Mannheim in toller Partie etwas glücklicher

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ein Spiel, das Appetit auf die Saison macht. In einer schnellen und interessanten Partie, die mit ihrer Spannung zum Schluss schon fast Play-off-Niveau erreichte, gewannen die Adler Mannheim bei der Düsseldorfer EG mit 3:2 nach Penaltyschießen. Der entscheidende Treffer gelang Francois Methot (Foto by City-Press), dessen Strafschuss Jamie Storr unglücklich durch die Schoner rutschte. Der DEG wurde vor der nicht befriedigenden Kulisse von 7189 Zuschauern zum Verhängnis, dass sie im ersten Abschnitt ihre Möglichkeiten beim Überzahlspiel nicht verwerten konnte. Allerdings hätte nach dieser Begegnung keine der beiden Mannschaften null Punkte verdient gehabt. Daher war DEG-Trainer Harold Kreis auch trotz der Niederlage nicht unzufrieden. "Wir haben uns nach beiden Gegentoren nicht hängen lassen", ist der

49-jährige für das in zwei Tagen anstehende Derby gegen die Kölner Haie.


Die DEG legte los wie die Feuerwehr und hatte schon nach wenigen Sekunden durch Adam Courchaine die Riesenchance, früh in Führung zu gehen. Doch der Zugang von den Füchsen aus Duisburg schaufelte die von Patrick Reimer glänzend aufgelegte Scheibe über das Gehäuse von Fredrick Brathwaite. Dessen

Kollege Jamie Storr wurde im Gegenzug kalt erwischt, als René Corbet den am Boden liegenden Kanadier mit einem Lupfer überlistete und den sechsfachen Meister so nach 50 Sekunden in Front brachte. Was die Hausherren aber nicht sonderlich beeindruckte. Die zogen ein Kombinationspiel auf, das die eigenen Anhänger zu Szenenapplaus veranlasste und dem der Gegner aus der Kurpfalz nur mit Regelwidrigkeiten begegnen konnte. Es hagelte insgesamt 20 Strafminuten für die Adler, doch das Manko der DEG war, dass sie es nicht verstand, ihre Überzahl zu mehr als dem Ausgleich durch Shane Joseph in der 15. Minute nutzen zu können. Dennoch waren die Fans der Rot-Gelben, unter ihnen auch der ehemalige Spieler Sepp Reif, der im Rather Dome seinen 70. Geburtstag feierte, sehr angetan vom Spiel ihrer Mannschaft.


Dass das zweite Drittel dann an Dynamik verlor, lag zum einen an einer verbesserten Disziplin der Mannheimer, zum anderen wollte sich die DEG noch Kräfte aufsparen. Das Spiel blieb zwar schnell, aber nicht mehr so kraftvoll. Große Chancen waren Mangelware. Lediglich Francois Methot, der nach einem schweren Puckverlust von Ryan Caldwell alleine auf das Düsseldorfer Tor zusteuerte, dort aber seinen Meister in Jamie Storr fand und auf der anderen Seite Ryan Ramsay besaßen klare Einschussmöglichkeiten.

Eben jener Ryan Ramsay war es dann, der in der 51. Minute die Scheibe nicht konsequent aus dem eigenen Drittel beförderte. Marcus Kink sagte danke und jagte den Puck aus spitzem Winkel zur Überraschung aller zum 2:1 für Mannheim in den Winkel. Die DEG schien schon um den Lohn ihrer Arbeit

gebracht, doch Patrick Reimer gelang vier Sekunden vor Schluß das viel bejubelte 2:2, das völlig verdient zumindest einen Zähler sicherte.

Thomas Schulz



DEG - Adler Mannheim n.P.2:3 (1:1/0:0/1:1)

Aufstellung DEG


Tor: Storr (Linda)


Abwehr: Holzer, Hedlund - Bazany, Caldwell - Nowak, Harrington


Angriff: Courchaine, Collins, Patrick Reimer - Joseph, Reid, Ramsay - Kreutzer, Tutschek, Schietzold - Carciola, Boon, Hinterstocker




Aufstellung Mannheim


Tor: Brathwaite (Aus den Birken)


Abwehr: Butenschön, Trepanier - Petermann, McGillis - Sloan, Bouchard - Brückner, Peter Abstreiter


Angriff: Jaspers, Methot, Corbet - Girard, Forbes, King - Martinec, Michael Hackert, Arendt - Kink, Flache, Mauer


Schiedsrichter: Roland Aumüller (Planegg-Würmtal)



Zuschauer: 7189


Tore: 0:1 (0.50) Corbet (Jaspers, Bouchard), 1:1 (14.50) Joseph

(Hedlund/5-3); 1:2 (50.09) Kink (Trepanier, Arendt), 2:2 (59.56) Patrick

Reimer (Courchaine, Hedlund/6-5); 2:3 (65.00) Methot (Penalty)





Strafzeiten: DEG 14 - Mannheim 20 + 10 (Forbes)


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