Mannheim siegt nach Anlaufschwierigkeiten gegen NürnbergSpielwende nach Spieldauerstrafe für Ramoser

Adler Mannheim gewinnt auch das vierte Aufeinandertreffen der Saison gegen Nürnberg. (Hockeyweb / Timo Helfrich)Adler Mannheim gewinnt auch das vierte Aufeinandertreffen der Saison gegen Nürnberg. (Hockeyweb / Timo Helfrich)
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Adler Mannheim - Nürnberg Ice Tigers 5:1 (0:1, 3:0, 2:0)

Zuschauer: 11.309

Bereits am Donnerstagabend fand die Partie vom 44. Spieltag zwischen den Adler Mannheim und Nürnberg Ice Tigers statt. Sowohl für Mannheim (2. Platz) mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Red Bull München und nur drei Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten Straubing, als auch für Nürnberg (9. Platz) im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation, stand viel auf dem Spiel. Bereits nach 15 Sekunden gab David Wolf einen ersten Warnschuss für die Gastgeber ab - Gäste-Torhüter Niklas Treutle war jedoch von Beginn an hellwach. Die erste Strafe (2.) zogen die Adler nach einem Beinstellen von Denis Reul und bescherten Nürnberg so die erste Überzahlmöglichkeit. Die Ice Tigers ließen den Puck gut zirkulieren, jedoch stand die Box der Adler gut und verhinderte so gute Chancen. Im Anschluss boten beide Teams bei 5-gegen-5 viele Abspielfehler, wodurch wenig anschauliches Eishockey zustande kam. Zu Mitte des ersten Abschnitts hatte Nürnberg durch Stürmer Jack Skille per Direktschuss und Joachim Ramoser (10.) per Alleingang gute Chancen zur Führung, scheiterten jedoch am gut reagierenden Adler-Torhüter Dennis Endras. Auf der Gegenseite versuchte es Brent Raedeke (12.) per Bauerntrick. Christopher Summers stoppte in der 13. Minute Gegenspieler Tim Stützle regelwidrig und musste wegen Behinderung auf die Strafbank. Mannheim hatte Probleme das Powerplay aufzuziehen, verlor die Scheibe im Angriffsdrittel an der blauen Linie und Christopher Brown (14.) wurde auf die Reise geschickt, der mit einem tollen Move um die eigene Achse zunächst Adler-Verteidiger Mark Katic vernaschte und per Rückhand Dennis Endras zum 0:1 tunnelte. Mannheim hatte auch im Anschluss weiter Schwierigkeiten und rettete sich mit viel Mühe in die erste Drittelpause. Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Gäste aus Nürnberg etwas mehr vom Spiel bis Joachim Ramoser (25.) seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies und für Fünf-Plus-Spieldauer nach Foul an Brent Raedeke wegen Check gegen den Kopf zum Duschen musste. Mannheim ließ sich nicht lange bitten und glich durch Matthias Plachta (26.) per Schlagschuss auf Zuspiel von Joonas Lehtivuori und Tim Stützle zum 1:1 aus. Fast hätte Nürnberg das zweite Tor an diesem Abend in Unterzahl erzielt, als Andreas Eder alleine auf Endras zusteuerte, der Adler-Keeper jedoch stark mit der Fanghand reagierte. Fünf Sekunden vor Ablauf der fünfminütigen Überzahl (30.) spielte David Wolf einen schönen Pass in den Slot zu Borna Rendulic, der trocken zum 2:1 für die Adler vollendete. Das 3:1 durch Matthias Plachta (36.) wurde zunächst nicht anerkannt, da der Puck zu schnell von dem hinteren Quergestänge des Tores wieder zurückflog. Erst nach Studie des Videobeweises gaben die Unparteiischen den Treffer und Mannheim ging mit einem 2-Tore-Vorsprung in die letzte Pause. Die Gastgeber kamen nun mit deutlich mehr Selbstvertrauen aus der Kabine und erhöhten in der 42. Minute durch den zweiten Treffer von Borna Rendulic auf 4:1. Mit nun 23 Saisontoren übernimmt der Kroate die Führung in der DEL-Torjägerwertung. Andrew Desjardins setzte in der 52. Minute den Schlusspunkt zum 5:1. Danach war der Arbeitstag von Gäste-Torhüter Treutle beendet und Backup Jonas Langmann wechselte zwischen die Pfosten. Da keine weiteren Tore mehr fallen sollten, blieb es beim 5:1. Nürnberg spielte zunächst stark und setzte die Adler unter Druck. Mit der fünfminütigen Unterzahl zu Beginn des zweiten Drittels brachten sich allerdings die Gäste aus dem Tritt und Mannheim zurück in das Spiel. Am Ende holt Mannheim drei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze und gastiert am kommenden Sonntag bei den Eisbären Berlin, bevor am Dienstag das Topspiel vor eigenen Kulisse gegen Red Bull München ansteht. Nürnberg muss das positive aus dem Spiel für den Schlussspurt mitnehmen und empfängt am Sonntag Schlusslicht Schwenningen.