Lions sind in den Play-offs angekommen - Ärger mit dem Arzt

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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„Das war unser bestes Spiel in der bisherigen Play-off Serie gegen Hamburg“,

lobte Lions Trainer Rich Chernomaz seine Mannschaft nach dem deutlichen 5:0

Heimsieg in Spiel drei des Viertelfinals gegen die Hamburg Freezers. Nach dem

enttäuschenden Auftritt am Sonntag in Hamburg hatte der Trainer des Jahres mehr

Biss von seinem Team gefordert. Die Spieler setzten die Worte des Trainers am

Dienstagabend 100% um, und dominierten die Freezers über die komplette

Spielzeit. „Wir haben die ganze Saison hart gearbeitet, um Platz eins in der

Tabelle zu belegen. Während der Saison haben wir schnell und aggressiv

gespielt. Dahin sind wir heute zurückgekommen. Das war der Schlüssel für

unseren Sieg“, ergänzte Chernomaz.


In der Tat präsentierte sich die auf einigen Positionen veränderte Mannschaft

wieder zielstrebig im Angriff. Die Freezers konnten meist nur mit unfairen

Mitteln dagegen halten, und fanden sich daher oft auf der Strafbank wieder. Am

Ende erzielten die Lions vier der fünf Tore bei eigener Überzahl. „Wir waren

viel zu undiszipliniert. Frankfurt hat überragend im Powerplay gespielt. Wir müssen

das Spiel schnell vergessen, und am Donnerstag eine bessere Leistung zeigen“,

sagte ein unzufrieden wirkender Mike Schmidt direkt nach dem Spiel. Für Manager

Lance Nethery war entscheidend, daß endlich wieder Emotionen in und rund um das

Spiel wahr zu nehmen waren. „Nachdem Robert Francz unseren Torwart Ian Gordon

über den Haufen gefahren hatte, waren sofort alle unsere Spieler zur Stelle und

haben das geregelt. Das hat weitere Emotionen ins Team gebracht“, sagte

Nethery am Mittwoch zu Hockeyweb. Nethery selbst hatte direkt vor dem Spiel auch

für Zündstoff gesorgt. Sichtlich angefressen attackierte er den Lions

Mannschaftsarzt Dr. Herwig Gabriel.


Dr. Gabriel hatte einem Journalisten auf Anfrage ausgeplaudert, dass er Pat

Lebeau wegen einer Grippe mit Fieber behandeln würde. „Ich möchte nicht

wissen, was in der NHL mit einem wie Dr. Gabriel passieren würde. Dort hätte

er vielleicht eine Klage wegen Verletzung der Schweigepflicht am Hals“,

schimpfte Nethery. Einen Tag später wollte sich Nethery zu dem Vorfall gar

nicht mehr großartig äußern. „Für mich ist das erledigt. Ich habe alles

gesagt. Meine Meinung steht. Er hätte das nicht sagen dürfen. Dr. Gabriel ist

nicht zuständig dafür, was am nächsten Tag in der Zeitung steht“, so

Nethery weiter.


Dr. Gabriel selbst war überrascht von dem, was die Lions bzw. Lance Nethery aus

der Geschichte gemacht hatte: „Ich habe schon während dem Spiel in Hamburg

mehrere sms bekommen, dass es Lebeau nicht gut gehen würde, und dass ich ihn

vom Bahnhof abholen soll. Das habe ich gegen Mitternacht auch gemacht, um ihn

noch in der gleichen Nacht zu behandeln. Im gleichen Zug war der Journalist und

fragte mich am Bahnsteig überrascht, was ich denn hier um Mitternacht machen würde.

Da habe ich ihm gesagt, dass Lebeau krank sei, und ich ihn behandle. Von einer

Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht kann hier nicht die Rede sein. Es

geht hier lediglich um eine Erkältung und um keine Knochenverletzung“,

rechtfertigte sich Dr. Gabriel auf Anfrage von Hockeyweb. Nethery und Gabriel

haben nun ein absolutes Redeverbot vereinbart, sollte es um Blessuren einer der

Spieler gehen. Eine Vereinbarung, die ein Mannschaftsarzt nach über 10-jähriger

Amtszeit bei den Frankfurt Lions eigentlich verinnerlicht haben sollte. „Das

ist Play-off, wie ich sie liebe“, sagte Nethery abschließend. „Auch dieser

Vorfall hat noch mal Emotionen hineingebracht. Emotionen, die wir brauchen, um

Spiele zu gewinnen“. Am Donnerstag, um 19:30 Uhr geht die Serie weiter. Dann

steigt in der Color-Line-Arena Spiel vier. (Frank Meinhardt)

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