Mannheim holt Dreier in Wolfsburg - München feiert TorfestivalDEL-Zusammenfassung

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Treffer satt in der DEL! Am 19. Spieltag kam es zu teilweise rauschenden Torfestivals sowie individuellen Duftmarken: Besonders der EHC Red Bull München machte mit einem 8:1 (1:0, 6:1, 1:0)-Sieg bei den Schwenninger Wild Wings ein Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. "Bullen"-Stürmer Alexander Barta gehörte mit einem Hattrick und einer Vorlage zu den Garanten des Erfolgs der Isarstädter. Unbeeindruckt davon zeigte sich auch Tobias Wörle, der beim 6:1 (2:0, 2:0, 2:1)-Erfolg seiner Straubing Tigers in Düsseldorf ebenfalls dreifach "netzte". Das Topspiel zwischen den Grizzly Adams Wolfsburg und den Adlern aus Mannheim stand lange auf Messers Schneide. Die Adler setzten sich nach hartem Kampf mit 5:2 (2:2, 0:0, 3:0) bei den Niedersachsen durch.

Bereits in den ersten vier Nachmittagsspielen ging es teilweise spektakulär zu. Besonders in Berlin, denn die Eisbären haben das erste Spielwochenende nach der Deutschland Cup-Pause mit einem dicken Ausrufezeichen beendet. Zwei Tage nach dem 4:2-Sieg über die Adler Mannheim ließ der Deutsche Meister auch im zweiten Topspiel vor eigenem Publikum gegen die Thomas Sabo Ice Tigers nichts anbrennen und feierte einen deutlichen 6:1 (3:0, 3:1, 0:0)-Erfolg. Bei den Haien aus Köln gab es ebenfalls einen Heimspiel-Doppelpack - und einen erfolgreichen dazu: Denn gegen die Iserlohn Roosters gelang KEC-Keeper Danny Aus den Birken nicht nur ein "Shutout", der Schlussmann verbuchte beim 2:0 (0:0, 2:0, 0:0) sogar einen Scorerpunkt. Die Hamburg Freezers vermiesten ihrem Ex-Spieler Patrick Köppchen dessen Rückkehr an die Elbe. Mit 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) nach Verlängerung setzten sich die Nordlichter gegen den ERC Ingolstadt durch. Augsburg hat den Dreh nach der internationalen Pause noch nicht bekommen. Gegen Krefeld setzte es eine 3:4 (1:1, 1:1, 1:2)-Niederlage im Curt-Frenzel-Stadion.

Grizzly Adams Wolfsburg – Adler Mannheim 2:5 (2:2, 0:0, 0:3)

2.414 Zuschauer in der Wolfsburger Arena hatten noch gar nicht richtig Platz genommen, da klingelte es schon doppelt. Norm Milley nach nur 35 Sekunden und Martin Buchwieser nach nur 53 Sekunden hatten jeweils für ihre Teams getroffen und so für einen furiosen Auftakt gesorgt. So sollte es weiter gehen: Gerrit Fausers erneuter Führungstreffer für Wolfsburg konterte Jon Rheault. Dass es im zweiten Abschnitt keine Tore gab, lag besonders an den beiden Keepern Sebastian Vogl (Wolfsburg) und Dennis Endras (Mannheim) lag. Steven Wagner per Gewaltschuss nach Bullygewinn von Marcus Kink sorgte für die erste Führung der Adler kurz nach Beginn des Schlussabschnitts. Wolfsburg probierte alles, aber am Ende waren es Jochen Hecht und Frank Mauer, die innerhalb von einer Minute die Partie entscheiden sollten. "Das war ein hart umkämpftes Spiel, wir sind sehr glücklich. Es war die richtige Antwort auf die Niederlage am Freitag", sagte Kink.

