Lukas Lang: „Endlich zu Hause“Nürnberg – Krefeld 1:2

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Zum ersten Mal in dieser Hauptrunde stand der 27-Jährige zwischen den Krefelder Pfosten und führte seine Mannschaft auch gleich zum Sieg. Zum Verzweifeln brachte er die Franken, die von der ersten Minute an Druck auf den ehemaligen "Eistiger" ausübten – aber nur einmal überwinden konnten. „Jetzt wurde er für sein hartes Training belohnt“, lobt Trainer Rick Adduono den Torwart, der diese Spielzeit in die großen Fußstapfen seines Vaters trat. Zehn Jahre hatte Karel Lang zwischen 1991 und 2001 den KEV-Kasten gehütet. Und kein anderer Goalie in der Seidenstadt durfte anschließend die Nummer 1 auf dem Trikot tragen – bis der Sohnemann kam. „Das macht mich sehr stolz“, leuchten Lukas' Augen. „Ich habe mir immer gewünscht, für Krefeld zu spielen, weil mein Papa hier so lange war. Jetzt bin ich endlich zu Hause!“

Siegreiche Rückkehr ins Frankenland

Doch warum hat es so lange mit einem Engagement bei den Schwarz-Gelben gedauert? „Das weiß ich auch nicht“, lacht Lang, „irgendwie kam immer etwas dazwischen. Einmal hat es fast geklappt, aber dann kam Mannheim.“ Von 2009 bis 2011 lief er für die Adler auf, 2004 bis 2007 stand Lang im Tor der Ice Tigers. 24 Spiele absolvierte der Keeper für die Nürnberger und er kommt immer wieder gerne in die Frankenmetropole. „Ich hab' damals nicht nur Eishockey gespielt, sondern bin hier auch zur Schule gegangen. Dadurch habe ich viele Leute kennengelernt.“ Und die gönnen ihm nun seinen Triumph in der Ex-Heimat, obwohl sie natürlich gerne einen Nürnberger Sieg erlebt hätten.

„Energie hat gefehlt“

Es sollte an diesem Abend aber nicht sein. Entweder machte der KEV-Goalie dem Spitzenreiter einen Strich durch die Rechnung oder das Team von Tray Tuomie verfehlte den gegnerischen Kasten. Der Ice-Tigers-Cheftrainer weiß um die Möglichkeiten seiner Jungs und deren Chance, das Spiel zu gewinnen, „jedoch hat heute etwas die Energie gefehlt.“ Dabei gingen die Nürnberger dank Daniel Piettas Fünf-Minuten-plus-Spieldauer-Strafe (unkorrekter Körperangriff) zunächst in Führung – Patrick Reimer traf in Überzahl nicht nur Lukas Langs Trinkflasche, sondern auch zum 1:0 (9.). Allerdings versäumten die Franken, in den kommenden 37 Minuten das 2:0 zu schießen, was sich rächen sollte. Denn die Pinguine sahen nicht taten- und chancenlos zu, wie die Heimmannschaft vergebens versuchte, ein weiteres Mal einzunetzen. So überwand Boris Blank schließlich Ice-Tigers-Keeper Andreas Jenike und glich aus (46.). Später revanchierte sich dann noch David Fischer mit seinem Powerplay-Tor für den Nürnberger Führungstreffer (54.) –  Fredrik Eriksson hatte fünf Minuten plus eine Spieldauer-Disziplinarstrafe aufgebrummt bekommen. Grund: ein vermeintlicher hoher Stock des Schweden an Krefelds Sinan Akdag, der daraufhin wohl ein paar Zähne lassen und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

"Jetzt Arsch aufreißen!“

Endstand: 2:1 für den Tabellendritten! Rick Adduono ist stolz auf seine Mannschaft, die nun 22 Zähler auf dem Konto hat. Vier Punkte mehr weisen die Kölner Haie nach ihrem 6:2 gegen Augsburg auf, so dass der Abstand zwischen dem fränkischen Tabellenführer und dem Verfolger aus der Domstadt auf drei Zähler geschrumpft ist. Doch den Kopf lassen Marco Pfleger und Co nicht hängen – im Gegenteil: „Wir reißen uns jetzt den Arsch auf, um am Sonntag in Iserlohn Punkte zu holen!", sagt der Ice-Tigers-Stürmer an. Die Pinguine müssen zu Hause im direkten Duell gegen die punktgleichen Adler Mannheim ran.