Lions gewinnen Hessenderby im Penaltyschießen

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Lange Zeit schien es so, als würden die Kassel Huskies das Frankfurter Eis als Sieger nach der regulären Spielzeit verlassen. 3:0 und 4:2 führten die Nordhessen bereits, bis die Lions in der Schlussphase dank großem Kampfgeist sich noch ins Penaltyschießen retteten. Pat Lebeau war dort der einzige Spieler, der seinen Penalty verwandeln konnte, und den Lions dadurch den Extrapunkt

sicherte.

Im ersten Drittel dominierten die Lions und erspielten sich Torchancen in Hülle und Fülle. Allein Jan Münster im Tor der Kassel Huskies verhinderte die zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Führung. Die beste Chance hatten aber die Gäste. Nach einem Fehlpass von Martin Reichel lief Dany Bousquet alleine auf Ian Gordon zu, doch sein Schuss ging knapp am Frankfurter Tor vorbei. Nachdem

die Lions bis zur 18.Spielminute bereits drei Überzahlsituationen ungenutzt ließen, demonstrierten die Nordhessen, wie einfach und effektiv es doch sein kann. Gleich drei Spieler der Huskies postierten sich bei eigenem Powerplay direkt vor Ian Gordon und nahmen ihm so die Sicht auf den Puck. So war Gordon machtlos gegen den Schuss von Nick Schultz.

Mit dieser Führung im Rücken spielten die Schlittenhunde selbstbewusst im Mitteldrittel auf. Den Lions fehlte vor allem in den ersten zehn Minuten der letzte Biss. Die Huskies agierten zielstrebiger und dadurch erfolgreich. Ted Drury traf bei numerischer Überlegenheit zum 2:0, als Andrej Strakhov auf der

Strafbank saß. Keine drei Minuten später der nächste Treffer für die Huskies durch Dany Bousquet. Eminent wichtig für den Gastgeber, dass Marc Beaucage quasi im Gegenzug nach feinem Zuspiel von Pat Lebeau die Lions mit dem 3:1 wieder ins Spiel brachte. Nun schien ein Ruck durch die Spieler zu gehen. Der Druck auf die Hintermannschaft der Nordhessen wurde erhöht und Dwayne Norris verkürzte noch im zweiten Drittel auf 3:2.

In den letzten 20 Minuten erlebten die 6.700 Zuschauer ein packendes und turbulentes Spiel. Zunächst erhöhte Hommel für Kassel auf 4:2, ehe Christian Kohmann und Andrej Strakhov jeweils ihre ersten Saisontore für die Lions markierten. Längst stand die Halle kopf und der Spielausgang war sieben Minuten vor Schluss völlig offen. Dem Siegtreffer waren die Lions in der Schlussphase zwar sehr nahe, alles in allem wäre dieser aber nicht verdient gewesen. Zu spät

hatten die Lions angefangen mit Leidenschaft zu spielen. „Es war eine super Leistung in den letzten 30 Minuten“, lobte Lions Trainer Chernomaz. „An diese Leistung müssen wir anknüpfen. Ich hoffe, dies war die Wende für einen nun folgenden besseren Saisonverlauf“, so Chernomaz weiter. Kassels Trainer McParland war enttäuscht, letztendlich nur einen Punkt in Frankfurt geholt zu haben: „Eine 4:2 Führung 13 Minuten vor Schluss, die müssen wir einfach über die Zeit bringen“, schimpfte McParland. (Frank Meinhardt)

Tore:

0:1 (17:54) Schultz (Corso, Greig) 5-4 PP

0:2 (27:54) Drury (Melanson, Greig) 5-4 PP

0:3 (31:10) Bousquet (Gosselin, Retzer)

1:3 (33:27) Beaucage (Lebeau, Norris)

2:3 (36:19) Norris (Bouchard, Ratchuk)

2:4 (47:20) Hommel

3:4 (48:17) Kohmann (Bouchard, Strakhov)

4:4 (52:22) Strakhov (Bouchard, Hackert)

5:4 Lebeau

Strafzeiten: Lions: 14 Minuten - Kassel: 10 Minuten

Zuschauer: 6.700

Schiedsrichter: Petr Chvatal

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