Marcel Goc: Checks gehören zum Eishockey dazuDer NHL-Star im Interview

Marcel Goc im Moment seiner Verletzung - Foto: Dagmar KielhornMarcel Goc im Moment seiner Verletzung - Foto: Dagmar Kielhorn
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Herr Goc, Sie haben sich beim Spiel verletzt? Wie geht es Ihnen?

Es ist wieder meine alte Sprunggelenksverletzung, die sich wieder bemerkbar macht. Was genau ist, kann ich nicht sagen. Ich muss erst einmal schauen, wie es mir morgen geht, wie sich die Verletzung entwickelt.

Kommen wir zum Thema NHL-Lockout, wie ist Ihr aktueller Stand?

Heute treffen sich die beiden Parteien wieder. Diesmal sind aber zwei außenstehende Personen dabei. Sie hören sich beide Seiten an und geben dann ihre Meinung dazu ab. Beim Football und zuletzt beim Basketball hatte es geholfen. Wir werden nun schauen ob sich da etwas tut, oder sich die Liga noch immer quer stellt.

Inwieweit sind Sie als Spieler in den Verhandlungen involviert. Sie waren im Sommer, noch vor dem Lockout bei einem Meeting in Barcelona.

Es stimmt. Im Sommer war für die Spieler in Europa ein Meeting. Die Gewerkschaft kann ja nicht in jede Stadt zu jedem Spieler reisen. Neben Barcelona war auch in Russland ein Meeting. Dort wurde erklärt wie der Stand der Dinge ist, es wurde beredet wie wir weiter fortfahren sollen. Jetzt haben wir Konferenzen-Telefonate bei jeder Mannschaft die uns auf den neuesten Stand bringen und dann schreiben wir eMails und haben eine App fürs Handy, wo immer die Neuigkeiten geladen werden.

Ganz ehrlich, hatten Sie gedacht, dass der Lockout so lange dauert? Es ist ja noch kein Ende in Sicht.

Wir hatten eigentlich bis zum letzten Tag gehofft, dass man das vor dem Lockout noch regeln kann. Aber die Besitzer waren anderer Meinung. Sie hatten ja gesagt, dass wenn kein neuer Vertrag unterschrieben ist, sie das mit dem Lockout so machen werden. Vor zweieinhalb Wochen dachten wir eigentlich, dass wir ziemlich nahe beieinander sind. Wir hatten die Zahlen durchgerechnet und ein gutes Angebot gemacht. Dann kam aber wieder ein „Nein“ und wir konnten sehen, dass wir doch noch weit auseinander sind. Es ist schwierig.

Wie sehen Sie denn als temporärer Rückkehrer die Entwicklung des Eishockeys in Deutschland?

Das Eishockey war vor über zehn Jahren, wo ich hier spielte, gut und ist noch immer gut. Durch die Regelveränderungen wurde mehr das Haken aus dem Spiel genommen, es wird mehr auf die Checks gegen den Kopf geachtet. Das Spiel ist auf jeden Fall schneller geworden. Aber sonst denke ich, die Checks gehören zum Eishockey dazu, ganz herausnehmen darf man sie nicht. Das wird manchmal doch recht kleinlich von den Schiedsrichtern beurteilt.


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