Lions siegen im Hessenderby und bleiben Tabellenführer

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Die Frankfurt Lions bleiben Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Nach 60 spannenden und hochklassigen Derbyminuten besiegten die Lions Kassel mit 7:5 (3:2, 1:1, 3:2).   

Schon weit vor dem Spiel herrschte super Derbystimmung in der ausverkauften Eissporthalle in Frankfurt. Unter den 7.000 Zuschauer befanden sich auch knapp 1.000 Fans der Kassel Huskies, die maßgeblichen Anteil an der tollen Atmosphäre hatten. Sie waren es auch, die zum ersten Mal an diesem Abend jubeln konnten. Lions Torwart Gordon hatte den Puck sicher in der Fanghand, wollte das Spiel schnell machen und spielte Slaney an. Dieser schien überrascht, verlor den Puck an Damon, der die Nordhessen in Führung brachte. Lange hielt die Führung allerdings nicht. Lions Stratege Hahn schnappte sich die schwarze Hartgummischeibe, umspielte die komplette Defensive der Huskies inklusive Torwart Hauser und schob zum Ausgleich ein.

Es entwickelte sich im ersten Drittel ein offener Schlagabtausch. Beide Teams spielten extrem offensiv und boten den Zuschauern eine Torchance nach der anderen. Nicht immer sahen dabei die Abwehrreihen glücklich aus. So auch beim 2:1 für die Lions. Simon Danner klaut der Huskies Defensive den Puck und schießt Hauser aus spitzem Winkel so an, dass der Puck über die Torlinie trudelte. Dieses Mal fand Kassel die schnelle Antwort. Ihre Paradereihe setzte die Lions so lange unter Druck, bis der Puck im Tor der Lions lag. Soares hatte keine Mühe aus kurzer Distanz einen Gordon Abpraller zu verwerten. So sah es nach einem zu diesem Zeitpunkt leistungsgerechten Unentschieden in einem ereignisreichen Eröffnungsdrittels aus, bis Haukies Torwart Hauser einen harmlosen Schuss von Ulmer elf Sekunden vor der Pause passieren ließ.

War die Offensive im ersten Drittel Trumpf, besannen sich beide Mannschaften in den nächsten 20 Minuten auf eine bessere Defensivleistung. Das Spiel damit nicht mehr so spektakulär, aber weiter hochklassig. Kassel übernahm mehr und mehr die Initiative und erspielte sich vor allem wenn die erste Reihe um Damon auf dem Eis stand gute Chancen. Wie eng Glück und Pech beieinander liegen bewies die 32. Minute. Kassels Angreifer Klinge hatte bei seinem Pech, dass die Scheibe an den Außenpfosten sprang und Gawlik im direkten Gegenzug Glück, dass sein Schuss vom Innenpfosten in das Tor der Huskies sprang. Kassel steckte den Rückschlag schnell weg und schaffte acht Minuten später in Überzahl durch Sleigher den Anschlusstreffer. Im letzten Drittel waren keine vier Minuten gespielt, da hatten beide Teams schon getroffen. Zunächst erhöhte Gawlik in Überzahl für die Lions auf 5:3, ehe Card wieder den Anschluss schaffte. Der zweite Powerplaytreffer der Huskies an diesem Abend. Dem wollten die Lions nicht nachstehen und Verteidiger Angell erzielte auch den zweiten Powerplaytreffer für Frankfurt an diesem Abend zum 6:4.

Kompliment an die Moral und den Einsatz der Huskies. Auch von diesem neuerlichen zwei Tore Rückstand ließen sie sich nicht beirren und kämpften sich verbissen erneut zurück ins Spiel. Sechs Minuten vor dem Ende wurde Holzmann mustergültig frei gespielt und verkürzte auf 6:5. Eine spannende Schlussphase war eingeläutet und Kassel schnupperte am Ausgleich. Ian Gordon hielt die Führung fest und vier Sekunden vor Schluss besorgte Tenute den Treffer zum 7:5 Endstand. Getrübt wurde die Freude über den Heimsieg einzig durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Jason Young, der zu Beginn des Schlussdrittels vorzeitig in die Kabine fuhr.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Christoph Gawlik

Statistik:

0:1 (05:34) Damon; 1:1 (07:44) Hahn; 2:1 (15:07) Ulmer; 2:2 (17:14) Soares; 3:2 (19:50) Ulmer; 4:2 (31:14) Gawlik; 4:3 (39:40) Sleigher 5-4PP; 5:3 (41:30) Gawlik 5-4PP; 5:4 (43:30) Card 5-4PP; 6:4 (46:52) Angell 5-4PP; 6:5 (54:00) Holzmann; 7:5 (59:56) Tenute    

Schiedsrichter: von Gameren

Strafminuten: Frankfurt 10 – Kassel 8

Zuschauer: 7.000

(Frank Gantert Foto by City-Press)