Lions drehen verloren geglaubtes Spiel

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Neue Trikots, neues Glück und zwei Punkte. Die Frankfurt Lions konnten am Abend das wichtige Heimspiel gegen einen direkten Konkurrent auf einen Platz in den Top sechs mit 6:5 (3:1, 0:2, 2:2, 1:0) nach Verlängerung gewinnen. Der entscheidende und vielumjubelte Siegtreffer erzielte Michel Periard nach 44 Sekunden in der Verlängerung.

Erstmals in dieser Saison liefen die Lions in den roten Trikots auf. „Sie geben uns hoffentlich die Energie, die wir heute brauchen, um zu gewinnen“, hoffte Frankfurts Manager Dwayne Norris vor dem Spiel. Der Schuss ging zunächst aber nach hinten los. Nürnberg ging mit dem ersten Angriff des Spiels nach genau zwei Minuten durch Schultz in Führung. Die Lions zeigten sich unbeeindruckt von diesem frühen Rückstand und konnten durch den starken Jamie Wright (Foto by City-Press) knapp fünf Minuten später ausgleichen. Frankfurt setzte in der Folge nach und präsentierte sich entschlossen. Nur so war das 2:1 durch Simon Danner möglich. Energisch setzte sich Danner im Zweikampf durch und schloss aus Mittelstürmerposition ab. Nur 63 Sekunden später hatten die 5.900 Zuschauer erneut Grund zum Jubeln. Nachdem Ehelechner einen Schuss von Verteidiger Slaney nicht festhalten konnte,  reagierte Schneider am schnellsten und schob ein.

Diese zwei Tore Führung nach 20 Minuten hätte eigentlich Sicherheit geben sollen, doch die Lions sind zur Zeit einfach nicht konstant genug und lassen sich zudem von kleinen Rückschlägen verunsichern. So folgte dem 3:2 Anschlusstreffer von Albers nur zwei Minuten später der Ausgleich von Savage. Vorausgegangen waren jeweils individuelle Fehler in der Lions Defensive. Nürnberg nun die spielbestimmende Mannschaft und Mosienko hatte kurz vor Drittelende das 4:3 auf dem Schläger, scheiterte aber am aufmerksamen Gordon. Was in dieser Situation noch misslang, schafften die Ice Tigers nach 37 Sekunden im Schlussdrittel. Ein Abpraller vor dem Lions Tor fiel Brad Leeb auf den Schläger, Lions Stürmer Derek Hahn schaute zu, und Brad Leeb markierte den dritten Ice Tigers Treffer in Folge. Nun war die komplette Verunsicherung bei den Lions wieder da. Hinzu kam das fehlende Selbstvertrauen. Den Willen konnte man Frankfurt nicht absprechen, aber für eine Torchance mussten die Hessen verdammt viel investieren, während dies den Ice Tigers meist mit einer Seelenruhe gelang.

 Nürnberg beschränkte sich in den letzten zehn Minuten auf eine konsequente Defensive und wartete geduldig auf die sich bietenden Chancen. Sieben Minuten vor dem Ende patzten die Lions wieder vor dem eigenen Tor und luden Savage zu seinem zweiten Treffer des Abends ein. Während einige Zuschauer in der Annahme einer Niederlage für ihr Team die Halle nun verließen, gaben die Lions nicht auf. Eine Minute nach dem 3:5 stand Jamie Wright goldrichtig und verkürzte auf 4:5 (55.).

Es folgte die Schlüsselszene des Spiels. In der 59.Minute verletzte Nürnbergs Grygiel unabsichtlich Jeff Ulmer mit einem hohen Stock und erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Weil Gordon zudem sein Tor zugunsten eines weiteren Feldspielers verließ spielten die Lions mit sechs gegen vier, bis 13 Sekunden vor Schluss Wright den Nürnberger Torwart Ehelechner mit einem Schuss unglücklich aussehen ließ. „Ein Spiel dauert halt 60 Minuten“, so Ice Tigers Trainer Brockmann nach der Partie. So ging es in die Verlängerung und die Lions blieben in Überzahl. Und auf einmal waren Mut und Selbstvertrauen wieder da. Gerade einmal 44 Sekunden dauerte die Nachspielzeit und Periard machte den Sieg für die Hessen perfekt. „Ich bin stolz auf den Kampfgeist meiner Mannschaft heute“, lobte Chernomaz nach dem Spiel.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Jamie Wright

Tore:

0:1 (02:00) Schultz; 1:1 (06:35) Wright; 2:1 (15:22) Danner; 3:1 (16:25) Schneider; 3:2 (30:02) Albers;  3:3 (32:32) Savage; 3:4 (40:37) B. Leeb; 3:5 (53:04) Savage; 4:5 (54:07) Wright; 5:5 (59:47) Wright 6-4PP; 6:5 (60:44) Periard 4-3PP

Strafzeiten: Frankfurt: 10 Minuten; Nürnberg: 13 Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe für Adrian Grygiel

Zuschauer: 5.900

Schiedsrichter: Steffen Klau

(Frank Gantert)

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