Meistertrainer siegt mit Vizemeister beim Meister - Mannheim dreht Partie in IserlohnDEL kompakt

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Thomas Sabo Ice Tigers - Eisbären Berlin 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)

Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte war für Eisbären-Coach Jeff Tomlinson und Verteidiger Casey Borer wenig berauschend. Zwar begann das Spiel für die Berliner nach Maß. Doch den Wind aus dem 5:1-Sieg am Freitagabend gegen die Augsburger Panther konnte der Ex-Meister nicht wirklich mitnehmen. Nationalspieler Patrick Reimer leitete die Wende für die Gastgeber ein. Jason Jaspers hatte mit seinen zwei Assists zum 2:1 und 3:1 entscheidenden Anteil am Sieg der THOMAS SABO Ice Tigers. Die Franken sind wieder etwas näher an die Plätze herangerückt, die einem Platz im Playoff-Viertelfinale garantieren. Berlin befindet sich weiter auf der Suche nach Stabilität.

Tore: 0:1 Mark Bell (15:23/PP1), 1:1 Patrick Reimer (31:31/PP1), 2:1 Corey Locke (45:07), 3:1 Connor James (55:10) Zuschauer: 5.566

Schwenninger Wild Wings - Straubing Tigers 3:2 (1:0, 1:0, 0:2, 0:0, 1:0) n.P.

Nach den 14 Niederlagen in zuvor 15 Spielen hatten sich die Straubing Tigers von Coach Rob Wilson getrennt. Und nach zwei Dritteln sah es für die Tigers in Schwenningen auch nicht besonders gut aus. Aber im Schlussabschnitt kam Leben in die Bude bei den Gästen, bei denen Manager Jason Dunham und Co-Trainer Bernie Engelbrecht die Verantwortung an der Bande hatten.  Sacha Treille und Rene Röthke belohnten den Kampf der Straubinger mit etwas Zählbarem. Den Sieg holten sich allerdings die Wild Wings im Shootout. Für das Team von Trainer Dave Chambers war es das zwei Erfolgserlebnis in den vergangenen elf Spielen.

Tore: 1:0 Sascha Goc (15:57/PP2), 2:0 Simon Danner (37:34), 2:1 Sacha Treille (46:17), 2:2 Rene Röthke (55:56/PP1), 3:2 Morten Green (SO)
Zuschauer: 3.474

ERC Ingolstadt - Kölner Haie 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1) n.V.

Erfolgreiche Final-Revanche für die Kölner Haie beim ERC Ingolstadt: Bei der Rückkehr von Meister-Trainer Niklas Sundblad mit seinem neuen Team an die alte Wirkungsstätte kamen die Domstädter in der Overtime zu einem 3:2-Erfolg und feierten den dritten Sieg in Serie.

Vor knapp 3.800 Fans starteten die Haie couragiert und verließen sich auf überfallartige Attacken aus einer sicheren Defensive. Ingolstadt brachte dies indes nicht aus dem Konzept und ging nach gut neun Minuten durch McMurchy in Front. In der Folgezeit versäumten es die Panther, ihren Vorsprung auszubauen, so dass die Domstädter egalisieren konnten.

Das 1:1 durch Iggulden geriet indes zum Weckruf für die Oberbayern, die nun immer dominanter wurden. Zwar scheiterte Taticek bei einem Penalty in der 34. Minute an Aus den Birken, doch kurz vor der zweiten Drittelpause schloss Kohl einen feinen Spielzug des ERC zur neuerlichen Ingolstädter Führung ab.

Im Schlussabschnitt drehte der Meister noch einmal auf und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten, die aber wiederum nicht zum Erfolg führten. Und so kam es, wie es kommen musste, als die Rheinländer in einer Überzahlsituation Aus den Birken aus dem Gehäuse nahmen, einen weiteren Feldspieler brachten und prompt zum Ausgleich kamen.

Den Kölner Jubel perfekt machte Alexander Weiss 19 Sekunden vor Ende der Verlängerung, als er die Vorarbeit von Gogulla zum 3:2 der Gäste krönte.

Tore: 1:0 Ryan McMurchy (09:09), 1:1 Michael Iggulden (31:56), 2:1 Benedikt Kohl (37:40), 2:2 Ryan Jones (55:58), 2:3 Alexander Weiss (64:19)
Zuschauer: 3.797

Augsburger Panther - EHC Red Bull München 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)

Das oberbayrisch-schwäbiswche Derby ging erneut an den Favoriten. Aber wie schon beim 4:3 der Münchner Anfang Oktober war das Spiel am Sonntag umkämpft, weil die Gastgeber sich nicht so ohne weiteres abschütteln ließen. Dennoch wurden in Nuancen die Unterschiede zwischen den beiden Kontrahenten deutlich. Vor allem die Special Teams beim personell breit aufgestellten EHC machten zumindest in dieser Auseinandersetzung den Unterschied aus.

