Mannheimer Sieg mit fadem Beigeschmack

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Mannheimer Adler haben mit einem 3:1 Sieg über die Kölner Hai ein fünftes und entscheidendes Spiel im Finale um die deutsche Eishockey Meisterschaft erzwungen. Vor 18.700 Zuschauern in der erneut mit Europarekord ausverkauften Kölnarena waren Dave Tomlinson (8. Minute), Wayne Hynes (39.) und Devin Edgerton (42.) die Torschützen für Mannheim, für Köln traf nur Alex Hicks (34.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Mannheim siegte nicht unverdient, weil die Adler aus halben Torchancen drei Treffer erzielten, während die überlegenen Kölner selbst aus besten Torchancen kein Kapital schlugen. Die Partie erhielt durch eine Einflussnahme der DEL Ligenleitung leider einen faden Beigeschmack.

Man muss sich das einmal vorstellen: Da liefern sich Köln und Mannheim vor

ausverkauften Häusern eine packende Finalserie und die DEL nimmt derart

Einfluss , dass der sportliche Aspekt des Spiels zur Nebensache gerät.

Zunächst sandte man ein Fax an beide Vereine, in dem das Procedere einer

möglichen Meisterfeier festgelegt wurde. Vorsorglich hatte man auch die Titel

bereits vergeben. "Deutscher Meister Köln, Vizemeister Mannheim", als stünde

dies bereits fest. "Es mag ja legitim sein, uns dies zu schicken, weil bei

uns dieser Fall tatsächlich eintreffen könnte, aber dies auch nach Mannheim

zu schicken, ist schon eine starke Motivationshilfe für die Adler", erklärte

Haie - Geschäftsführer Holger Rathke nach der Partie. Zusätzlich stellte die

DEL pünktlich zum Abschlußtraining der Adler am Spieltag noch den

Meisterpokal neben der Mannheimer Kabine auf, so dass jeder Spieler der Adler

daran vorbeilaufen konnte. "Im Sport geht es um Respekt und eine solche

Respektlosigkeit wie dieses Fax habe ich in 20 Jahren als Spieler und 7

Jahren als Trainer noch nicht erlebt", bestätigte Mannheims Trainer Bill

Stewart die Taktlosigkeit der DEL. "Beide Teams haben seit 251 Tagen hart für

dieses Ziel gearbeitet und dann passiert so etwas", schüttelte er den Kopf.

Mannheims Manager Marcus Kuhl schloss sich der Kritik an.

Kölns Trainer Rich Chernomaz beklagte noch eine Aktion von Mike Stevens, der

mit der Schlusssirene gezielt auf Kölns Stürmer Eric Bertrand losgegangen

sei, da dieser mit einer Disziplinarstrafe vorbelastet war und nun mit einer

zweiten Strafe für das Spiel am Sonntag gesperrt ist. Direkt nach dem Spiel

hatten die Adler wie schon nach dem ersten Spiel in der Kölnarena eine

Massenschlägerei angezettelt. Beide Trainer eilten aufs Eis, um die

Kampfhähne auseinander zu treiben.

Tore: 0:1 (07:13) Tomlinson, 1:1 (33:39) Hicks (Miner/Sundblad), 1:2 (38:59)

Hynes, 1:3 (41:01) Edgerton (Picard)

Strafminuten: Köln 16 + 10 Bertrand + 10 Jocher , Mannheim 32 + 10 Charron +

10 Pasco


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Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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Straubing Tigers Straubing
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Löwen Frankfurt Frankfurt
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