Mannheim Arena: Der Grundstein ist gelegt

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
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Sascha Goc stand geduldig in der Kälte und wartete auf seinen Auftritt. Der Kapitän der Mannheimer Adler gehörte zu jenen Auserwählten, die gestern bei der Grundsteinlegung in Mannheim der neuen Arena gute Wünsche mit auf den Weg geben durften. Ehrensache, dass der redegewandte Spieler vor allem auch auf viele Meisterschaften seiner Adler setzte. Zur Unterstützung hatte er zwei mitgebracht, die gerade ihre Verträge verlängert haben und darauf hoffen, im Herbst 2005 in der neuen Prachthalle spielen zu können: Michael Bakos und Tomas Martinec.

Sportmanager Marcus Kuhl setzte ebenfalls ein Zeichen mit seinen guten Wünschen, er hofft auf viele gute Jahre. Nicht, dass die Adler klagen könnten, konstant spielen sie seit langem an der Spitze mit, haben Meisterschaften eingefahren, sind Vize geworden, nennen den Pokal ihr eigen. Nein, die Fans in der Kurpfalz gehören auf diesem Gebiet zu den Verwöhntesten überhaupt. Dennoch: Über Weihnachten hat Kuhl über einiges nachzudenken: Verträge laufen aus, man muss vorplanen für die sportliche Zukunft, kein leichtes Los, das ein Sportmanager bisweilen zu tragen hat. Immer an der Spitze mitmischen zu müssen - und das erwartet man in Adler-Kreisen - ist eine schwere Bürde. Gespannt wartet man darauf, welche neuen Weichen die Adler, immer gut für eine Vorreiterrolle, wie sie eindrucksvoll beim Jungadler-Projekt beweisen, stellen wollen. Eines verriet Kuhl jetzt schon mal am Rande: Es werden immer wieder junge deutsche Spieler eingebaut, ein Ziel, das auch Dietmar Hopp an diesem Tage ganz klar formulierte. Er möchte, dass die Fans der Region sich mit Spielern aus der Region identifizieren können.

Sonnenschein herrschte an diesem eher grauen Tag auf den Gesichtern, denn das Gericht hatte just an diesem Morgen die Klage der Arena-Gegner in allen Belangen zurückgewiesen. Dem Bau steht nichts mehr im Weg, zügig soll die Konstruktion jetzt hochgezogen werden, bei einem kleinen Rundgang konnten sich die Journalisten schon mal zeigen lassen, was wohin kommt. Trotz der herrschenden Rechtsunsicherheit hat sich schon einiges getan auf der Baustelle. Ohne zwei Männer wäre das alles nicht möglich: Dietmar und Daniel Hopp, Adler-Gesellschafter, Geldgeber für die Arena, Investoren, Betreiber, alles in einem. Mannheims Oberbürgermeister Gerhard Widder bezeichnete die Familie Hopp als reinen Glücksfall für die Region. Die Halle finanzieren die Hopps, die Stadt kauft sie innerhalb von 30 Jahren zurück, ohne Zinsen zu verlangen. Was das Stadtoberhaupt zu reinem Begeisterungstaumel hinriss, so eine Chance bekomme man im Leben nur einmal. Ganz klar machte Widder, dass das Profieishockey in Mannheim tot gewesen wäre, wenn die Hopps sich nicht derart eingesetzt hätten. Das bestätigte auch Dietmar Hopp: Als sein Sohn und er die Adler vorm finanziellen Absturz gerettet hätten, sei ihnen bald klar geworden, dass im alten Stadion am Friedrichspark keine Zukunft gelegen hätte. Wichtig ist allen Beteiligten, dass die Halle nicht nur für Eishockey genutzt wird, sie soll vielmehr als Veranstaltungsort für die gesamte Region dienen und Events nach Mannheim holen, die sonst an der Kommune vorbeigegangen wären. Widder betonte außerdem die Impulse für die Bauwirtschaft, die Schaffung von Arbeitsplätzen, eminent wichtige Dinge in der heutigen Zeit.

Vor der Grundsteinlegung durften einige noch ihre guten Wünsche mit auf den Hallenweg geben. Dietmar und Daniel Hopp an allererster Stelle, wobei der Senior auf ewige Sonne über der Arena hoffte, der Sohn die Hoffnung auf viele Adler-Meisterschaften aussprach und dafür beklatscht wurde. Dann kamen die Bürgermeister an die Reihe, vier Mann und eine Frau waren anmarschiert, etliche Stadträte im Schlepptau. Die Männer klopften auf den Grundstein, die Frau im Dezernentengremium lächelte lieblich dazu. Adler-Geschäftsführer Matthias Binder brachte den letzten Spruch an. Er möchte, dass die Arena eine uneinnehmbare Festung für die Adler wird. Da konnten Bakos, Goc und Martinec nur zustimmen, sie wollen ihren Teil dazu beitragen. (AvB)


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