„Martin ist der richtige Mann!“Gerüchteküche Nürnberg

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Es ist ein „Gerücht“, das für Furore sorgt. Martin Jiranek, ehemaliges Stürmer-Ass, das neun Spielzeiten für die Ice Tigers auflief und mit ihnen 1999 und 2007 die Vizemeisterschaft feierte, soll Lorenz Funk auf der Position des Sportdirektors ablösen.

Bevor der 43-Jährige als Trainer die Löwen Frankfurt „leihweise“ durch die Play-offs der Oberliga führte, stand der Deutschkanadier hinter der Bande der EHC-80-Schülermannschaft und ist zudem aktuell als Jugendleiter im Vorstand des Nürnberger Stammvereins aktiv. „Achtzger“, Löwen, Ice Tigers – alle wollen Martin Jiranek. Wohin wird seine weitere Karriere führen?

Herr Senger, seit Samstag wird Martin Jiranek in den Medien als heißer Kandidat für den Posten des Sportdirektors der Thomas Sabo Ice Tigers gehandelt – eine Neuigkeit, die sicherlich auch nicht an Ihnen spurlos vorbeiging?

Nein, natürlich nicht. Als erstes habe ich am Samstag in der Bild-Zeitung davon gelesen. Auf diesem Weg habe ich davon erfahren. Ich selbst bin ich zu diesem Thema noch von keinem Verantwortlichen angesprochen worden – auch von Martin selbst noch nicht. Aber ich gehe davon aus, dass sich die Ice Tigers natürlich mit Martin persönlich in Verbindung gesetzt haben.

Thomas Sabo hat sich diesbezüglich noch nicht bei Ihnen gemeldet?

Zwischen Herrn Sabo und mir ist für den morgigen Dienstag ein Gespräch geplant. Hierbei soll zwar vor allem die Fortführung der Kooperation zwischen den Ice Tigers und dem EHC 80 Nürnberg besprochen werden – die Kooperation, die laut Herrn Sabo wohl sicher weiterhin bestehen wird. Aber ich denke, dass wir auch bestimmt über Martins Zukunft reden werden.

Wie haben Sie denn das „Gerücht“ aufgenommen? Ist Martin Jiranek, Ihrer Meinung nach, der richtige Mann für den Managerposten?

Also ich war nicht geschockt, als ich davon erfuhr, im Gegenteil. Ich finde, er wäre die passende Person und der richtige Mann – in vielerlei Hinsicht. Martin hatte bislang einen großen Einfluss auf unser Nachwuchskonzept. Zudem ist er DEB-Nachwuchstrainer, das kommt noch dazu. Diesen in den eigenen Reihen zu haben, damit konnten wir uns schon schmücken. Falls es also dazu kommen sollte, dass Martin den Managerposten bei den Ice Tigers übernimmt, hoffe und denke ich, dass auch wir vom EHC 80 sicherlich davon profitieren werden.

Dennoch würden die "Achtzger" gleichzeitig ihren Jugendleiter und Nachwuchstrainer verlieren.

Ja, es ist eine Situation, in der wir nach Lösungen suchen müssen. Und natürlich kommt es hierbei vor allem auf Martin an – aber eben auch auf die Ice Tigers und die Ergebnisse der Gespräche. Sicherlich werde ich versuchen, für den EHC 80 die beste Lösung zu finden. Martin hat bei uns noch einen Vertrag bis Ende nächster Saison und danach eine Option für zwei weitere Jahre. Doch mehr kann ich dazu derzeit leider nicht sagen. Fakt ist jedoch, dass ich ihn lieber hier in Nürnberg als Sportdirektor der Ice Tigers sehe als bei den Löwen in Frankfurt als Trainer.

Wann erwarten Sie Ihren Jugendleiter denn zurück? Für die Löwen Frankfurt ist die Saison ja nun beendet.

Ich habe ihn nur per SMS gefragt, wann wir denn mit ihm rechnen können. Immerhin stand er am Wochenende noch mit den Löwen Frankfurt in den Play-offs. Da wollte ich ihn nicht belästigen und mit den Neuigkeiten beunruhigen. Leider sind sie ja jetzt ausgeschieden, so dass ich sicher bald von ihm hören werde. Vielleicht können wir ja schon in den nächsten Tagen einiges klären und bereits erste Vereinbarungen treffen. Aber er soll sich jetzt erst einmal ausruhen. Dann sehen wir weiter.