Lions quälen sich zum Heimsieg gegen Duisburg

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit 5:2 gewannen die Frankfurt Lions am Donnerstagabend gegen die Füchse aus Duisburg.

Lions Trainer Chernomaz hatte seine Spieler vor dem Spiel gewarnt: „Unterschätzt Duisburg nicht. Sie sind offensiv sehr stark und mit dem neuen Trainer extra motiviert“. In der Anfangsphase schienen seine Spieler zu hören, denn die Hessen begannen sehr druckvoll. In den ersten fünf Minuten hatten die Lions, begünstigt durch ein fünf gegen drei Powerplay, gleich drei hochkarätige Einschussmöglichkeiten, ohne aber eine davon zu nutzen. Auch in der Folge verpassten die Lions bei schnellen Angriffen den Führungstreffer. Die Füchse tauchten nur ein Mal gefährlich vor Ower auf, der heute Gordon ordentlich im Tor der Lions vertrat, als Rimbeck abschloss.

Zu Beginn des Mitteldrittels erzielten die Gastgeber den längst fälligen Führungstreffer durch Heerema (Foto), der ein feines Zuspiel von Taylor verwertete. Die Lions setzten nach und im nächsten Überzahlspiel schob Hahn aus kürzester Distanz den Puck in Richtung Tor, von wo ihn Jasecko in bester Torwartmanier von der Linie kratzte. Regelkonform entschied Hauptschiedsrichter Looker auf Penalty, den Slaney souverän zum 2:0 verwandelte. Im Gefühl der sicheren Führung zogen sich die Lions ein wenig zurück und spielten nicht mehr so konsequent. Als Bresagk viel zu weit aufgerückt war musste Gawlik die Verteidigerposition aufnehmen und beging ein Foul. Diese numerische Überlegenheit nutzte Alinc zum Anschlusstreffer. Nur Sekunden später hatte Seliwanov bei einem Lattenschuss Pech. Die Lions agierten in dieser Phase einfach nicht bissig und konzentriert genug, was Trainer Chernomaz an der Spielerbank mehrfach bemängelte. Dennoch stellte Heerema nach mustergültiger Vorarbeit von Young kurz vor Drittelende den alten zwei Tore Abstand wieder her.

Lediglich 24 Sekunden benötigten die Füchse nach der 2. Drittelpause und schon hatten sie, erneut durch Alinc, wieder verkürzt. Die Gäste witterten nun ihre Chance und hatten bei eigenem Powerplay durch Cox die Chance zum Ausgleich. Dieser wäre in dieser Phase nicht einmal unverdient gewesen. Die Lions taten einfach zu wenig für das Offensivspiel gegen nie aufgebende Füchse Duisburg, die sich erst fünf Minuten vor Schluss geschlagen geben mussten. Looker hatte binnen weniger Sekunden gleich zwei Duisburger auf die Strafbank geschickt und diese Chance ließen sich die Lions nicht nehmen. Geduldig spielten sie das Powerplay aus, bis Taylor nur noch zum 4:2 einschieben brauchte. Füchse Trainer Hegen nahm daraufhin seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Der gewünschte Erfolg blieb allerdings aus, denn Simon Danner traf in der letzten Minute ins leere Duisburger Tor zum 5:2 Endstand. Vom Ergebnis her ein misslungener Einstand für Hegen, vom Spiel und dem Einsatz her konnte Hegen aber zufrieden sein.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Jeff Heerema

1:0 (21:29) Heerema; 2:0 (24:23) Slaney (Penalty); 2:1 (31:17) Alinc 5-4PP; 3:2 (40:24) Alinc; 4:2 (55:01) Taylor 5-3PP; 5:2 (59:15) Danner   

Strafminuten:

Frankfurt: 18 Minuten

Duisburg: 16 Minuten

Zuschauer: 4.500

Schiedsrichter: Rick Looker

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)