Lions: Reichel hat sich entschuldigt - Murphy fällt länger aus

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Die Frankfurt Lions können auf ein turbulentes Wochenende

zurückblicken. War die Mannschaft am Freitag zum Spiel nach

Nürnberg noch komplett angereist, (Sebastian Klenner musste als

überzähliger Spieler sogar auf die Tribüne) haben Trainer Rich

Chernomaz und Manager Lance Nethery nun personelle Sorgen. Das

positive aber vorweg. Nach einem "super Spiel", so Chernomaz,

gewann der Deutsche Meister am Sonntagnachmittag gegen die Kölner

Haie mit 3:1. Das Spiel, übrigens das 50. Aufeinandertreffen der

beiden Teams, bot Kampf, Leidenschaft und viele Zweikämpfe im

erlaubten, teils auch im unerlaubten Bereich. Zum Matchwinner

avancierte dabei Lions Stürmer Pat Lebeau, dessen Einsatz vor dem

Spiel noch mehr als fraglich war.



Lebeau hatte sich am Freitag in Nürnberg eine Schulterverletzung

zugezogen, biss aber auf die Zähne und bereitete den 1:1 Ausgleich

vor und erzielte selbst das Game-winnig-Goal zum 2:1. Dabei hatten

die Kölner Haie vor allem im ersten Drittel nichts unversucht

gelassen, den DEL-Topscorer an der lädierten Schulter zu

erwischen. Für Haie Trainer Hans Zach absolut legitim: "Wenn er

auf dem Eis steht, wird er behandelt wie jeder andere Spieler und

wird hart gecheckt." Lance Nethery hatte allerdings Sorgen um

seinen Top-Spieler: "Vielleicht müssen wir einen Bodyguard für

Lebeau verpflichten, der ihn beschützt. Denn die Schiedsrichter

scheinen dazu nicht in der Lage zu sein", ärgerte sich der

Manager. "Typisch Lebeau", fügte Lions Coach Chernomaz später dem

Thema hinzu. "Obwohl er verletzt ist, spielt er und entscheidet

das Spiel ganz alleine."



Auf zwei Spieler wird der Trainer der Lions in den nächsten Wochen

verzichten müssen. Joe Murphy erlitt nach einem unfairen Angriff

von Andi Loth einen Innenbandriss. Damit erklärte sich auch das

Verhalten von Murphy, der beim Ertönen der Schlussirene nach dem

ersten Drittel wild auf Loth einprügelte und mit einer

Spieldauerdisziplinarstrafe belegt wurde. Wie lange

Nationalstürmer Martin Reichel den Lions nicht zur Verfügung

steht, wird sich vermutlich Mitte der Woche entscheiden. Reichel

hatte in Nürnberg völlig die Nerven verloren und sowohl den

Hauptschiedsrichter als auch den Linienrichter tätlich

angegriffen. "Ich habe überreagiert. Es tut mir sehr leid, was

passiert ist", sagte ein am Boden zerstörter Reichel am Sonntag zu

Hockeyweb. "Ja, ich habe den Hauptschiedsrichter geschubst. Auf

dem Weg in die Kabine kam dann der Linienrichter und zog mich von

hinten. Als ich mich losriss, habe ich ihn weggeschoben mit den

Händen. Es war aber kein Faustschlag. Ich darf das nicht machen.

Am Samstag habe ich den Linienrichter angerufen und mich bei ihm

entschuldigt. Diese hat er angenommen", schilderte Reichel die

Situation aus seiner Sicht. Allerdings saß Schiedsrichterbeobachter Stefan Trainer genauso wie die versammelten Pressevertreter nur wenige Meter vom Ort des Geschehens entfernt und nicht wenige wollten einen Schlag von Reichel gesehen haben. Heute erwarten die Lions

Fernsehbilder, die die Aussagen von Reichel bestätigen sollen. Da

Reichel bisher in seiner Eishockey Laufbahn kein einziges Mal

negativ auffällig war, als fairer Sportsmann bekannt und geschätzt

wird, hoffen nun Reichel und alle Lions Verantwortlichen auf ein

mildes Urteil. (Frank Meinhardt)

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