Metro Stars: Arbeistssieg gegen Augsburg

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Klaus Kathan hatte gleich mehrere Gründe zum Feiern. Der

Düsseldorfer Torjäger durfte am Sonntag nicht nur seinen 30. Geburtstag

bejubeln, sondern auch den Arbeitssieg gegen die Augsburger Panther. Am Ende

hieß es 6:3 für den Favoriten, der sich im letzten Abschnitt mit einem

Viererpack die drei wichtigen Heimpunkte sicherte. „Jetzt können  wir ein

Fest steigen lassen. Nach einem Sieg ist die Stimmung immer besser. Aber wir

haben ganz schön heftig um den Sieg kämpfen müssen“, meinte Kathan, der selbst

zwei Vorlagen zum dritten Heimsieg in Folge beisteuerte.

Doch vor der großen Sause beim Lieblingsitaliener musste der

Vizemeister erst einmal die Panther bändigen. Die wollten nämlich mit einem

couragierten Spiel die DEG-Party verderben. Und sie begannen gleich mit zwei

Paukenschlägen. Nach fünf Minuten lagen die Gäste bereits durch Treffer von

Shane Joseph und Marc Murphy mit 2:0 vorne. Die DEG-Fans rieben sich überrascht

die Augen. „Damit haben wir gar nicht gerechnet. Augsburg war sehr hartnäckig

und hat uns am Anfang überrascht“, meinte Kathan. Eigentlich sind die Metro

Stars die Schnellstarter in der DEL. Keine Mannschaft geht in den ersten fünf

Minuten so häufig in Front wie das Jacksonteam. Diesmal waren die Düsseldorfer

eher Langschläfer.

Zum Glück funktionierte auch das DEG-Powerplay. Andy

Schneider und Daniel Kreutzer egalisierten mit einem Mann mehr auf dem Eis noch

vor der Pause und sorgten für den Ausgleich.
Wer gedacht hatte, dass sich nun normale Verhältnisse

auftreten würden, sah sich getäuscht. Denn erneut zeigten die Panther ihre

Krallen, Joseph brachte die Gäste wieder in Führung. Aber im letzten Abschnitt

erhöhte der Vizemeister noch einmal das Tempo und sicherte sich mit einem

starken Schluss-Spurt den Sieg. Gleich vier Mal musste Rolf Wanhainen hinter

sich greifen. Einmal jedoch nach großem Protest. Denn Schiedsrichter Richard

Schütz erkannte nach einem Gestocher vor dem Augsburger Kasten auf Tor. „ Unser

Torwart Wanhainen hatte schon den Handschuh auf dem Puck und es hätte

abgepfiffen werden müssen. Das sah wohl der Unparteiische anders“, sagte Paulin

Bordeleau frustriert.

Der Augsburger Trainer musste dann erleben, wie die DEG

aufdrehte. Charlie Stephens in Unterzahl, Thomas Jörg in Überzahl und erneut

Schneider, der ist leere Tor einschob, machten das halbe Düsseldorfer Dutzend

perfekt. „Es war heute ein Sieg des Charakters. Die Jungs haben Rückstände

aufgeholt und am Ende gewonnen“, sagte Manager Lance Nethery zufrieden.

Übrigens: Am Montag entscheidet DEL-Ligenleiter Gernot

Tricke, ob die Partie in Krefeld wiederholt wird. Die Metro Stars hatten

aufgrund eines klaren Regelverstoßes Einspruch gegen das 3:4 eingelegt. „Das

war ein klarer Regelverstoß und hat den Ausgang der Partie beeinflusst. Ich bin

auf die Entscheidung sehr gespannt“, erklärte Nethery.

Tore: 0:1 Joseph (2:06, Darby, Murphy, 5:4), 0:2 Murphy

(5:06, Darby, Joseph, 5:4), 1:2 Schneider (15:09., Stephens, Panzer, 5:4), 2:2

Kreutzer (18:59, Van Impe, Kathan, 5:3), 2:3 Joseph (34:24, Murphy, Fendt), 3:3

Johnson (42:41, Reimer), 4:3 Stephens (46:51, Panzer, Bazany 4:5), 5:3 Jörg

(55:15, Schneider, Reimer, 5:3), 6:3 Schneider (69:37, Kathan, Dietrich, 5:6).

Schiedsrichter: Schütz (Moers)

Zuschauer: 7107

Strafminuten: Düsseldorf 16, Augsburg 18.