Mannheim hält den AnschlussMannheim - Straubing 4:3 n.V.

Chris Lee erzielte den Siegtreffer für die Adler. (Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de)Chris Lee erzielte den Siegtreffer für die Adler. (Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de)
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Nur wenige Sekunden vergingen, da wurde Barry Brust im Tor der Tigers das erste Mal geprüft und Straubing schien noch nicht in die Partie gefunden zu haben. Nicht einmal 90 Sekunden nach dem ersten Bully Jubel auf der Bank der Adler, als Ronny Arendt den Schuss von Niki Goc entscheidend abfälschen konnte. Doch auch nach der frühen Führung steckten die Gastgeber nicht zurück, sondern erspielten sich weitere, hochkarätige Chancen. Erst nach rund fünf Minuten musste Freddy Brathwaite nach einer kleinen Unkonzentriertheit seiner Verteidiger das erste Mal eingreifen. In Folge dessen dann die Gastgeber in Überzahl, in welcher Brust alle Hände voll zu tun hatte. Auch nachdem Straubing wieder mit fünf Mann auf dem Eis agieren durfte blieb Mannheim am Drücker und bestimmte das Geschehen, ohne aber die hundertprozentigen Chancen zu nutzen. So blieb nicht nur eine 2:1-Situation von Arendt und Mauer ohne Erfolg, auch Dimitrakos scheiterte im Laufe des ersten Drittels am Tigers-Goalie. Erst gegen Ende der ersten 20 Minuten fanden die Gäste besser in die Partie, zumal Denis Reul auf Grund von Haken die letzten Minuten auf der Strafbank verbringen durfte. Allerdings war Brathwaite zur Stelle und so ging es für die Schützlinge von Harold Kreis mit einer 1:0-Führung in die Kabine.

Eben jener Brathwaite war es, der nach der Pause auf Grund einer Knöchelverletzung auf der Bank Platz nahm und so Felix Brückmann ins Spiel eingreifen durfte. Dieser machte seinen Job auch einige Minuten lang gut, ehe Straubing den langen Wechselweg der Adler ausnutze und durch Matthew Hussey und dem Innenpfosten zum Ausgleich kam. Langsam, aber sicher schien Straubing in Mannheim angekommen zu sein, und die Gastgeber gaben ihr Bestes dazu, um den Tigers hochkarätige Chancen zu ermöglichen. Als dann Mannheim erneut in Unterzahl agieren musste, war Brückmann nach einem Fehler von Belle erneut geschlagen und Straubing hatte die Partie binnen weniger Minuten gedreht. Man ließ alle guten Ansätze aus dem ersten Drittel vermissen und kam nur noch sehr selten zu lukrativen Chancen, die Brust aber alle vereiteln können. Brückmann war es zu verdanken, dass erst rund vier Minuten vor der Sirene der dritte Treffer für Straubing fiel. Nachdem Karl Stewart die Scheibe in der Zone der Adler, die gerade in der Vorwärtsbewegung waren, halten konnte und das Auge für René Röthke hatte. Dieser hatte keine Mühe, den Puck über Brückmanns Schulter ins lange Eck zu setzen. Anschließend kamen die Gastgeber zu ihrer dritten Überzahl-Situation im Spiel, in der Adam Mitchell nach Vorlage von Lehoux und Lee kurz vor der Sirene auf 3:2 verkürzen konnte.

Dass die Adler im zweiten Drittel kaum präsent waren erkannte auch das Trainergespann und so gab Mike Schmidt vor dem Bully die Marschroute vor: Wieder Schlittschuhlaufen und körperbetont spielen. Es scheint, als hätten er und Kreis die richtigen Worte gefunden, denn Mannheim nahm das Ruder in die Hand und wurde wieder die aktivere Mannschaft. Eine doppelte Überzahl in der 52. Spielminute spielte Mannheim und vor allem Chris Lee in die Karten, der den Puck durch Freund und Feind im Tor von Brust unterbrachte. Es sollte das letzte Tor der regulären Spielzeit bleiben, denn sowohl Brückmann, als auch Brust ließen keine weiteren Treffer mehr zu. Auch in der Verlängerung blieben die Adler die spielbestimmende Mannschaft, scheiterten aber wieder ein ums andere Mal an Brust. Auch die versehentlich eingespielte Torsirene nach zwei Minuten brachte keinen Erfolg, denn Frank Mauer traf nur die Latte. 30 Sekunden vor Ende schlug jedoch erneut Chris Lee zu und markierte mit seinem zweiten Treffer des Abends den 4:3-Endstand.

Am Ende habe man verdient gewonnen, gab Harold Kreis im Rahmen der Pressekonferenz nach dem Spiel an, bemängelte im selben Atemzug aber auch die magere Torausbeute aus dem ersten Spielabschnitt. Vorrausschauend warnte Kreis auch gleich vor dem nächsten Gegner der Adler, Nürnberg. Nürnberg habe eine starke Entwicklung hingelegt und viel Selbstvertrauen getankt, so der Kanadier. Ob er dabei auf Freddy Brathwaite, der seit Anfang November das Adler-Tor ohne Unterbrechung gehütet hat, zurückgreifen kann bleibt abzuwarten.


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