Mercure Cup: Slavia Prag - Krefeld Pinguine 2:2 (0:0, 1:0, 1:2)

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
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Für das zweite Match der Rheinländer im Mercure-Cup stellte Cheftrainer Mario Simioni ein wenig um. Paul Dyck, der noch gestern wegen Ansteckungsgefahr daheim blieb, übernahm die Position von Shayne Wright, der über Adduktorenprobleme klagte. Für Steffen Ziesche (ist in Berlin und feiert 50-jähriges Jubiläum mit Dynamo bzw. den Eisbären Berlin) rückte Florian Schnitzer in den King-Sturm, während Martin Schymainski als Center in der vierten Reihe zusammen mit Martin Hyun und Witali Stähle zum Einsatz kam. Thomas Fritzmeier blieb draußen.



Zwischen den Pfosten stand der 19-jährige Patrick Koslow, der eine ansprechende Leistung gegen die mit allen Assen (auch der gestern noch fehlende Michal Sup lief mit auf) angetretenen Tschechen bot. Einen Gewaltschuss von Radek Duda in der sechsten Spielminute machte er ebenso unschädlich wie beispielsweise ein “Pfund” von Marek Tomica im zweiten Abschnitt. Am Führungstreffer war der Youngster machtlos. Der alte Fuchs Josef Beranek passte clever in den Rücken von Verteidiger Alexander Dück, und gegen den Schuss des aufgerückten Petr Kadlec war kein Kraut gewachsen.



Die Pinguine begannen das recht flotte und faire Match recht vielversprechend und hatten ihre Chancen (Ivo Jan traf in der 8. Minute lediglich Metall, was auch Robert Guillet 31. Minuten später passierte, nachdem er Keeper Lukas Musil verladen hatte), aber im zweiten Abschnitt bekamen die Prager immer mehr Spielanteile, und so war es nur noch eine Frage der Zeit, wann endlich das erste Tor für die wiederum verspielt auftretenden Schützlinge von Nationalcoach Vladimir Ruzicka fällt.



Das letzte Drittel dominierten allerdings erstaunlicherweise die Außenseiter aus dem Rheinland. In der 42. Minute war lediglich Carsten Gosdeck im gegnerischen Kasten, neun Zeigerumdrehungen später auch die Scheibe. Justin Kurtz egalisierte im zweiten Versuch von der blauen Linie. Als Alexander Seliwanow nicht entschlossen genug abschloss und sowohl Adrian Grygiel als auch Chris Herperger nur herumstocherten, anstatt einmal richtig abzudrücken, wäre sogar ein Sieg drin gewesen. So war es kein Wunder, dass Jan Novak im Nachschuss erfolgreich war, nachdem Koslow den ersten Schuss von Radek Duda noch abwehrte. Ein Traumpass von Daniel Kunce auf den völlig freistehenden Carsten Gosdeck, der im Stil eines abgezockten Torjägers den jungen Musil verlud, bedeutete den alles in allem versöhnlich stimmenden Endstand.



Tore:

1:0 (37;22) Kadlec (Beranek), 1:1 (50;37) Kurtz (Kunce), 2:1 (56;06) Novak (Duda), 2:2 (58;40) Gosdeck (Kunce)

Zuschauer: 700

Strafminuten: Prag 6, Krefeld 8

Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)