Matthias Forster: Junger Adler als Eisbär

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Er war einer der Besten im Jungadler-Team, jetzt kehrt er als Eisbär nach Mannheim zurück.. Matthias Forster, vergangene Saison noch Deutscher Meister mit Helmut des Raafs Nachwuchs-Truppe, ging am Ende der Saison altersbedingt schweren Herzens nach Berlin. Allerdings auch stolz darauf, gleich in einem DEL-Club zu landen. Inzwischen hat sich die bange Erwartung in Freude umgewandelt, wie er Hockeyweb verrät. "Ich fühle mich ausgesprochen wohl in Berlin", erzählt er, er habe eine schöne Wohnung, komme mit Pierre Page bestens zurecht. "Der Trainer ist ein sehr, sehr netter Mann", hat er erfahren, "er kümmert sich intensiv um die Jüngeren."

Alles sei natürlich viel schneller als in der Deutschen Nachwuchs Liga, das Torpedo System Helmut de Raafs habe er allerdings auch hier vorgefunden. Anfangs bekam der junge Mann sehr viel Eiszeit, viele Verletzte schlugen zu Buche, Yvon Corriveau und Brad Bergen saßen in Schweden hinter Gittern. Inzwischen ist der ehemalige Jungadler wieder häufiger auf der Bank zu finden, aber auf die fünf Einsätze kommt er auch in Spitzenspielen.

Umgewöhnungs-Zeit

Anfangs, das gibt er zu, sei es nicht leicht gewesen, den Sprung aus dem Nachwuchs in den Profibereich zu schaffen. Inzwischen fühlt er sich sicher im Team, weiß, wie viel aggressiver gespielt wird in der DEL und kann damit umgehen. Ob er Stammspieler bleiben wird - er weiß es nicht, ist auch viel zu bescheiden, um sich selber hervorzuheben. "Das wird man sehen", wiegelt er ab, "aber eines kann ich sagen, ich werde alles geben, um in der DEL zu bestehen". Alles geben, dazu gehört auch, dass er nachmittags alleine loslegt mit Kraft-und Ausdauertraining. "Ich hab ja in Mannheim gelernt, wie man das macht", lacht er und denkt an die weisen Worte seines Jungadler-Trainers Helmut de Raaf, der immer vorwarnte, zu viele junge Spieler ließen sich gehen, wenn sie nicht mehr einen Rahmen vorgesetzt bekämen mit strengen Trainingszeiten. Forster ist nicht in dieser Kategorie angesiedelt, er kämpft um einen Platz, will diesen Beruf ausüben und weiß, dass dafür der Schweiß in Strömen fließen muss. Im Team schläft die Konkurrenz nicht. Sie belebt das Geschäft und, das findet Forster besonders positiv, "wir gönnen einander Erfolge".

Zurück in Mannheim

Auf seinen Einsatz bei den Adlern freut er sich sehr, ist schon ein wenig aufgeregt und hofft auf viel Eiszeit, um allen zeigen zu können, wie sehr sich seine Ausbildung gelohnt hat. Freunde haben schon ihr Kommen angesagt, mit Fabio Carciola, einem ehemaligen Jungadler und jetzigem Adler-DEL-Crack, wird er morgen einen Tag verbringen, schließlich logieren die Eisbären bereits in Ludwigshafen, spielen heute abend im Pokal gegen Bietigheim und bleiben bis Freitag.

Alles also wieder normal in Berlin? Matthias Forster nickt, ja, die Truppe ist intakt. Die Vorfälle um Yvon Corriveau und Brad Bergen, die in Schweden bezichtigt wurden, eine 20-Jährige vergewaltigt zu haben, hätten alle sehr belastet, das konnte nicht ausbleiben. Manch Presseorgan schoss weit übers Ziel hinaus, übte sich in Vorverurteilungen und ließ die gebotene Sachlichkeit eines gewaltsamen Todes sterben. Die Eisbären versuchten, sich beim Training abzulenken, bekamen dadurch den Kopf immer wieder frei. Und freuten sich unglaublich, als die - wie sich herausstellte - fälschlich Beschuldigten wieder da waren. Noch reisen Corriveau und Bergen nicht mit, werden, laut Forster, sowohl in Bietigheim als auch in Mannheim fehlen, aber sie gehören wieder zum Team. Und deshalb ist die Welt der Eisbären auch in Ordnung. Ein Sieg gegen die Adler könnte das alles natürlich noch verbessern. Matthias Forster jedenfalls wird bei seinen Eiszeiten, alles daran setzen, dass dieser Wunsch sich erfüllt. (A.v.B.)


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