Lions Stürmer enttäuschen in Mannheim - Guter Einstand von Alanko

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Die Frankfurt Lions kommen auswärts bei den Spitzenklubs der Deutschen

Eishockey Liga (DEL) weiter auf keinen grünen Zweig. Beim neuen

Tabellenführer Adler Mannheim verloren die Hessen völlig verdient 2:1.

Damit bleibt es dabei, dass die Lions in der Fremde bei vor ihnen in

der Tabelle postierten Mannschaften nicht gewinnen können. Nach der

Partie in der SAP-Arena konnten sich die Spieler bei ihrem Torwart Ian

Gordon bedanken, dass es am Ende nur 2:1 für die Adler hieß.


Nachdem die Lions die ersten fünf Minuten gut ins Spiel fanden,

agierten ab dem ersten Mannheimer Powerplay nach sechs Minuten nur noch

die Adler. Nach 60 Minuten stand ein Schussverhältnis von 42 - 19 zu

Gunsten der Adler auf dem Statistikbogen. "In der Abwehr haben wir gut

gespielt und auch Ian Gordon hat seine Leistung gebracht. Aber unser

Sturm war sehr schwach", fasste Manager Fliegauf zusammen.

Bezeichnenderweise war die vierte Angriffsreihe der Lions mit Krzestan,

Reichel und dem Torschützen Oppenheimer am aktivsten, was den

Schlüsselspielern mehr als zu denken geben müsste. "Wir waren im

Angriff läuferisch nicht präsent genug, um Mannheim vor ernste Probleme

zu stellen", monierte Fliegauf.


Einen guten Einstand im Trikot der Lions gab Rami Alanko. Nachdem der

Neuzugang am letzten Wochenende noch Infusionen in einem Krankenhaus

wegen eines Magen-Darm-Virus erhielt, spielte Alanko an der Seite von

Petr Smrek solide und sicher in der Verteidigung. Er deutete an, dass

er eine Verstärkung für die Lions sein kann. Verzichten mussten die

Hessen in Mannheim auf Petr Macholda. Nach einem unglücklichen

Zusammenprall im Spiel in Bremerhaven mit Smrek, als beide mit den

Köpfen aneinander rasselten, zog sich Macholda eine Gehirnerschütterung

zu. Der 24-jährige Deutsche wird sicherheitshalber auch am Sonntag beim

Heimspiel gegen Nürnberg noch einmal pausieren.


Im Vertragspoker um Michael Hackert laufen derweil weiter die

Gespräche. Die Lions möchten Hackert gern in Frankfurt halten, aber

auch Erz-Rivale Mannheim scheint um die Dienste des Nationalspielers zu

buhlen. Gerüchten zufolge hieß es zuletzt, Hackert hätte in Mannheim

bereits einen hoch dotierten Vertrag unterschrieben. "Alles Blödsinn",

sagt Hackert selbst, und auch Manager Fliegauf glaubt den Worten seines

(Noch) Spielers. In der nächsten Woche wollen sich beide wieder

zusammensetzen. Eine Einigung konnte Fliegauf dieser Tage aber schon

erzielen. "Ja, wir haben mit einem Spieler verlängert und werden dies

am Sonntag vor dem Spiel gegen Nürnberg offiziell bekannt geben".

(Frank Meinhardt)


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