Luft wird immer dünner – Freezers verlieren erneut

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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Die Hamburg Freezers kassierten gegen die Iserlohn Roosters bereits ihre fünfte Niederlage in Folge. Die Mannschaft vom neuen Chefcoach Mike Schmidt verlor mit 3:4 gegen die Roosters. Die Sauerländer wahrten sich so weiterhin ihre Minimalchance im Kampf um die letzten beiden Playoffplätze und sicherten sich mit den drei Punkten endgültig den Klassenerhalt, wohingegen die Luft für die Hamburger nun immer dünner wird. Die Freezers traten erneut mit großen Verletzungssorgen an, mit Brandon Reid und Craig Johnson mussten gleich beide Top-Scorer der Freezers aussetzten. Auch NHL-Goalie Jean-Sebastien Giguere konnte nicht auflaufen, da er sich im Auswärtsspiel gegen die Hannover Scorpions verletzt hatte (genaue Diagnose steht noch nicht fest). Für ihn stand nach mehreren Spielen Pause Boris Rousson, der eine gute Partie machte, im Kasten der Hanseaten.


Das erste Mal überwunden wurde Rousson nach 11 Minuten. In einem 5 gegen 3 Powerplay, nach zwei fragwürdigen Entscheidungen gegen die Freezers von Schiedsrichter Heiko Dahle, traf Verteidiger John-Michael Liles auf Zuspiel seines NHL Kollegen und Roosters Top-Scorer Mike York zum 1:0. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels passierte dann kaum noch etwas, die Roosters erspielten sich jedoch im Gegensatz zu den Freezers noch einige wenige Chancen. Insgesamt gaben die Freezers in den ersten 20 Minuten gerade einmal drei Torschüsse auf den Kasten von Leonardo Conti ab, was die enttäuschende Leistung im ersten Drittel gut widerspiegelte.


Bereits drei Minuten nach dem Wideranpfiff erhöhte Roland Verwey in der 23. Minute auf 2:0. Das erste Mal Jubeln konnten die meisten der 12.801 Fans in der ausverkauften Color Line Arena dann in der 32. Spielminute. Bobby House fälschte einen Hammer von Darren van Impe im Powerplay zum 1:2-Anschlusstreffer ab. Leonardo Conti traf an diesem Tor keine Schuld. Anders war es zwei Minuten später als Shane Peacock, der mittlerweile auf Grund der wenigen Stürmer im Angriff ran musste, Conti mit einem haltbaren Schuss zum 2:2-Ausgleich überwand. Die Freezers schienen aus ihrer anfänglichen Lethargie erwacht zu sein, doch keine 60 Sekunden später gingen die Roosters erneut in Führung. Brett Lysak traf zum 3:2, Vorlangengeber waren Liles und Conti, der den Puck schnell nach vorne brachte und so seinen Fehler beim zweiten Tor der Freezers wieder wettmachte.


Im Schlussdrittel geschah in den ersten Minuten wieder eher wenig. Hamburg versuchte zwar den Anschluss zu erreichen, kam jedoch kaum zu größeren Chancen. So war es nicht überraschend, dass Iserlohn nach 43 Minuten auf 4:2 erhöhte. Torschütze war Martin Knold. Für viele schien dies der endgültige „Todesstoß“ für die Hamburger gewesen zu sein, diese gaben sich jedoch in den Folgeminuten nicht auf und kämpften weiter. Verdienterweiße traf Jacek Plachta neun Minuten vor Spielschluss zum 3:4 und so keimte neue Hoffung bei den Freezers Anhängern auf. Die Freezers spielten nun immer stärker und erhöhten den Druck auf die Roosters mehr und mehr. Mehrere Großchancen ließen die Hamburger sich in den letzten fünf Minuten entgehen und konnten so nicht mehr den ersehnten Ausgleich erzielen. Alles in Allem war es ein eher mäßiges DEL-Spiel. Bei den Hamburgern sah man während der meisten Zeit erwartungsgemäß kaum Veränderung, nur im Powerplay waren bereits leichte Fortschritte erkennbar.

Die Playoff-Teilnahme hängt für die Freezers somit weiter am seidenen Faden. Im nächsten Spiel gegen die Kölner Haie kann man nach der heutigen Leistung und auf Grund der vielen Verletzten kaum mit einem Sieg rechnen und so wird wohl alles auf ein Endspiel in Kassel in einer Woche hinauslaufen. Die Roosters bräuchten trotz des Sieges mehr als Glück, um noch in die Endrunde einziehen zu können.

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