Tore: 1:0 Norm Milley (0:35), 1:1 Martin Buchwieser (0:53), 2:1 Gerrit Fauser (4:06), 2:2 Jon Rheault (18:27), 2:3 Steven Wagner (42:19), 2:4 Jochen Hecht (58:09), 2:5 Frank Mauer (59:06/PP1)
Zuschauer: 2.414

Schwenninger Wild Wings – EHC Red Bull München 1:8 (0:1, 1:6, 0:1)

Heiß und kalt! Die Schwenninger Wild Wings zeigten am Wochenende zwei Gesichter, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Erst der 5:3-Sieg in Iserlohn, heute dann eine hohe 1:8-Heimniederlage gegen den EHC Red Bull München. Den Torreigen für die Gäste aus Bayern eröffnete Alexander Barta nach nur 17 gespielten Sekunden. Doch erst der zweite Abschnitt sollte spektakulär werden, zumindest aus Sicht der „Bullen“: Quasi im Minutentakt zwischen der 23. und 28. Minute trafen die Münchener fünf Mal. Schwenningens Philipp Schlager betrieb Ergebniskosmetik. Aber nur kurz, denn die Isarstädter legten erneut zwei Tore nach. Im Schlussdrittel ging es dann ruhiger zu. Sean O`Connor setzte mit dem achten Münchener Treffer den Schlusspunkt. Barta erzielte nicht nur drei Tore, sondern auch noch einen Assist und war mit vier Scorerpunkten maßgeblich am Sieg beteiigt.

Tore: 0:1 Alexander Barta (0:17), 0:2 Daniel Sparre (22:47), 0:3 Alexander Barta (24:12), 0:4 Matt Smaby (24:35), 0:5 Sean O´ Connor (25:47/PP1), 0:6 Alexander Barta (27:35), 1:6 Philip Schlager (31:45), 1:7 Darren Haydar (33:46), 1:8 Sean O`Connor (48:19)
Zuschauer: 5.764

Düsseldorfer EG – Straubing Tigers 1:6 (0:2, 0:2, 1:2)

Für die Düsseldorfer EG ist der Ausfall von fünf Stammspielern einfach nicht zu kompensieren.  Das merkte man auch am Sonntag gegen Straubing, das sich locker den Sieg aus Düsseldorf schnappte. Zudem musste DEG-Kapitän Daniel Kreutzer mit einer Spieldauerstrafe vom Eis. Besonders der Straubinger Tobias Wörle trumpfte groß auf. Der Stürmer feierte einen Dreierpack, während der Torjäger vom Dienst, Blaine Down, „nur“ doppelt knipste. Den einzigen Treffer für die DEG erzielte Zanetti beim Stande von 0:6 im Powerplay.  Es war der höchste Saisonsieg für Straubing.

Tore: 0:1 Tobias Wörle (4:42), 0:2 Blaine Down (9:46/PP1), 0:3 Carsen Germyn (21:59), 0:4 Tobias Wörle (33:50), 0:5 Tobias Wörle (41:37), 0:6 Blaine Down (42:28), 1:6 Marc-Anthony Zanetti (55:53/PP1)
Zuschauer: 3.553

Kölner Haie – Iserlohn Roosters 2:0 (0:0, 2:0, 0:0)

Die 11.355 Fans in der Kölner LANXESS arena sahen im ersten Abschnitt ein Duell auf Augenhöhe zwischen den heimischen Haien und den Roosters aus Iserlohn. Das NRW-Derby nahm ab dem zweiten Abschnitt an Fahrt auf. Grund dafür waren die beiden Treffer des KEC. Chris Minard hämmerte das Spielgerät humorlos in den Knick, wenig später nutzte der im Slot freistehende Björn Krupp einen Traumpass von Marcel Müller zum 2:0. Iserlohn probierte in der Folgezeit alles, doch alle weiteren Versuche landeten bei Danny Aus den Birken im Kasten der Kölner, die ihrerseits mehrfach für die Vorentscheidung hätten sorgen können. Apropos Aus den Birken: Der Nationalkeeper feierte nicht nur einen „Shutout“, sondern leistete sogar die Vorarbeit zum Führungstreffer von Minard.

