Lions gewinnen packendes Hessenderby nach Penaltyschiessen

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ohne Pat Kavanagh, der als überzähliger Ausländer auf der Tribüne schmorte, dafür aber wieder mit Jeff Heerema begannen die Lions druckvoll, ohne sich aber eine nennenswerte Torchance zu erspielen. Die Huskies, bei denen Adam Hauser ein starkes Debüt im Tor gab, spielten gleichwertig auf und suchte in der Offensive ihre Chance. So entwickelte sich ein packendes Spiel mit vielen Torszenen. Lediglich mit dem Torabschluss haperte es bei beiden Teams. Vor allem in Überzahl übertrumpften sich die hessischen Mannschaften an Harmlosigkeit. Schlampig auch, wie auf der einen, aber auch auf der anderen Seite leichtsinnig der Puck verloren wurde, und man sich so in arge Bedrängnis brachte. Ein solcher Patzer, Boisvert vertändelte vor dem eigenen Tor die schwarze Hartgummischeibe an Langfeld, führte zum Führungstreffer für die Lions durch Derek Hahn.

Dieses Tor gab Frankfurt merklich Selbstvertrauen und Gawlik hatte wenig später die große Chance die Führung auszubauen. Kassel erholte sich vom Rückstand und hatte bei einem Lattenschuss von McNeil Pech. Zudem scheiterte Boisvert am starken Gordon im Lions Tor. Den verdienten Ausgleichstreffer hatte sich Frankfurt zu Beginn des Schlussdrittels selbst zuzuschreiben. Während Armstrong schon auf der Strafbank saß beging Ward ein völlig überflüssiges Foul und gesellte sich zu Armstrong. Diese doppelte Überzahl nutzte Bartek für die Gäste just in dem Moment, als Armstrong von der Strafbank kam. Seit vier Spielen sind die Lions ohne Powerplaytor und ohne Idee. Auch gegen Kassel war das Überzahlspiel mangelhaft und führte sogar zu einem Gegentreffer. Der erneut unglücklich spielende Biron ließ in Überzahl den schnellen McNeil im Rücken entwichen und McNeil traf zur Kasseler Führung (49.).

Der letzte Sieg der Huskies datierte vom 23.02.1996 und umso länger das Schlussdrittel andauerte, umso mehr hofften die zahlreich mitgereisten Huskies Fans, dass diese Serie heute reißen könnte. Die Lions stemmten sich aber gegen die Niederlage und Kapitän Young gelang knapp vier Minuten vor Schluss der Ausgleich. Mit diesem leistungsgerechten Remis ging es in die Verlängerung, welche die Lions dominierten. Kassel überstand die fünf Minuten Overtime Dank Adam Hauser im Tor schadlos und rettete sich ins Penaltyschiessen. Dort sicherte Derek Hahn den Lions mit seinem zweiten Treffer des Abends den Zusatzpunkt und hielt so die längste Serie der Deutschen Eishockey Liga weiter aufrecht.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Derek Hahn

1:0 (24:31) Hahn; 1:1 (41:56) Bartek 5-4PP; 1:2 (48:54) McNeil; 2:2 (56:10) Young; 3:2 Hahn

Strafminuten:

Frankfurt: 20 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Lance Ward

Kassel: 16 Minuten

Zuschauer: 6.900

Schiedsrichter: Rick Looker

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)


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