Lions drehen verloren geglaubtes Spiel - 4:3 n.P. gegen Köln

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 3 Minuten

"Das war heute ein verrücktes Spiel." Mit diesen Worten eröffnete Hans Zach

die Pressekonferenz nach dem Spiel seiner Kölner Haie bei den Frankfurt 

Lions. In der Tat erlebten die 6.800 Zuschauer ein Spiel der beiden Rivalen, das 

noch lange in Erinnerung bleiben wird. In den ersten Minuten des

DEL-Klassikers Lions gegen Haie begegneten sich beide Mannschaften mit einer gehörigen

Portion Respekt. Richtig gefährlich wurde es zunächst nur, wenn eine Mannschaft 

numerisch in Überzahl auf dem Eis stand. 

Nachdem die Kölner Haie ihr erstes Überzahlspiel des Abends nicht in ein Tor

verwandeln konnten, waren die Lions auf der anderen Seite ganz nah dran. Die 

kompletten zwei Minuten schnürten die Gastgeber die Haie in deren Drittel ein

und besaßen durch Norris, Beaucage, Robidas und Bouchard hochkarätigste 

Torchancen. Ein wenig Scheibenglück und Haie Torwart Rogles verhinderten einen 

Kölner Rückstand. Das Scheibenglück, welches die Lions in dieser Situation

nicht besaßen, hatten die Kölner bei ihrem nächsten Überzahlspiel. 

Nicht so druckvoll aber effektiv ließen die Gäste den Puck laufen, bis am 

langen Eck Sebastian Furchner frei stand, um die Haie in Führung zu bringen.

Im Mitteldrittel konnte keiner den Spielern der Lions Ehrgeiz und Leidenschaft 

absprechen. Letztendlich präsentierten sich die Haie aber als kompakte 

Gemeinschaft, die die Lions geduldig anrennen ließen und ihrerseits auf Chancen 

warteten. Diese sollten kommen zwischen der 39. und 40. Spielminute, in denen 

sich die Ereignisse überschlugen. Je vier Spieler beider Mannschaften waren auf 

dem Eis, als Alex Hicks von der blauen Linie Maß nahm, und genau in den

linken Torwinkel traf zum 2:0. Nur 24 Sekunden später tauchte Tino Boos alleine

vor Ian Gordon auf, und überwand den Frankfurt Schlussmann zum 3:0. "In dieser

Minute waren wir schwach und unkonzentriert. Das sind genau die Situationen,

auf die KÃöln wartet", schimpfte Chernomaz nach dem Spiel. 

Das zweite Drittel war aber noch nicht vorbei. Lediglich 20 Sekunden nach dem 

dritten Kölner Treffer verpasste Köln´s Verteidiger Paul Traynor Lions Stürmer 

David Sulkovsky einen hohen Stock mit Verletzungsfolgen. Hauptschiedsrichter 

Lichtnecker ahndete die Szene regelgerecht mit einer

Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Köln, schickte mit Alex Hicks aber den falschen Spieler zum Duschen.

Lions Trainer Rich Chernomaz hatte vor der Partie gewarnt: "Gegen Kassel

lagen wir 3:0 zurück, konnten das Spiel aber drehen. Gegen Köln ist es unmöglich

einen 3:0 Rückstand umzudrehen." Ein Drittel hatten die Lions noch Zeit, das

unmögliche, möglich zu machen. 

Das Schlussdrittel begann für die Lions mit knapp fünf Minuten Überzahl 

aufgrund der Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Hicks. Gerade einmal 22 Sekunden 

benötigte der Gastgeber, um auf 3:1 zu verkürzen. Marc Beaucage traf per 

Direktschuss nach Querpass von Robidas. Nun erwachte die Halle und die Zuschauer 

peitschten die Lions in Richtung des Kölner Tores. 

Eine Premiere feierte Joe Murphy in der 44. Spielminute. Murphy erzielte auf

Zuspiel von Bouchard seinen ersten Saisontreffer. Nicht nur dem Torschützen 

fiel aufgrund seines ersten Treffers im Lions Trikot ein Stein vom Herzen,

auch Lions Trainer Chernomaz freute sich für seinen Angreifer. Zehn Minuten vor 

Schluss kippte das Spiel endgültig: Pat Lebeau, Top-Scorer der Deutschen 

Eishockey Liga, markierte den 3:3 Ausgleich für Lions, die im letzten Drittel 

alles nach vorne warfen. Die Haie konnten dem Druck nichts mehr entgegenbringen.



Die letzten zehn Minuten schafften sie es aber zumindest die Partie 

ausgeglichen zu gestalten, um sich ins Penaltyschießen zu retten. Dort waren es 

Michael Hackert, der seinen Penalty sensationell verwandelte, und Pat Lebeau, die

für Frankfurt trafen. Bei Köln brachte keiner die schwarze Hartgummischeibe 

an Ian Gordon vorbei, so dass der Extra Punkt an die Lions ging. "Ich weiß

nicht so genau, ob ich mich freuen soll über den Punktgewinn, oder ärgern über

zwei verschenkte Punkte", sagte Haie Trainer Zach nach dem Spiel. "Letztendlich", so Zach weiter, "bin ich ja eine Frohnatur, also freu ich mich über den Punkt". Sein Trainerkollege Rich Chernomaz lobte den Charakter seiner

Mannschaft: "Wir haben nie aufgegeben und einen tollen Kampfgeist besessen", so

der Lions Trainer. 

Zu beklagen haben die Lions mit Michael Bresagk und Sebastian Klenner zwei

verletzte Spieler. Wie schwer die jeweiligen Schulterverletzungen sind, wird

sich am Samstag herausstellen, wenn beide Spieler untersucht werden. (Frank

Meinhardt) 

Tore:

0:1 (15:23) Furchner (Boos, Lewandowski) 5-4 PP

0:2 (38:49) Hicks (Schlegel, Lüdemann)

0:3 (39:13) Boos (Björnli, Renz)

1:3 (40:22) Beaucage (Lebeau, Robidas) 4-3 PP

2:3 (43:49) Murphy (Bouchard, Lebeau) 5-4 PP

3:3 (49:08) Lebeau (Norris, Beaucage)

4:3 Hackert

Strafzeiten:  

Lions: 14 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Pat Lebeau

Köln: 16 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Jeremy Adduono + 5 

Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe für Alex Hicks

Zuschauer: 6.800 

Schiedsrichter: Gerhard Lichtnecker

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DEL Hauptrunde

Freitag 20.09.2019
Eisbären Berlin Berlin
3 : 2
Kölner Haie Köln
Adler Mannheim Mannheim
2 : 7
EHC Red Bull München München
ERC Ingolstadt Ingolstadt
4 : 5
Krefeld Pinguine Krefeld
Augsburger Panther Augsburg
3 : 4
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Iserlohn Roosters Iserlohn
1 : 4
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Straubing Tigers Straubing
5 : 4
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Sonntag 22.09.2019
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
- : -
Kölner Haie Köln
EHC Red Bull München München
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
- : -
Augsburger Panther Augsburg
Straubing Tigers Straubing
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
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