Tore: 1:0 Chris Minard (23:42), Björn Krupp (25:02)
Zuschauer: 11.355

Hamburg Freezers – ERC Ingolstadt (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) OT

Besonders Patrick Köppchen hatte sich auf die Rückkehr nach Hamburg Freezers gefreut. Der Verteidiger in Diensten des ERC Ingolstadt spielte drei Jahre lang an der Elbe, wurde von den Fans in der Hansestadt freundlich begrüßt – und fand sich gleich mal auf der Strafbank wieder. Was Köppchen verkraften konnte, da die Panther zu diesem Zeitpunkt bereits mit 1:0 durch den Treffer von Derek Hahn in Front lagen. Allerdings dauerte es im zweiten Durchgang nur 57 Sekunden, da nutzte Jerome Flaake den sich bietenden Freiraum zum 1:1-Ausgleich. Die Partie blieb zwar spannend, Tore wollten in der regulären Spielzeit aber nicht mehr fallen. In der Overtime war es dann soweit: Morton Madsen setzten den Schlusspunkt unter eine ausgeglichene Partie.

Tore: 0:1 Derek Hahn (10:51), 1:1 Jerome Flaake (20:57), Morton Madsen (61:47)
Zuschauer: 6.467

Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers 6:1 (3:0, 3:1, 0:0)

Knapp über fünf Minuten waren gespielt, da lagen die Eisbären gegen Nürnberg durch Rankel und Tallackson bereits mit zwei Toren in Front. Das 3:0 von Laurin Braun ließ nicht lange auf sich warten, ehe zumindest Steven Reinprecht für die Gäste treffen konnte. Was die Berliner zu bösen Angriffen verleitete. Christensen, Borer und Lalonde schraubten das Ergebnis nach 40 Minuten auf 6:1. Das sollte es gewesen sein. Im Schlussdurchgang nahmen die Berliner das Tempo raus und Nürnberg hatte nichts mehr entgegen zu setzen. 12.700 Fans in der O2 World feierten das Eisbären-Team  noch lange nach der Schlusssirene.  

Tore: 1:0 André Rankel (4:33/PP1), 2:0 Barry Tallackson (5:05/SH1), 3:0 Laurin Braun (13:41), 3:1 Steven Reinprecht (25:59), 4:1 Mads Christensen (27:42), 5:1 Casey Borer (28:55), 6:1 Shawn Lalonde (34:10/SH1)
Zuschauer: 12.700

Augsburger Panther – Krefeld Pinguine 3:4 (1:1, 1:1, 1:2)

Adam Courchaine hatten die Pinguine in Front geschossen. Der Jubel allerdings fiel kurz aus: Brett Breitkreuz schaffte nur knapp 30 Sekunden später den Ausgleich. Ryan Baydas Führungstreffer für den AEV konterte der KEV mit dem Tor von Roland Verwey. Wie schon Courchaine traf auch dessen Teamkamerad Verwey in Unterzahl. Zum Verhängnis wurde den Krefelder dann zunächst eine Spieldauerstrafe gegen Francois Methot, der in seinem zweiten Saisonspiel frühzeitig duschen musste. Ivan Ciernik sagte in doppelter Überzahl danke. Was die Pinguine nicht auf sich sitzen lassen wollten. Mark Voakes egalisierte erneut. Die Gäste erhöhten danach den Druck und wurden belohnt: Andreas Driendl gelang das 4:3 aus Sicht der Schwarz-Gelben. Mehr sollte nicht mehr passieren.

Tore: 0:1 Adam Courchaine (10:22/SH1), 1:1 Brett Breitkreuz (11:04), 2:1 Ryan Bayda (22:52), 2:2 Roland Verwey (32:34/SH1), 3:2 Ivan Ciernik (41:10/PP2), 3:3 Mark Voakes (52:34), 3:4 Andreas Driendl (56:26)
Zuschauer: 4.534

Die Ergebnisse des 19. DEL-Spieltags im Überblick:

Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers 6:1 (3:0, 3:1, 0:0)
Kölner Haie – Iserlohn Roosters 2:0 (0:0, 2:0, 0:0)
Augsburger Panther – Krefeld Pinguine 3:4 (1:1, 1:1, 1:2)
Hamburg Freezers – ERC Ingolstadt (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) OT
Schwenninger Wild Wings – EHC Red Bull München 1:8 (0:1, 1:6, 0:1)
Düsseldorfer EG – Straubing Tigers 1:6 (0:2, 0:2, 1:2)
Grizzly Adams Wolfsburg – Adler Mannheim 2:5 (2:2, 0:0, 0:3)

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