Lions suchen NHL-Stürmer, der Lust auf Eishockey hat

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Nachdem am Mittwoch keine Einigung zwischen der

Spielergewerkschaft und der Liga erzielt wurde, die Fronten sich

eher verhärtet haben, gehen die Experten mehr und mehr davon aus,

dass der Stanley-Cup diese Saison nicht mehr vergeben wird. "Ich

habe gehört, es wird keine Verhandlungen und keine Folgetermine

mehr geben. Damit ist wohl alles gesagt", spekuliert Lions Manager

Lance Nethery damit, dass Anfang Januar die Saison endgültig

abgesagt wird.



Damit wäre der Spielermarkt komplett offen, und bis auf die

DEL-Mannschaften Kassel und Hannover, die beide keine

Ausländerlizenz mehr offen haben, könnten sich die Teams noch mal

mit Hochkarätern von Übersee verstärken. Auch der Deutsche Meister

hat längst Kontakte hergestellt, um für den Fall der Fälle bestens

vorbereitet zu sein. "Wenn es eine Möglichkeit geben sollte, noch

einen NHL-Spieler zu verpflichten, würden wir uns für einen

Stürmer entscheiden", verriet Lance Nethery Hockeyweb. "In der

Verteidigung sind wir bestens besetzt. Joe Murphy spielt besser

Verteidiger, wie am Anfang der Saison Stürmer und Michael Bresagk

kommt auch bald wieder nach seiner Verletzung zurück. Daher

benötigen wir eher Verstärkung im Sturm", so Nethery weiter.



In der laufenden Saison der Deutschen Eishockey Liga trifft

übrigens keine andere Mannschaft in des Gegners Tor so oft wie die

Lions. Im Schnitt traf der Deutsche Meister mit 3,81 Tore pro

Match am häufigsten ins Schwarze, gefolgt von den Nürnberg Ice

Tigers, die durchschnittlich 3,7 Treffer pro Spiel erzielten.



Eine weitere Verpflichtung eines NHL-Spielers birgt aber auch

Gefahren. Denn keiner weiß, ob der Spieler richtig fit ist und vor

allem, kommt er nach Europa, um Eishockey zu spielen, oder um

abzukassieren und um Urlaub zu machen. "Am besten wäre ein Typ wie

Robidas, der Stürmer ist", hofft Nethery bei der nächsten

Verpflichtung ein genauso glückliches Händchen zu haben, wie bei

Robidas, der sich für die Lions als ein absoluter Glücksgriff

herausgestellt hat. Und, Robidas ist in der NHL ein eher

unbeschriebenes Blatt, der in der dritten Verteidigung zum Einsatz

kam. Es muss also nicht unbedingt ein großer Name sein mit über 500

NHL Einsätzen.



"Jetzt kommt erst mal Weihnachten, da passiert eh nichts", weiß

Nethery. "Anfang oder Mitte Januar wissen wir alle mehr", wartet

Nethery selbst neugierig ab, was entschieden wird. "Entscheidend

ist für mich, wieviel Herz und Leidenschaft der Spieler hat. Wir

wollen einen, der hungrig ist, Eishockey zu spielen", braucht

Nethery keinen Star, der Holiday on Ice veranstalten möchte.

(Frank Meinhardt)

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