Lions: Mit Kapitän Young aus dem Tief – 5:2 gegen Iserlohn

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach acht sieglosen Spielen haben die Frankfurt Lions wieder einmal

dreifach gepunktet. Gegen die Iserlohn gewannen die Lions verdient mit

5:2. Den Unterschied in dieser Partie machte die bessere Verwertung des

Überzahlspiels der Lions. Insgesamt markierten die Hessen 4

Powerplaytore gegenüber nur zwei der Iserlohn Roosters.  


Den Lions merkte man von Beginn des Spiels an, dass sie die teilweise

peinlichen Auftritte der letzten Wochen wettmachen wollten. Mit viel

Schwung starteten die Lions, bei denen neben Macholda auch

Mannschaftskapitän Jason Young erstmals wieder an Bord war. Eigentlich

noch nicht ganz auskuriert von seinem Innenbandriss lief er mit einer

extra angefertigten Schiene am Knie auf und gab wichtige Impulse auf

und neben dem Eis.   Nachdem Jay Henderson, der sein

Heimdebut im Trikot der Lions gab, in Unterzahl die erste Torchance

vergab, machte es nach genau elf Minuten Verteidiger Peacock besser und

brachte sein Team in Überzahl mit 1:0 in Führung.


Die Gäste aus dem Sauerland antworteten mit dem 1:1 nur zwei Minuten

später, als sie eine doppelte Überzahl durch Jens Karlsson ausnutzten.

Keine zwei Minuten später waren die Lions wieder an der Reihe, ein

Powerplay zu nutzen. Peter Podhradsky hatte sich spielerisch schön

anzusehen im eins gegen eins durchgesetzt und im Fallen die erneute

Führung besorgt. Kurz vor Drittelende hatten die Roosters die große

Chance wieder auszugleichen. Erneut saßen zwei Lions Spieler

gleichzeitig auf der Strafbank und Iserlohn dadurch 51 Sekunden mit

fünf gegen drei auf dem Eis. Dank Ian Gordon im Tor der Lions fiel

diesmal kein Treffer für Iserlohn. Zu Beginn des Mitteldrittel

ermöglichte Hauptschiedsrichter Aumüller den Gästen zum dritten Mal an

dem Abend ein fünf gegen drei Powerplay. Diesmal zwar nur 17 Sekunden,

aber wieder eine gute Möglichkeit, um auszugleichen. Wieder ließen die

Roosters die Chance aus, und profitierten weder aus der doppelten, noch

aus der einfachen Überzahl.


Fünf gegen fünf wurde in dieser Phase nur wenig gespielt. Gerade als

die Lions wieder komplett auf dem Eis waren, musste mit Furey ein

Iserlohner auf die Strafbank. Die Lions heute äußerst effektiv in

Überzahl. Nach nur 25 Sekunden erhöhte Jeff Ulmer auf 3:1. Die große

Chance zur Vorentscheidung hatte nach 31 Minuten Michael Hackert auf

dem Schläger. Nach einem Foul hatte Aumüller auf Penalty entschieden.

Hackert, sonst ein sicherer Schütze, vergab diesmal. Trotz des

misslungenen Penalties zeigte Hackert heute eine gute Leistung an der

Seite von Norris und Young. Genau diese drei waren es auch, die fünf

Minuten vor Drittelende für den nächsten Treffer verantwortlich waren.

Young und Hackert legten auf, Dwayne Norris schoss ein zur beruhigenden

4:1 Führung.


Für Iserlohns Torwart Franek war nach diesem Treffer das Spiel beendet.

Trainer Ward schickte für den glücklosen Franek nun Kotschnew zwischen

die Pfosten. Er musste bis Drittelende nicht mehr eingreifen, im

Gegensatz zu seinem Gegenüber Ian Gordon. Zum vierten Mal, diesmal 23

Sekunden, agierten die Roosters mit fünf gegen drei auf dem Eis. Was

gegen drei Lions Spieler erneut misslang, klappte als mit Osterloh der

vierte Lion aufs Eis zurückkehrte. Traynor hatte geschossen und Adduono

hatte dem Puck die entscheidende Richtungsänderung gegeben zum 4:2. Im

Schlussdrittel beschränkten sich die Lions auf die Verwaltung der

Führung, die sie in Überzahl durch Jason Young noch zum 5:2 Endstand

ausbauten. Diesen Sieg könnten die Lions eventuell teuer bezahlen. Nach

einem Zusammenprall mit einem Mitspieler schied der beste Lions

Verteidiger Peter Podhradsky vermutlich mit einer Knieverletzung aus.


Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Dwayne Norris


Tore:

1:0 (11:00) Peacock (Krzestan) 5-4 PP

1:1 (13:28) Karlsson (Hock, Purdie) 5-3 PP

2:1 (15:44) Podhradsky (Kelly) 5-4 PP

3:1 (27:49) Ulmer (Kelly, Taylor) 5-4 PP

4:1 (34:44) Norris (Hackert, Young)

4:2 (39:50) Adduono (Traynor) 5-4 PP

5:2 (53:44) Young (Norris, Hackert) 5-4 PP


Strafminuten:

Frankfurt: 28 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe (Kelly)

Iserlohn: 22 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe (Ready, Goldmann)


Zuschauer: 5.800

Schiedsrichter: Roland Aumüller


(Frank Meinhardt)


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