Mercure-Cup, oder wie man es nicht macht?

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Ute Bohlscheid, "länger als sechs Wochen" begeisterter, aber auch kritischer Fan der Kölner Haie, begleitete "ihre" Truppe zum Mercure-Cup nach Nürnberg. Stellvertretend für die Mehrzahl der Besucher äußert sie an dieser Stelle ihre Gedanken über die drei Tage in der Noris. "Die Spiele, das muss ich vorausschicken, fand ich durchweg gut und spannend. Prima, dass die Gebote der Fairness mehr oder weniger beachtet wurden und es nicht zu unschönen Szenen kam, die leider allzu oft typisch für ein Vorbereitungsturnier sind. Das Drumherum jedoch fand ich, wie viele meiner Bekannten, recht verbesserungswürdig. Beispiele: Ein Penaltyschießen ´just for fun´ ist nichts. Viel besser wäre es gewesen, wenn nach den jeweiligen Partien die besten Spieler geehrt und mit einem kleinen Präsent bedacht worden wären. Hier hätte man ja nicht unbedingt jedesmal Funktionäre oder Journalisten nehmen müssen, sondern vielleicht mal Fans. Die Anfangszeiten waren fanfeindlich angesetzt. Am Samstag wurde früher begonnen als am Sonntag, wo bekanntermaßen Spieler wie Zuschauer nach Hause fahren wollen. So etwas Seltsames habe ich bisher nicht mitgemacht. Ferner fehlte eine Programmzeitschrift mit den Wettbewerbsbestimmungen, eigentlich ein Muss für ein solches Turnier ist. Und was die Gastronomie betrifft, will ich lieber schweigen. Im Biergarten gab es zum Beispiel ständig warmen Gerstensaft; dafür musste man auf das Essen furchtbar lang bei den überforderten, jedoch nicht unfreundlichen Bedienungen warten. Ich frage mich, ob man auf noch weniger Fans eingerichtet war. Apropos Zuschauer... Heute las ich in der Zeitschrift "Eishockey News", dass die Zuschauerzahl beim Spiel Lugano gegen Krefeld 2.451 betrug. Es waren höchstens 400. Na ja, wir haben in ein paar Tagen ein Turnier in Köln, und da hoffe ich, dass die Verantwortlichen der Haie nicht die gleichen Fehler begehen wie die Nürnberger. Anschauungsunterricht war ja in reichem Maße vorhanden."