Lions mit Heimsieg gegen Hannover - Robidas mit erstem DEL-Treffer

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Am zweiten Spieltag der Deutschen Eishockey Liga verbuchte der Deutsche Meister, die Frankfurt Lions, ihre ersten drei Punkte. Gegen unbequeme Hannover Scorpions, die den Lions lange das Leben schwer machten, siegten die Hessen am Ende dennoch verdient mit 3:1 (2:1, 1:0, 0:0).



Dabei erwischten die Lions einen Start nach Maß: Die 5.100 Zuschauer hatten gerade ihre Plätze eingenommen, als der erst vor drei Tagen verpflichtete neue Verteidiger, Stephane Robidas, im zweiten Pflichtspiel für die Lions bereits seinen ersten Saisontreffer bejubeln konnte. Der Franco-Kanadier hatte flach und hart von der blauen Linie getroffen. Auch in der Folge bestimmten die Lions das Spiel. Die Gäste kamen kaum gefährlich vor das von Ian Gordon bewachte Lions Gehäuse. Knapp 10 Minuten waren gespielt, als Pat Lebeau unnachahmlich zu einem Solo ansetzte, gehalten und gehackt wurde, dennoch mustergültig für Dwayne Norris ablegte, der zum 2:0 einschießen konnte.



In Überzahl schnürten die Lions die Scorpions wenig später regelrecht in deren Drittel ein. Einzig Christian Künast verhinderte gegen Norris und Ratchuk einen höheren Rückstand. Hannover befreite sich fünf Minuten vor Drittelende aus der Klammerung und kam nun ihrerseits durch Robert Hock zu ihrer ersten Torchance. Als eine Minute später Rautert bei den Lions und Brüggemann für Hannover auf der Strafbank saßen, war viel Platz auf dem Eis, den Dan Lambert nutzte, und zum 2:1 verkürzen konnte. Im Mitteldrittel ein verändertes Bild. Die Lions längst nicht mehr so drückend überlegen, dennoch weiter mit den besseren Einschussmöglichkeiten. Hannover spielte nun optisch besser nach vorne, ohne aber viele Torschüsse verzeichnen zu können.



Pech hatten die Scorpions, dass ein Treffer von Thomas Dolak wegen Torraumabseits nicht gegeben wurde (33.). Die Vorentscheidung kurz vor Drittelende: Marc Beaucage traf mit einem für Künast verdeckten Handgelenkschuss genau in den Winkel, und somit zum 3:1 für die Lions. Da applaudierte sogar Lions Coach Rich Chernomaz in Richtung von Beaucage, nachdem ihn der Meistertrainer am Freitag noch heftigst aufgrund seines zu laschen Spieles kritisiert hatte.



In den letzten 20 Minuten verwalteten die Lions das Ergebnis, indem sie sicher in der Abwehr agierten. Hannover kam so zu keiner nennenswerten Torchance mehr. Trainer Gunnar Leidborg nach dem Spiel: „Wir haben erst nach dem 2:0 Rückstand angefangen zu spielen. Sind dann gut ins Spiel gekommen. Das dritte Lions Tor hat uns die Energie genommen. Wir müssen zielstrebiger nach vorne spielen.“. Lions Coach Rich Chernomaz lobte seine Mannschaft, die vor allem im ersten Drittel gut gespielt hätte. „Entscheidend“, so Chernomaz, „ist, dass wir jedes Wochenende punkten. Dies ist uns an dem ersten Wochenende gelungen“. (Frank Meinhardt)

Tore:

1:0 (01:00) Robidas (Lebeau)

2:0 (09:50) Norris (Lebeau, Reichel)

2:1 (15:53) Lambert (Augusta, Köppchen)

3:1 (38:38) Beaucage (Pronger)

Strafzeiten: Lions: 12 Minuten - Hannover: 12 Minuten

Zuschauer: 5.100

Schiedsrichter: Ralph Dimmers


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