Lions erzwingen 5.Halbfinale – 4:3 Heimsieg gegen Köln

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Beide Mannschaften gingen verhalten in Spiel vier dieser Halbfinalserie. Lions Manager Norris hatte vor dem Spiel von seinem Team gefordert konzentriert zu beginnen und vor allem nicht wieder so früh in Rückstand zu geraten. Beide Trainer mussten auf gleich mehrere Spieler verzichten. Bei den Haien fehlten die Verletzten Slaney und M. Müller, sowie der Gesperrte Renz. Kölns Trainer Mason beorderte dafür Adams in die Verteidigung. Lions Trainer Chernomaz musste auf die Verletzten Smrek, der am Dienstagmorgen an der Schulter operiert wurde, und Regehr (Knieverletzung) verzichten. Stürmer L. Ulmer spielte daher in der Verteidigung. Richtig gefährlich wurde es dadurch erst, als Lions Kapitän Young zwei Mal in Folge eine unnötige Strafzeit nach einem Stockfoul kassierte. Überstanden die Hessen die ersten zwei Minuten in Unterzahl noch schadlos, nutzten die Haie die zweite Möglichkeit konsequent aus. Einen schönen Spielzug vollendete Trygg mit einem sehenswerten Schlagschuss in den Torwinkel. Somit sicherten sich die Haie zum vierten Mal die 1:0 Führung.

Die Lions ließen sich von dem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und glichen nur zwei Minuten später aus. Einen Schnitzer in der Kölner Defensive nutzte Hahn zum Ausgleich. Die Haie in der Folge ungewohnt undiszipliniert. War es auf die Müdigkeit oder einfach nur auf eine fehlende Laufbereitschaft zurückzuführen, dass Köln vier Stockfouls in Folge beging, die allesamt vom aufmerksamen Schiedsrichter Duo Aumüller/Piechaczek geahndet wurden. Logische Konsequenz der acht Minuten Überzahl waren mehrere gute Tormöglichkeiten für die Lions und zwei Treffer. Zunächst brachte Layne Ulmer aus Mittelstürmerposition die Hessen in Führung, ehe der überragende Hahn auf 3:1 erhöhte. Bei dem zweiten Treffer von Hahn waren die Haie gerade zwei Sekunden wieder vollzählig, aber noch unorganisiert. Den Kölnern fehlte bis dahin einfach der nötige Biss. Die Lions, die auch nicht überragend spielten, hielten sich aber strikt ans taktische Konzept ihres Trainers Chernomaz. Zudem hatten sie einen Spieler in ihren Reihen, dem alles gelang. Knapp vier Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als Hahn frei vor dem Kölner Torwart Müller auftauchte und so lange geschickt verzögerte, bis er die Lücke fand, um die Puck zum 4:1 einzuschieben.

Dank diesem Hattrick zog Hahn mit nun fünf Toren in den Play-offs gleich mit Chris Taylor. Die Vorentscheidung schien gefallen, doch urplötzlich wachten die Kölner auf. Ein Powerplaytreffer von Piros brachte die Kölner auf zwei Tore heran. Wenig später traf Gogulla den Frankfurter Pfosten. Die Haie nun am Drücker. Chernomaz reagierte mit einer Auszeit, um seinen Spielern letzte Hinweise für die verbleibenden zehn Minuten zu geben. Doch die Haie blieben die deutlich bessere Mannschaft. Ciernik weckte endgültig die Hoffnung auf die Wende, als er sieben Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer erzielte. Die Lions hatten es nun Ian Gordon zu verdanken, der unglaublich gegen Schüsse von Piros und Furchner reagierte. In den letzten 90 Sekunden nahm Mason seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Powerplayähnlich schnürten die Gäste Frankfurt vor deren Tor ein, brachten den Puck aber nicht mehr an Gordon vorbei.  

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Derek Hahn

0:1 (12:55) Trygg 5-4PP, 1:1 (15:13) Hahn, 2:1 (19:48) L. Ulmer 5-4PP, 3:1 (25:28) Hahn, 4:1 (43:33) Hahn, 4:2 (46:53) Piros 5-4PP, 4:3 (52:45) Ciernik

Strafminuten:

Frankfurt: 12 Minuten

Köln: 12 Minuten

Zuschauer: 7.000

Schiedsrichter: Aumüller/Piechaczek

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)


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