München behielt in acht Unterzahlsituationen nicht nur eine weiße Weste, sondern schlug durch Garrett Roe sogar zum vorentscheidenden 2:0 zu. Roe war zudem an der Führung durch das Powerplay von Jonathan DiSalvatore beteiligt. Zu den erfahrenen Kräften gesellen sich dann Talente wie unter anderem Dominik Kahun. Dazu kommt das grenzenlose Selbstvertrauen, das sich beim 8:1-Sieg der Münchner am Freitag gegen Iserlohn besonders zeigte. Der EHC konnte den fünften Sieg in den vergangenen sechs Spielen feiern.

Tore: 0:1 Jonathan DiSalvatore (7:07/PP1), 0:2 Garrett Roe (20:47/SH1), 1:2 Thomas Jordan Trevelyan (27:40), 1:3 Dominik Kahun (46:40), 2:3 Daniel DaSilva (45:01)
Zuschauer: 5.303

Düsseldorfer EG - Krefeld Pinguine 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

Der Vorfreude auf das DEL-Wintergame, für das am Sonntag der Top-Act mit der Erfolgsband Mando Diao bekannt gegeben wurde, folgte für die DEG die Ernüchterung mit der Niederlage im „Straßenbahnderby“ gegen Krefeld. Der Cooler war dabei in Adam Courchaine auch noch ein ehemaliger Düsseldorfer, der von 2008 bis 2012 beim achtmaligen deutschen Meister gespielt hat. Düsseldorf musste den Kontrahenten von der anderen Rheinseite in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen. Die Pinguine feierten erst den vierten Sieg im zehnten Auswärtsspiel und gar erst den zweiten innerhalb der regulären Spielzeit.

Tore: 0:1 Adam Courchaine (21:14)
Zuschauer: 7.582

Iserlohn Roosters - Adler Mannheim 3:4 (2:1, 1:0, 0:2, 0:1) OT

Perfekter Start für die Roosters gegen Mannheim: Bereits in der fünften Spielminute schoss Alexander Foster die Hausherren in Front. Zehn Minuten später legte Marko Friedrich den zweiten für die Hausherren nach, die sich auch nicht vom Anschluss der Gäste durch Martin Buchwieser Sekunden vor dem ersten Seitenwechsel aus der Ruhe bringen ließen. Zur „Halbzeit“ der Partie stelle Mike York den alten Abstand wieder her und die Roosters gingen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in den letzten Durchgang. Hier kam es aber zu einem Déjà-vu für die Sauerländer. Wie beim Gastspiel in Mannheim verspielte Iserlohn den Vorsprung. Die Adler warfen alles nach vorn, was sie hatten und Jonathan Rheaults Doppelpack schickte die Partie in die Verlängerung.

Tore: 1:0 Alexander Foster (4:26), 2:0 Marko Friedrich (14:23), 2:1 Martin Buchwieser (19:34), 3:1 Mike York (29:47/PP1), 3:2 Jonathan Rheault (43:10), 3:3 Jonathan Rheault (54:38)
Zuschauer:

Hamburg Freezers - Grizzly Adams Wolfsburg 5:4 (1:3, 2:0, 2:1)

Bei beiden Mannschaften hatte sich gegenüber den Freitagsspielen personell nichts verändert. Die Freezers mussten wie schon beim 1:5 in Köln weiter auf Freddy Cabana, Philippe Dupuis und Duvie Westcott verzichten. Bei den Wolfsburgern, die am Freitag 4:3 im Shootout gegen Nürnberg gewannen, fehlten Norm Milley. Vincent Mayer und Kilian Keller. Die Gäste kamen wesentlich besser aus den Startlöchern, machten sich eine zweimalige Zwei-Tore-Führung durch Strafzeiten selbst kaputt.

Das beste Powerplay der Liga kam durch die Überzahl-Tore von Top-Torschütze Kevin Clark und Nationalspieler Thomas Oppenheimer zum 3:3 nach zwei Dritteln. Zweimal unglücklich im Mittelpunkt stand Wolfsburgs Robert Bina. Der verursachte nach einer guten halben Stunde einen Penaltyshot, den Clark allerdings noch ungenutzt ließ. Doch die Strafzeit für Bina kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts nutzte Hamburg dann aus.

Im Schlussabschnitt schlugen die Hanseaten vorentscheidend durch Jerome Flaake und Morten Madsens zweiten Treffer zu. Allerdings machte es Routinier Matthew Dzieduszycki noch einmal spannend, als Wolfsburgs Goalie Vogl das Gehäuse für einen weiteren Feldspieler verlassen hatte. Am Ende stand jedoch der dritte Freezers-Sieg im dritten Spiel der Saison gegen die Grizzlies.

Tore: 0:1 Tyler Haskins (9:06), 0:2 Brent Aubin (11:22), 1:2 Kevin Clark (14:24/PP1), 1:3 Brent Aubin (16:14/PP1), 2:3 Morten Madsen (27:55), 3:3 Thomas Oppenheimer (37:10/PP1), 4:3 Jerome Flaake (43:23), 5:3 Morten Madsen (50:18), 5:4 Matthew Dzieduszycki (58:39/EA)
Zuschauer:  7.094

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