Anhänger ließen sich nicht lange Bitten, feierten ihre Lieblinge bis zum Abwinken. "Wir wollen die Raupe sehen", skandierten die Zuschauer selig. Die Mannschaft tat ihnen den Gefallen und rutschte auf allen Vieren über das Eis. Zu Recht, denn die DEG schoss die Augsburger Panther regelrecht ab. 7:1 (4:1, 1:0, 2:0) stand am Ende auf dem Videowürfel, lange mussten man an der Brehmstraße auf so einen Kantersieg warten.

Besonders im ersten Drittel trauten die Anhänger ihren Augen nicht. Die Metro Stars, die normalerweise nicht für Offensivpower bekannt sind, legten los wie die Feuerwehr. Nach 102 Sekunden brachte Matthias Hart die DEG in Front, nur drei Minute später legte der Youngster nach. Als Mike Pellegrims nach 336 Sekunden sogar auf 3:0 erhšhte, hatte Augsburgs Keeper Steffen Karg genug. Magnus Eriksson, der eigentlich wegen einer Gehirnerschütterung geschont werden sollte, musste in den Kasten. "Nur noch sieben", skandierten die euphorischen Fans. Da störte auch der erste Treffer der Augsburger durch Anderson nicht. Denn Verteidiger Jeff Tory stellte mit seinem 100. DEL-Punkt (28. Treffer) den alten Abstand wieder her. Im Mitteldrittel zauberte die neu formierte zweite Reihe weiter. Nach Harts ersten beiden Saisontreffern langte auch der Kapitän im Doppelpack hin. Magnussen erhöhte zunächst in Überzahl auf 5:1, im letzten Drittel traf der Norweger mit seinem sechsten Saisontreffer zum 7:1. Christian Brittig zeigte sich mit vier Vorlagen als wichtiger Mittelstürmer zwischen den beiden treffsicheren Flügelstürmern. "Unsere Reihe hat blendend funktioniert", freute sich Magnussen nach dem höchsten Saisonsieg. "Wir waren bissiger als die Panther und vor dem Tor konsequenter. Endlich haben wir unsere Chancen genutzt. Ich hoffe, dass uns dieser Erfolg das nötige Selbstbewusstsein für die nächsten Spiele gibt."

Doch nicht nur die Stürmer tankten für das Lokalderby am Sonntag bei Meister Krefeld neue Energie, auch Torwart Alex Jung zeigte sich stets auf dem Posten. Der 25-Jährige war ein würdiger Vertreter für Andrej Trefilov, der nach seiner Steißbein-Operation noch geschont wurde.