Markus Kink: "Die ganze Mannschaft ist heiß"

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Er ist einer von denen, die immer alles geben, die eine ganze Saison durchgekämpft

haben und nun steht er im Finale. Markus Kink, einst ein

Riesserseer DNL-Gewächs, nun trotz seiner Jugend schon zum zweiten Mal in einem

DEL-Finale. Bei Köln endete es traumatisch mit Niederlagen, wie wird es mit

Mannheim sein? "Ach", meint Kink, noch einigermaßen gelassen,

"die Ausgangsposition ist doch eine ganz andere, mit Köln waren wir

haushohe Favoriten und sind gescheitert, mit Mannheim sind wir die

Underdogs." Vizemeister sei man, sagt er und das sei doch schon ein

Riesenerfolg.


Doch dann merkt man ihm an, dass er auf den Meistertitel brennt, wie alle

anderen. "Die ganze Mannschaft ist total heiß, wir sind unglaublich

motiviert und der Zusammenhalt ist auf einmal grandios." Die Vorrunde, die

einige gerne abhaken möchten, die aber in der Erinnerung haften bleiben wird,

sie ist für ihn eine "Vorbereitung auf die Play Offs". Aber eine

Vorbereitung, in der man alles geben sollte, das ist für den jungen Spieler überhaupt

keine Frage. Viele haben das ebenso gehalten in der blau-weiß-roten Montur,

einige nicht, es ist nicht der Zeitpunkt, das zu

analysieren. Was jetzt zählt, ist der Zusammenhalt, ist das Feuer, das

rechtzeitig brennt im Mannheimer Lager. "Jetzt geht es von Tag zu Tag",

sagt Kink, "jetzt wird mit Sicherheit jeder alles geben".


Underdog, ist das noch der richtige Ausdruck für Adler, die Löwen raugebissen

haben, Lions, die ganz oben standen und den Meistertitel mit

Zähnen und Klauen verteidigen wollten? Kink winkt bescheiden ab: "Aber wir

haben fünf Spiele gebraucht, Glück war ebenfalls dabei, und wer die Spiele der

Eisbären gesehen hat, der weiß, wie die spielen. Nein, die Berliner sind

Favoriten." Für ihn ist alles, was jetzt kommt sowieso "Zucker",

das Sahnehäubchen auf dieser Saison. Und da wäre der Meistertitel natürlich

eine Krönung, die man in Mannheim auch aus dem Grund gerne feiern würde, weil

damit der Abschied vom Friedrichspark so richtig ruhmreich würde. Kein Auswärtiger

mag es verstehen, aber das alte Gemäuer ist dick verankert in Adler-Herzen.


Kink ist nicht nur ein großartiger Spieler, er ist auch ein sympathischer

junger Mensch. Und er kann sich freuen. Über die Fans etwa. Er habe, sagt

er, ja schon mitgekriegt, wenn er mit Köln kam, wie schön es im Friedrichspark

sein könne. Aber was jetzt abginge, "das ist einfach überragend und

unglaublich. Ich bekomme beim Einlaufen jedesmal Gänsehaut."


Daumendrücken ist auch bei der Familie angesagt. Vater Schorsch Kink kommt natürlich

wieder nach Mannheim, mit ihm Riessersees Co-Coach Michael Schmidt, der Markus

durch die Zeit in der Nachwuchs-Liga sehr verbunden ist. Außerdem fiebern

landauf, landab die Garmischer mit einem der Ihren. Die anderen wie Schauer oder

Raubal sind schon aus dem DEL-Rennen, "ich bin der einzige, der noch dabei

ist", lacht Kink, "da wünschen mir natürlich auch die anderen viel

Glück." 
(Angelika von Bülow - Foto: fandome.de)


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