Mannheim ist in den Play-offs angekommenMannheim – Nürnberg 6:1

Kai Hospelt erzielte bereits durch das 2:0 das Game Winning Goal. (Foto: Imago)Kai Hospelt erzielte bereits durch das 2:0 das Game Winning Goal. (Foto: Imago)
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Als Garanten für den Erfolg neben Dennis Endras sind die Special Teams der Mannheimer zu nennen. Das erste Tor gelang bei Vier gegen Vier, der letzte Treffer des Spiels war sogar ein Überzahltreffer.

Hauptsächlich sind damit aber die Unterzahlformationen der Adler gemeint. Nicht nur, dass sie als Sahnehäubchen das 4:1 (Marcus Kink) mit einem Mann weniger auf dem Eis erzielten, sie sorgten bei zehn Zwei-Minuten-Strafen (zum Teil waren sie damit in doppelter Unterzahl), die von den auffallend einseitig pfeifenden Schiedsrichten verhängt wurden, dafür, dass nichts anbrannte. Die sonst so guten Überzahlformationen der Nürnberger konnten daraus kein nennenswertes Kapital schlagen. Ein Tor, das einzige überhaupt an diesem Nachmittag für vor allem gegen Ende des Spiels müde wirkende Nürnberger, gelang Patrick Reimer bei angezeigter Strafzeit.

Ein weiterer Punkt war eine Spielerrochade bei den Adlern. Für den aussetzenden Martin Buchwieser kam Frank Mauer in die Reihe mit Jochen Hecht und Christoph Ullmann, Ronny Arendt wechselte zu Jamie Tardif und Andrew Joudrey, Markus Kink komplettierte dafür die Reihe um Brandon Yip und Glen Metropolit. Diese Umstellungen waren dann vielleicht nicht mehr die Reihen, die nach Meinung des Trainerstabes der Adler den Ice Tigers die meisten Schwierigkeiten bescherten, dem Adler-Spiel taten sie aber gut und die Last bzw. Freude des Toreschießens blieb diesmal nicht nur auf die bisher beste Reihe der Adler um Kai Hospelt, Matthias Plachta und Jon Rheault beschränkt (sie erzielten das 2:0 und damit das Game Winning Goal).

Frank Mauer fügte sich mit einem Tor und einem Assist prächtig ein und brachte spürbaren Schwung in „seine“ Formation, Glen Metropolit, jetzt mit zwei Bewachern unterwegs, wirkte wesentlich konzentrierter und play-off-affiner als bisher, er steuerte ebenfalls neben ein paar saftigen Checks nicht nur Strafzeiten, sondern auch ein Tor und ein Assist zum Sieg bei. Zu guter Letzt sei erwähnt, dass heute die zwei ersten Verteidigertore in dieser Serie fielen, Sinan Akdag (1:0) und Daniel Richmond (6:1) waren so freundlich. Einziger Wermutstropfen für die Adler heute: Jamie Tardif schied verletzt aus und kehrte nach dem ersten Drittel nicht mehr auf die Spielerbank zurück.

Können die Adler die Form des heutigen Tags konservieren, ist ihnen am kommenden Dienstag ein Erfolg bei den heimstarken Nürnbergern zuzutrauen.

Tore:
1:0 (08:17) Sinan Akdag (Jochen Hecht, Kurtis Foster)
2:0 (14:00) Kai Hospelt (Matthias Plachta, Jonathan Rheault)
2:1 (15:00) Patrick Reimer (Steven Reinprecht, Yasin Ehliz/EA)
3:1 (27:08) Glen Metropolit (Marcus Kink, Nikolai Goc)
4:1 (29:12) Marcus Kink (Andrew Joudrey, Sinan Akdag/4-5, EA)
5:1 (49:54) Frank Mauer (Christoph Ullmann)
6:1 (56:43) Daniel Richmond (Frank Mauer, Glen Metropolit/5-4)

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek / Willi Schimm
Strafen: Mannheim 24, Nürnberg 14
Zuschauer: 13.600