Lions gewinnen gegen Eisbären und sind nun Tabellensechster

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach 60 packenden und hochklassigen Eishockeyminuten behielten die

Frankfurt Lions mit 4:3 die Oberhand gegen die Eisbären Berlin. Mit diesem Sieg

verbesserten sich die Lions auf den 6.Tabellenplatz und profitierten dabei von

der Hamburger Niederlage in Iserlohn.

 

Die 7.000 Zuschauer in der Frankfurter Eissporthalle mussten gleich zu

Beginn zittern. Knapp 90 Sekunden spielten die Eisbären fünf gegen drei

Powerplay. Mit viel Einsatz und hoher Konzentration verhinderten die Lions einen

Gegentreffer. Nachdem auch die Lions ihre erste Überzahl ungenutzt ließen,

gingen die Eisbären in Führung. Einen eigentlich harmlosen Schuss von Cole

Jarrett ließ Gordon über die rechte Schulter rutschen. Die Lions antworteten mit

schnellem Offensivspiel, aus denen zunächst Wörle und später Ulmer gute

Torchancen besaßen. Als sich die ersten Zuschauer bereits auf den Weg zur

Drittelpause machten, schnappte sich Michael Hackert den Puck an der

Mittellinie, überlief die Berliner Hintermannschaft und überwand auch Eisbären

Schlussmann Ziffzer zum umjubelten Ausgleich. Ein Treffer der Marke „Tor des

Monats“.

 

Im Mitteldrittel entwickelte sich das bereits gute Spiel zu einem

Top-Spiel. Nach dem erneuten Rückstand durch den Berliner Andi Roach, der eine

numerische Überlegenheit gekonnt ausnutzte, übernahmen die Lions mehr und mehr

das Kommando. Nur 23 Sekunden nach dem 1:2 traf Osterloh zum Ausgleich, weil

Ziffzer den Schuss von außen total unterschätzte. Die Lions setzten weiter nach

und gingen nach 31 Minuten das erste Mal selbst in Führung. Aus einer völlig

unübersichtlichen Situation vor dem Berliner Tor ging letztendlich Petr Macholda

als Torschütze zum 3:2 hervor. Ian Gordon verhinderte bis zum Ende des

Mitteldrittels mit zwei tollen Paraden den durchaus möglichen Ausgleich. Auch zu

Beginn des Schlussdrittels war Gordon aufmerksam und die Eisbären ließen ein

weiteres Powerplay ungenutzt. Auf der anderen stand Steve Kelly goldrichtig und

erhöhte auf 4:2.

 

Die Eisbären gaben sich aber noch langst nicht geschlagen und kämpften

sich ins Spiel zurück. Zum zweiten Mal konnte sich Cole Jarrett in die Berliner

Torschützenliste eintragen. Wenig später Schock für die Eisbären: Nach einem

Zweikampf an der Bande blieb Stefan Ustorf verletzt liegen und musste in die

Kabine geführt werden. Erste Diagnose: Bänderverletzung am rechten Knöchel.

Blieben die letzten zehn Minuten in einem klasse Spiel. Berlin spielte druckvoll

und hatte bei einem Pfostenschuss von Fairchild Pech. Auf der anderen Seite

scheiterte Norris freistehend an Ziffzer. Eine Minute vor Schluss nahm Pagé

seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis – ohne Erfolg. Es

blieb beim knappen 4:3 Heimsieg für die Frankfurt Lions.

 

Eisbären Trainer Pierre Pagé kritisierte nach dem Spiel

Hauptschiedsrichter Oswald, der über die gesamte Spielzeit die Begegnung laufen

ließ. „Ich habe diese Regeln vergessen, weil wir neue Regeln haben. Das war

heute wie vor 40 Jahren“, schimpfte Pagé in Richtung des Schiedsrichters.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans

Steve Kelly

Tore:

0:1 (07:21) Jarrett

1:1 (18:42)

Hackert

1:2 (24:14) Roach 5-4

PP

2:2 (24:37)

Osterloh

3:2 (30:28) Macholda

4:2 (42:34) Kelly

4:3 (45:07)

Jarrett

Strafminuten:

Frankfurt: 10 Minuten

Berlin: 12 Minuten

Zuschauer: 7.000

Schiedsrichter: Christian Oswald


(Frank

Meinhardt)


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