Lions mit begeisterten Wochenende

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Rich Chernomaz, Trainer der Frankfurt Lions, konnte man die Zufriedenheit des vergangenen Wochenendes am strahlen seiner Augen und Zähnen ablesen. „Ja, ich hatte in den letzten drei Tagen sehr viel Spaß“, bestätigte der Kanadier auch sofort. Eindrucksvoll hatten die Hessen zunächst in Berlin gewonnen, weil sich alle Spieler an die Taktik gehalten hatten. „Das war der Hauptgrund. Wir haben keine leichtsinnigen Fehler begangen und Berlin nicht einen Konter ermöglicht“, blickte Chernomaz kurz auf den Triumph bei den Eisbären zurück.

Das Spiel gegen bissige Kölner Haie beurteilte der Trainer so: „Wir haben geduldig gespielt und unsere Chancen konsequent genutzt. Insgesamt war der Sieg gegen Köln schwerer im Vergleich zum Berlin Spiel“. Lohn des zweiten sechs Punkte Wochenendes der laufenden Saison ist eine Verbesserung in der Tabelle auf Rang drei. „Jeder Sieg bringt sehr viel Selbstvertrauen in unsere Mannschaft. Ich persönlich sehe in der Liga keine Mannschaft, die läuferisch schneller ist wie wir. Die Jungs sind fit und wenn sie unser System geduldig und diszipliniert spielen sind wir eine Topmannschaft“, lobte Chernomaz alle Spieler gemeinsam. Gemeinsam zu Erfolg, so könnte man die derzeitige Erfolgsgeschichte der Lions auch überschreiben. Es fällt auf, dass jeder Spieler seine Rolle im Team gefunden haben scheint und jeder dem anderen hilft. „Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt. Wir treten als Team auf und halten gut zusammen“, bestätigte Manager Norris diesen Eindruck.

Bei allem Lob traten Chernomaz und Norris aber auch auf die Euphoriebremse: „Es gibt keinen Grund jetzt nachzulassen. Wir haben noch nichts erreicht“, heißt, heute am freien Tag darf sich jeder noch einmal über das perfekte letzte Wochenende freuen, ab Dienstag wird aber wieder trainiert, denn an den kommenden beiden Spieltagen warten unangenehme Gegner auf die Hessen. Am Freitag gastiert Nürnberg in Frankfurt, ehe es am Sonntag zum Hessenderby nach Kassel geht.

Erfreulich ist nicht nur die Tabelle der DEL, sondern auch die Spielerstatistik. Jeff Ulmer belegt derzeit den zweiten Rang der Scorerliste. Mit Derek Hahn und Joey Tenute findet man zwei weitere Lions Spieler in den Top Ten. Überragen tut diese Statistik einzig und allein Ian Gordon. Mit 2,26 Gegentoren im Schnitt führt  der sympathische Schlussmann der Hessen die Rangliste aller Torhüter der DEL an. Als einen stillen Topspieler muss man Sean Blanchard bezeichnen. Der Neuzugang aus Hamburg hat sich prima in Frankfurt integriert und ist defensiv betrachtet der beste Verteidiger der Hessen. Gegen Köln markierte Blanchard zudem seinen ersten Treffer im Frankfurter Trikot. Auch sein persönlicher plus/minus Wert von +12 bestätigt, wie wertvoll Blanchard bisher für die Lions spielt.

Aufgrund einer Handverletzung müssen die Hessen vermutlich auch am kommenden Wochenende auf Josh Langfeld verzichten. Auch der Einsatz von Daniel Kunce (Hexenschuss) ist eher fraglich. Unverändert ist die Situation bei Vorobiev und Wright. „Mit Vorobiev haben wir vereinbart, dass er signalisiert, wenn es ihm besser geht. Bei Wright gibt es derzeit keine Option auf einen Vereinswechsel“, so Norris. (Frank Gantert Foto by City-Press)  


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