Meister Eisbären Berlin will die TitelverteidigungTorjäger Kevin Clark macht die Offensive noch gefährlicher

Kevin Clark von den Eisbären Berlin. (Foto: dpa/picture alliance)Kevin Clark von den Eisbären Berlin. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die Eisbären Berlin sind nach dem Gewinn des achten Meistertitels wieder alleiniger DEL-Rekordchampion. Nach holprigem Saisonstart gab Berlin die Tabellenführung in der Gruppe Nord nach dem 17. Spieltag bis zum Ende der Hauptrunde nicht mehr aus der Hand. Obwohl das Team in den Play-offs, die diesmal nur im Best-of-Three-Modus ausgetragen wurden, jeweils gegen Iserlohn, Ingolstadt und im Finale gegen Wolfsburg immer die Auftaktpartie verlor, wurden die beiden darauffolgenden Begegnungen siegreich gestaltet.

In der aufgrund der Corona-Pandemie so schwierigen Spielzeit kamen die Hauptstädter mit den zahlreichen Widrigkeiten am besten zu recht und belohnten sich am Ende mit der Meisterschaft. Auch in der neuen Saison 2021/22 zählt Berlin als Titelverteidiger automatisch zum engeren Favoritenkreis. Zwar musste Manager Stephane Richer mit Publikumsliebling Pierre-Cédric Labrie, Ryan McKiernan, Thomas Reichel, Kristopher Foucault, John Ramage, Nino Kinder, Fabian Dietz, Mark Olver und Haakon Hänelt zahlreiche Abgänge verschmerzen. Jedoch hoffen die Berliner weiterhin auf den Verbleib von Lukas Reichel, der sich im Trainingscamp der Chicago Blackhawks direkt einen Kaderplatz sichern will.

Die Verpflichtung der beiden Verteidiger Morgan Ellis und Nicholas Jensen sollen für die nötige Stabilität in der Abwehr sorgen. Allerdings zeigten die bisherigen Auftritte in der Champions Hockey League mit 21 Gegentoren in vier Partien, dass hier noch deutlich Luft nach oben ist. Im Sturm wurde mit Manuel Wiederer ein junger talentierter Spieler verpflichtet, der viel Erfahrung in Übersee sammeln konnte, jedoch den letzten Schritt in die NHL bislang nicht schaffte. Neuzugang Yannick Veilleux bringt die physische Komponente in das Spiel der Eisbären und der 26-jährige Blaine Byron kommt vom AHL-Klub Ontario Reign und soll für mehr Tiefe auf der Mittelstürmer-Position sorgen.

Kevin Clark gilt dagegen als absoluter Torjäger. Seine Qualitäten bewies der 33-jährige Kanadier bereits in der Saison 2014/15 im Trikot der Hamburg Freezers, als er sich mit 32 Toren zum Torschützenkönig schoss. Zuletzt stand er beim Schweizer Erstligisten Rapperswil-Jona Lakers unter Vertrag und überzeugte auch dort mit jeweils 23 Treffern in den beiden vergangenen Spielzeiten.

Eisbären-Trainer Serge Aubin steht somit auch in der neuen Saison eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung. Mit Mathias Niederberger verfügt Berlin über einen herausragenden Torhüter, der einen gehörigen Anteil am Titelgewinn hatte. Der 20-jährige Backup Tobias Ancicka ist ein aufstrebender Torhüter, der bereits viel Souveränität ausstrahlt und auf mehr Einsätze hoffen darf. Die Verteidigung ist mit Simon Deprés, Frank Hördler, Jonas Müller, Kai Wissmann, Eric Mik und den beiden Neuzugängen Morgan Ellis und Nicholas Jensen auch für die kommende Spielzeit gut gerüstet. Die Abstimmungsprobleme aus den Auftritten in der Champions Hockey League sollten sich bereits zum Start der DEL-Saison gelöst haben. Der Sturm wird von Marcel Noebels angeführt, der in der abgelaufenen Saison mit 42 Scorerpunkten zum teaminternen Topscorer avancierte. Daneben darf man auch wieder von Leo Pflöderl, Matt White und vor allem Zach Boychuk viel Offensivpower erwarten.

Bei Lukas Reichel besteht die große Hoffnung, dass er seine Entwicklung noch ein weiteres Jahr in Berlin vorantreibt und auch wie in der Vorsaison mit Leo Pföderl und Marcel Noebels zusammen die beste Sturmreihe der Liga bildet. Von Mark Zengerle erhoffen sich die Verantwortlichen die Rückkehr zu der alten Form aus Bremerhavener Zeiten. Der bereits erwähnte Kevin Clark sollte mit seinen Torjägerqualitäten der Offensive nochmal deutlich mehr Durchschlagskraft verleihen. Vom 25-jährigen Parker Tuomie, der ohne Anlaufschwierigkeiten in seinem ersten DEL-Jahr zu überzeugen wusste, darf man auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Der Kader der Eisbären Berlin ist von höchster Qualität. Sollten die Neuzugänge einschlagen und das bereits vorhandene Personal die Leistung aus dem Meisterjahr beibehalten, sind die Hauptstädter nur schwer zu bezwingen und auf dem besten Wege, den Titel zu verteidigen.


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