Lions mit drittem Sieg - 1:0 n. V. gegen Hamburg

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit dem knappsten aller

Ergebnisse (1:0) haben die Frankfurt Lions das fünfte Play-off

Viertelfinalspiel für sich entschieden. Nach 60 spannenden und hochdramatischen

Minuten hatte es 0:0 gestanden, so dass der Sieger erst in der Verlängerung

ermittelt wurde. 

 

Beide Mannschaften gingen

personell geschwächt in dieses fünfte Play-off Spiel. Auf Lions Seite fiel

neben dem Langzeitverletzten Michael Hackert auch Top-Verteidiger Stéphane

Robidas aus. Robidas befindet sich aus privaten Gründen in seiner Heimat.

Manager Lance Nethery lässt das Fehlen seines besten Verteidigers allerdings

nicht als Ausrede für die zuletzt schwache Leistung seiner Mannschaft gelten:

„Wir haben immer noch genug Spieler auf dem Spielberichtsbogen. Alle müssen

mehr für den Erfolg unternehmen“, forderte Nethery vor dem Spiel. Die Hamburg

Freezers liefen ohne Jürgen Rumrich, Shane Peacock, Craig Johnson und Darren

van Impe bei den Lions auf.

 

Von Beginn an verwandelten die

7.000 Zuschauer die Eissporthalle am Ratsweg zu einem Hexenkessel. An Unterstützung

des teilweise südländischen Publikums lag es also nicht, dass die Lions nicht

wie gewohnt stürmisch und druckvoll ins Spiel starteten. Verhalten und

kontrolliert angreifend versuchten die Spieler von Trainer Rich Chernomaz Druck

auf das Tor der Freezers aufzubauen. Dieses wurde heute von Boris Rousson

bewacht, nachdem Rousson beim letzten Heimspiel die Angreifer der Lions mehrmals

zur Verzweiflung brachte. In den ersten 20 Minuten eines schnellen und

intensiven Play-off Spiel blieben Torchancen auf beiden Seiten Mangelware.

 

Nach einem Schuss von Lions Stürmer

Dwayne Norris knallte der Puck unglücklich ins Gesicht von Alan Letang. Letang

blieb auf dem Eis zunächst liegen, und wurde anschließend stark blutend in die

Kabine geführt. Das zweite Drittel begann weiter ausgeglichen, ehe sich die

Torchancen der Lions im Verlauf der zweiten 20 Minuten häufen sollten. Nach

einem hohen Stock mit Verletzungsfolge von Freezers Stürmer Jacek Plachta gegen

Lions Verteidiger Mikael Magnusson erhielt der Hamburger der Regel entsprechend

eine Spieldauerdisziplinarstrafe. In den fünf Minuten Überzahl merkte man den

Lions dann aber deutlich das Fehlen von Robidas an. Kaum eine zwingende

Torchance konnten sich die Lions erspielen. Torlos ging es ins Schlussdrittel,

in dem nicht nur die Zuschauer noch eine Schippe darauf legten, sondern auch

beide Mannschaften.

 

Die Lions nun klar feldüberlegen

und endlich auch mit Torchancen. Nationalstürmer Martin Reichel versuchte es

mit einem Bauerntrick, den Rousson aufmerksam abwehrte. Auch einen Schuss von

Norris konnte Rousson entschärfen. Glück hatte der Hamburger Torwart nach 47

Minuten, als der Puck auf der Torlinie liegen blieb, und erst im letzten Moment

noch von dieser gekratzt wurde. Spannung und Dramatik also nun in der

Eissporthalle, die erstmals in den Play-offs ausverkauft war. Die Freezers überließen

den Lions je länger das Spiel andauerte mehr und mehr die Initiative. Sie

selbst suchten ihren Weg, um zu gewinnen, bei Kontergelegenheiten. Fünf Minuten

vor dem regulären Ende hatte Peter Ratchuk noch einmal eine gute Schusschance.

Sehr schön frei gespielt verfehlte Ratchuk das Hamburger Tor nur knapp. Somit

blieb es nach 60 Minuten beim 0:0 und das Spiel ging in 20-minütige Verlängerung.

 

Das Reglement war klar; Wer das

erste Tor erzielt, gewinnt das heutige Spiel. Nach einem Foul musste Hamburgs

Paul Manning auf die Strafbank und die Lions konnten in Überzahl spielen. Alle

Zuschauer standen von ihren Plätzen auf und schrieen den Puck letztendlich ins

Tor von Boris Rousson. Francois Bouchard war es, der die schwarze

Hartgummischeibe nach 68:28 Minuten per Schlagschuss zum vielumjubelten 1:0

unterbrachte. Nach diesem Sieg führen die Lions nun mit 3:2 nach Siegen und können

am Ostermontag im sechsten Spiel den Halbfinaleinzug perfekt machen. (Frank

Meinhardt)

   

 

Zum Mainova Spieler des

Tages wählten die Fans Francois Bouchard

 

Tore:

1:0 (68:28) Bouchard (Lebeau,

Weight) 5-4 PP

 

Strafminuten: Lions 14

Minuten - Hamburg 21 Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe für Jacek Plachta

Schiedsrichter: Harald Deubert

Zuschauer: 7.000 (ausverkauft)

 

Schulterverletzung: 4 bis 6 Wochen Pause
Adler Mannheim: Moritz Seider verletzt

Adduktoren: Auch Defensiv-Kollege Cody Lampl muss passen....

Feste Größe in der Verteidigung
ERC Ingolstadt verlängert mit Sean Sullivan

Trainer Doug Shedden lobt: Ein Spieler, wie man ihn sich in jeder Mannschaft wünscht!...

Routinier: Der 31-jährige Russe blickt auf 10 Jahre KHL zurück
Krefeld Pinguine: Torwart Ilya Proskuryakov kommt

Keeper wurde mit HK Metallurg Magnitogorsk russischer Meister. ...

Engländer war zuletzt für die Sheffield Steelers tätig
Schwenninger Wild Wings: Paul Thompson neuer Trainer

Der 53-Jährige stand auch in Dänemark (Aalborg) und in Schweden (Ljungby) unter Vertrag....

Wegen des Wechsels zu RB München: Franken veröffentlichen Stellungnahme
Nürnberg Ice Tigers von Yasin Ehliz menschlich enttäuscht

Nationalspieler stand wohl bei den Tigern im Wort. ...

Kölner Haie vs. Düsseldorfer EG: Derby der Superlative
Transparente Banden beim DEL-Winter-Game

Novum in der Liga-Geschichte. Durchsichtigen Banden bieten eine bessere Sicht von allen Rängen. ...

0:4 gegen Meister München
Trotz Derby-Pleite: ERC Ingolstadt geht zuversichtlich in die Länderspiel-Pause

Mit dem Spiel gegen den EHC Red Bull München war ERCI-Coach Doug Shedden nicht zufrieden, mit dem bisherigen Saisonverlauf jedoch umso mehr. Zu recht!...

Jetzt die Hockeyweb-App laden!