Lions siegen in Mannheim - Richer kündigt Konsequenzen an

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Die Frankfurt Lions haben auch das dritte Meisterschaftsspiel gegen die Adler Mannheim deutlich für sich entschieden. Nach 60 einseitigen Minuten gewann der Deutsche Meister bei desolat auftreten Mannheimern mit 5:2. Von Beginn war es ein Klassenunterschied auf dem Eis. Die Lions begannen druckvoll und störten den Gastgeber früh in deren Spielhälfte. So begingen die Adler einen Fehler nach dem anderen, den die Lions konsequent in Tore verwandelten.



Bereits nach fünf Minuten schaltete Lions Nationalstürmer Michael Hackert vor dem Adler Tor schneller im Vergleich zu den Mannheimer Verteidigern und staubte nach einem Pfostenschuss von Martin Reichel zum 1:0 ab. Die Lions weiter spielbestimmend und Dwayne Norris fälschte bei eigener Überzahl einen Schuss von Robidas zum 2:0 ab. Bereits nach diesem Treffer forderten die 6.500 Zuschauer ihre Mannheimer auf, endlich zu kämpfen. Diesen Aufruf ignorierten die Spieler. Ohne Leidenschaft schlichen sie übers Eis.



Die Lions hatten so leichtes Spiel und erspielten sich Torchancen fast im Minutentakt. Die weitern Treffer fielen aber erst im Mitteldrittel. Zunächst markierte Bouchard nach klasse Zuspiel von Jason Young das 3:0, ehe der überragende Stephane Robidas das 4:0 nachlegte.



Nach dem vierten Lions Treffer verließ Adler Torwart Passmore völlig entnervt seinen Kasten und wurde für die verbleibende Spielzeit durch Huet ersetzt. Kurz später der Anschlusstreffer für die Adler, als Butenschön mit einem Flachschuss Ian Gordon im Lions Torwart überwinden konnte. Mit diesem 4:1 ging es ins Schlussdrittel, in dem die Lions nur noch das nötigste unternahmen. Die Mannheimer Zuschauer feierten in den letzten 20 Minuten zunächst sich selbst und anschließend sämtliche ehemalige Profis, wie Jan Alston, Mike Stevens und ihre beiden Trainer Stéphane Richer und Mike Rosati.



Der einzige Mannheimer, der sich über die komplette Spielzeit sichtbar aufopferte, wurde in der Schlussphase auch mit einem Treffer belohnt. Jochen Hecht erzielte das 4:2 für die Adler. Die Lions erwiderten diesen zweiten Mannheimer Treffer quasi im Gegenzug mit dem 5:2. Mannschaftskapitän Jason Young machten den Endstand von 5:2 perfekt. Hochzufrieden freute sich Lions Coach Rich Chernomaz über den Erfolg seiner Mannschaft in Mannheim. „Wir waren in allen Belangen klar überlegen“, so Chernomaz nach dem Spiel.



Mannheims Trainer Stéphane Richer entschuldigte sich bei den Zuschauern für den Auftritt seiner Mannschaft und kündigte drastische Konsequenzen an. „Ab sofort werden nur noch Spieler das Adler Trikot überstreifen, die stolz sind es zu tragen. Und wenn ich die Jungadler nominieren muss. Heute das war einfach nur peinlich. Wir haben gespielt, wie kleine Kinder“, sprach ein mit den Tränen kämpfender Richer, dem dies Vorstellung mehr unter die Haut ging, wie vermutlich all seinen Spielern zusammen. (Frank Meinhardt aus Mannheim)

Tore:

0:1 (04:07) Hackert (Reichel, Sulkovsky)

0:2 (07:01) Norris (Robidas, Lebeau) 5-4 PP

0:3 (26:40) Bouchard (Young, Lebeau)

0:4 (27:46) Robidas (Kohmann, Beaucage)

1:4 (28:44) Butenschön (Hecht)

2:4 (56:06) Hecht (Joseph, Podollan)

2:5 (57:54) Young (Norris, Lebeau)

Strafminuten: Mannheim: 10 Minuten - Lions: 8 Minuten

Zuschauer: 6.500

Schiedsrichter: Wolfgang Hellwig

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