Lions: Zufrieden mit dem Sieg - Corso ist wirklich verletzt

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Nach dem Spiel der Frankfurt Lions und den Krefelder Pinguinen (2:1) waren sich

beide Trainer einig, nicht das beste Eishockeyspiel gesehen zu haben. „Dafür

aber ein enges, welches bis zum Schluss von der Spannung lebte“, sagte

Krefelds Trainer Teal Fowler direkt nach dem Spiel. „Wir waren vor dem Spiel

sehr nervös“, stellte Lions Trainer Chernomaz fest. „Die ersten 30 Minuten

war Krefeld die bessere Mannschaft. Entscheidend war unser Überzahltor, das hat

uns viel Selbstvertrauen gegeben“, so der der Lions Coach weiter. Krefeld

hatte im ersten Drittel 90 Sekunden fünf gegen drei Powerplay ungenutzt

gelassen, während die Lions auf der anderen Seite ihre Überzahl endlich einmal

konsequent verwerteten.


Trotz aller Spannung fiel auf, dass beide Mannschaften erhebliche Probleme mit

dem Pass- und Kombinationsspiel hatten. Ein Grund dieser technischen Mängel war

sicher die Nervosität, ein anderer Grund auf Lions Seite war das permanente

Wechseln der Sturmreihen. Angefangen hatten die Lions mit Lebeau/Bright/Norris.

Im Mitteldrittel rückte Danner für Bright in den ersten Sturm, und im

Schlussdrittel stürmte der Grippegeschwächte Hackert zusammen mit Lebeau und

Norris. „Ich musste einfach was ändern. Es lief nicht viel zusammen, da kann

ich nicht tatenlos zusehen“, begründete Chernomaz sein Handeln. Während mal

ändern ja in Ordnung ist, störte das Wechseln gegen Krefeld eher den

Spielfluss. Anders, wie die Jahre zuvor, hat sich bisher keine Reihe

herauskristallisiert, die man als eingespielt bezeichnen kann. Das hängt zum

einen daran, dass Chernomaz gern und früh seine Angriffsreihen verändert, zum

anderen spielt natürlich auch das Verletzungspech eine Rolle. Neben die

langzeitverletzten Young und Jocher gesellte sich diese Woche auch noch Steve

Kelly wegen einer Entzündung im Fingerbereich.


Zudem fehlt seit Wochen Dan Corso, über dessen Fehlen es bereits die wildesten

Gerüchte bis hin zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung gab. „Alles

Quatsch“, stellte Manager Fliegauf klar. „Corso hat einen Haar-Riss über

dem Knöchel, ungefähr in der Höhe, wo der Schlittschuh aufhört. Er ist

wirklich verletzt und kann nicht spielen“, so Fliegauf am Freitag zu

Hockeyweb.


Comeback von Young unklar


Eigentlich war angedacht, dass Lions Kapitän Jason Young am kommenden

Donnerstag in Berlin erstmals nach seiner schweren Verletzung wieder spielen

wird. Die Lions wollen nun aber in Anbetracht des komfortablen Vorsprungs auf

den 9. Tabellenplatz keine Folgeverletzung riskieren, weil Young womöglich zu

früh wieder ins Geschehen eingegreift. So sieht es derweil aus, dass der Kapitän

erst während der Olympiapause bei einem internationalen Turnier in Japan

eingesetzt wird. (Frank Meinhardt)


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