Lions entscheiden Topspiel in der Verlängerung

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Die Frankfurt Lions bleiben zu Hause weiter eine Macht. Nach einem klasse Spiel gewannen die Hessen gegen den Tabellenführer aus Berlin mit 3:2 (0:0, 2:1, 0:1, 1:0) nach Verlängerung.

Von Beginn an entwickelte sich das vielleicht beste Spiel mit Beteiligung der Frankfurt Lions in dieser Saison. Die Lions begannen stark, hatten aber Pech das der Pfosten des Berliner Tores einen frühen Treffer der Hessen verhinderte. Auf der anderen Seite hatte Quint nach einem Solo die beste Chance für die Eisbären (10.). Bis zum Drittelende vergaben Wörle und Henderson, jeweils freistehend vor Zepp, den verdienten Führungstreffer. Im Mitteldrittel erhöhten beide Mannschaften noch einmal das Tempo und die 6.900 Zuschauer erlebten weiter ein absolutes Topspiel. In der 25. Minuten durften sie auch jubeln. Per Bauerntrick überraschte Ilja Vorobjev den Eisbären Schlussmann und schob den Puck zum 1:0 über die Torlinie.

Wenig später schickte Hauptschiedsrichter Reichert gleich zwei Lions Spieler binnen 40 Sekunden auf die Strafbank und diese Chance ließen sich die Eisbären nicht nehmen. Geduldig ließen sie die schwarze Hartgummischeibe laufen, bis sie Roach zum Ausgleich ins Tor der Lions hämmerte. Die Berliner agierten in der Folge stärker, und hatten durch Quint und Walker zwei hochkarätige Torchancen. Ian Gordon vereitelte die beiden Chancen und die letzten fünf Minuten dominierten wieder die Lions. Dabei profitierten sie von der Disziplinlosigkeit von Robinson, der zwei Mal in Folge wegen unnötiger Härte auf die Strafbank musste. Die Lions demonstrierten einmal mehr, warum sie ligaweit die beste Mannschaft in Überzahl sind. Verteidiger Armstrong rückte geschickt auf und traf, nachdem er von Taylor mustergültig bedient worden war.

Die Eisbären ließen sich von diesem neuerlichen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und glichen nach 49 Minuten wieder aus. In Überzahl wurde der starke Quint frei gespielt und diesmal verwandelte der Eisbär. Zuvor hatten die Lions allerdings die große Chance ungenutzt gelassen, mit einem dritten Treffer für die Vorentscheidung zu sorgen. Knapp eine Minute agierten sie mit fünf gegen drei, konnten aber keinen Treffer erzielen. Beiden Mannschaften bot sich bis zum Ende der regulären Spielzeit noch ein Powerplay mit guten Chancen zum Siegtreffer. Gordon bei den Lions und Zepp für die Eisbären verhinderten aber, dass es einen Sieger nach 60 Minuten gab. In der Verlängerung dauerte es gerade einmal 23 Sekunden, ehe der Extrapunkt vergeben war. Chris Taylor schaltete vor Zepp am schnellsten und verwandelte den Nachschuss zum 3:2 Sieg für die Lions.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Chris Taylor

Tore:

1:0 (24:02) Vorobjev

1:1 (28:00) Roach 5-3 PP

2:1 (35:44) Armstrong 5-4 PP

2:2 (48:33) Quint 5-4 PP

3:2 (60:23 Taylor 4-3 PP

Strafminuten:

Frankfurt: 20 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Jason Young

Berlin: 22 Minuten

Zuschauer: 6.900

Schiedsrichter: Martin Reichert

(Frank Meinhardt - Foto by City-Press)