Meister an Blamage gegen Schlusslicht nur knapp vorbei geschrammt Berlin – Düsseldorf 5:4 n.P.

Traf spät, aber nicht zu spät: Eisbären-Stürmer Darin Olver (hier in einer Archivszene). (Foto: Angelo Bischoff)Traf spät, aber nicht zu spät: Eisbären-Stürmer Darin Olver (hier in einer Archivszene). (Foto: Angelo Bischoff)
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Der Meister tat sich wahrlich schwer gegen die DEG und bot kein anderes Bild als vor der Länderspielpause. Dabei versuchte Chefcoach Don Jackson, noch einmal durch Umstellung der Verteidigerpärchen und Sturmreihen Akzente zu setzen. Kapitän André Rankel stürmte an der Seite von Darin Olver und Barry Tallackson, währenddessen sich Florian Busch in einer Reihe mit Corey Locke und Matt Foy wiederfand. Diese Maßnahmen führten jedoch nicht unmittelbar zu einem besser strukturierten Spiel der Eisbären. Vor allem ihre Anfälligkeit für schnelle Konter kam den Gästen erheblich entgegen. Immer wieder ging es nach Berliner Puckverlusten hoch her vor Torhüter Rob Zepps Gehäuse. „Wir haben in diesem Spiel heute einige Geschenke verteilt“, tadelte Jackson das schwache Defensivverhalten seiner Spieler und lobte im gleichen Atemzug das des Gegners: „Düsseldorf stand massiert im eigenen Drittel und hat uns das Toreschießen nicht leicht gemacht.“ Vor allem ärgerte Jackson, dass nach wie vor für zu wenig Verkehr vor dem gegnerischen gesorgt wurde.

In der 16. Spielminute klappte: Constantin Braun zog von der blauen Linie ab und sein Schuss überraschte Düsseldorfs jungen Torsteher Felix Brick. Die knappe Führung der Eisbären währte bis zur 27. Minute, dann war Colin Long Nutznießer einer der vielen Berliner Nachlässigkeiten und schloss seinen Alleingang mit dem 1:1 ab. „Solche Konter sind zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht tolerierbar“, übte Darin Olver Selbstkritik, „das System muss jetzt so langsam sitzen.“ Carl Ridderwall brachte die DEG zwei Minuten später aber gar in Führung. Mit sichtlich Wut im Bauch drängten die Eisbären auf den Ausgleich. Der gelang Neuzugang Corey Locke (33.) mit seinem heiß ersehnten ersten DEL-Tor für die Eisbären.

Im Schlussabschnitt überschlugen sich die Ereignisse nochmals: Mark Katic  traf zum 3:2 (47.) für die Hausherren, Travis Turnball (49.) glich erneut aus und Carl Ridderwall (55.) mit seinem zweiten Treffer des Abends brachte die DEG wieder in Front. „Ich denke, wir haben das Spiel gegen Ende verschenkt“, konstatierte DEG-Chefcoach Christian Brittig enttäuscht. „Wenn du in Berlin mit einer Führung bis zwei Minuten vor Schluss durchkommst, musst du das auch nach Hause bringen. Aber Berlin ist nicht umsonst Meister und bestraft solche Fehler gnadenlos.“ Darin Olver stocherte den Puck zum 4:4 über die Torlinie und rettete seine Eisbären damit in die Verlängerung. Im Penaltyschießen war der Deutsch-Kanadier als einziger von insgesamt acht Schützen erfolgreich und ersparte dem Meister so eine Niederlage gegen den Tabellenletzten. Dennoch ging der zum Vorrundenende angestrebte dritte Rang erst einmal an Konkurrent Krefeld verloren. Mit einem Heimerfolg im Nachholspiel am kommenden Dienstag gegen die Thomas Sabo IceTigers, könnte der jedoch wieder zurückerobert werden.

Tore: 1:0 (16.) Braun, C. - Braun, L./Baxmann; 1:1 (27.) Long – Gödtel/Mondt; 1:2 (29.) Ridderwall – Bostrom/Turnbull; 2:2 (33.) Locke – Foy/Caldwell; 3:2 (47.) Katic – Olver/Busch; 3:3 (49.) Turnball – Bostrom/Ridderwall; 3:4 (55.) Ridderwall – Zanetti; 4:4 (58.) Olver – Busch/Tallackson; 5:4 (PS) Olver

Schiedsrichter: Brüggemann/Steinecke
Strafen: 4/8
Zuschauer: 14.100


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