Lions: Spätes Gegentor gleicht Serie aus - 1:2-Niederlage in Hamburg

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Die Hamburg Freezers haben die best of Seven Serie gegen die Frankfurt Lions ausgeglichen. Nach 60 hart umkämpften Minuten bezwangen die Freezers den Deutschen Meister mit 2:1. „Auf in die Schlacht“, stand auf einem Transparent, dass die Fans der Hamburg Freezers kurz vor dem Spiel ausgerollt hatten, um der eigenen Mannschaft den Rücken zu stärken. Zunächst waren es aber die Lions, die besser ins Spiel kamen. Als Jacek Plachta auf der Strafbank saß, hämmerte Francois Bouchard die schwarze Hartgummischeibe zum frühen 1:0 ins Tor der Freezers. Hamburgs Torwart Boris Rousson, der heute den Vorzug vor Jean-Sebastian Giguere erhielt, war machtlos gegen den Schuss des Frankfurter Verteidigers. In der Folge war den Gastgeber das Bemühen anzusehen, Druck auf die Lions Verteidigung aufzubauen, doch meist erstickten die Lions aufkommende Gefahr im Keim, und wenn sich doch mal eine Torchance bot, war auf den zuverlässigen Ian Gordon im Tor der Lions Verlass.

Kontrollierten die Lions noch die ersten 20 Minuten, ging das Mitteldrittel deutlich an die Freezers. Mit einem gehörigen Tempo kamen die Gastgeber aus der Kabine und setzten die Lions mächtig unter Druck. Angetrieben von über 12.000 Zuschauer in der ausverkauften Color Line Arena besaßen Oravec, Manning und House in den ersten Minuten des Drittels beste Torchancen, um auszugleichen. Bis zur 28.Spielminute hielt das Lions Bollwerk um den starken Ian Gordon im Tor der Lions, bis auch er sich geschlagen geben musste. Paul Manning bekam einen Abpraller vor dem Lions Tor genau auf den Schläger und erzielte den bis dato verdienten Ausgleich. Die Gäste konnten sich bis zum Ende nur schwer aus der Klammerung lösen, und hatten erst in der Schlussphase durch Murphy ihre einzig zwingende Torchance. Dazwischen rette Ian Gordon ein ums andere Mal in höchster Not und bewahrte so den Deutschen Meister vor einem Rückstand.

Das letzte Drittel bot, wie schon am vergangenen Donnerstag im Spiel eins, Spannung und Dramatik bis zuletzt. Van Impe scheiterte zu Beginn an Gordon, auf der anderen Seite war Rousson zur Stelle, als Bouchard zum Schuss kam. Zehn Minuten vor Schluss wog das Spiel hin und her. Bei Unterzahl Lions lief Doug Weight penaltyähnlich auf Boris Rousson zu, scheiterte aber. Auf der anderen Seite vergaben die Freezers in Überzahl mehrere gute Chancen. Selbst eine kurzfristige fünf gegen drei Überzahl bescherte den Gastgebern keinen Treffer. Im ersten Viertelfinale hatte Francois Bouchard neun Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer für die Lions erzielt. Diesmal lief es genau anders herum. In einer dramatischen Schlussphase erzielte Darren van Impe knapp drei Minuten vor Schluss den Game-winner für die Hamburg Freezers.

Die Lions versuchten die letzten beiden Spielminuten noch mal alles, um zum Ausgleich zu kommen, aber auch die Herausnahme von Ian Gordon brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg. Boris Rousson hielt in den Schlussekunden gegen Young und Bouchard den Sieg fest und brachte die Freezers wieder zurück in die Viertelfinalserie. Lions Trainer Rich Chernomaz lobte und gratulierte den Freezers zum Sieg. „Sie hatten härter und besser gearbeitet wie wir heute. Das war der Unterschied“, sagte Chernomaz nach dem Spiel. Hamburgs Trainer Mike Schmidt äußerte sich stolz zu seinem Team: „Wir wollten unbedingt gewinnen und ab dem 2. Drittel waren wir sehr gut“.

So ist aus der best of seven Serie eine best of five Serie geworden. Das nächste Spiel findet am Dienstag, um 19:30 Uhr in Frankfurt statt. (Frank Meinhardt aus Hamburg)

Tore:


0:1 (04:54) Bouchard (Weight, Reichel) 5-4 PP

1:1 (27:23) Manning (Plachta, House)

2:1 (57:10) Van Impe (House, Reid)


Strafminuten: Hamburg 10 Minuten - Lions 14 Minuten

Schiedsrichter: Petr Chvatal

Zuschauer: 12.803

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