Lions-Boss Schneider hat weiterhin große Hoffnung, aber es fehlen Millionen

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Frankfurt Lions kämpfen weiterhin mit Hochdruck an Lösungen, den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens noch rechtzeitig zurückzuziehen. „Wir haben noch gut eine Woche Zeit, ca. bis zum 20.06., dann muss eine Entscheidung fallen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der SSD AG, Siggi Schneider am Mittwoch. Schneider legte dabei erstmals offen die Zahlen auf den Tisch, um eine gewisse Transparenz zu schaffen, „und“, so Schneider, „weil ich das Gefühl habe, dass einiges falsch dargestellt wurde in der Vergangenheit“. „Meine Partner und ich sind damals zum Eishockey gekommen, weil wir der Stadt Frankfurt und den Menschen, die sich für die Lions begeistern, helfen wollten. Diese Hilfe hat uns bisher 5,25 Millionen Euro an privatem Geld gekostet. In den 5,25 Millionen waren 4,4 Millionen an Altlasten, weil in der Vergangenheit nicht immer seriös gearbeitet wurde. Bis auf die Altlasten, die der Stadt zustehen, ca. 500.000 EUR Hallenmiete für den Zeitraum 2002 bis 2008, ist alles bezahlt. Meine Partner und ich sind jetzt an dem Punkt, an dem wir nicht bereit sind, weiter privates Geld einzubringen, wenn wie so allein gelassen werden, wie zur Zeit“, so Schneider.

Dabei ist Schneider inzwischen klar, dass er mit dem Produkt Eishockey derzeit kein Geld verdienen kann. „Das musste ich eingestehen, was schwer fällt. Daher wollen wir auf null kommen, was kurzfristig auch ein Erfolg wäre“. Schneider gab zu, dass er vielleicht zu spät mit dem Hilfeschrei an die Öffentlichkeit gegangen ist, wies aber deutlich darauf hin, dass er der Stadt Frankfurt seit November 2009 in deutlichen Gesprächen signalisiert hat, dass es so nicht weitergehen kann. „Wir haben verschiedene Lösungsvorschläge präsentiert und für alles eine Deadline 31.05.2010 gesetzt. Zum heutigen Tag muss ich leider sagen, dass reden und handeln bei der Stadt Frankfurt zwei unterschiedliche Dinge sind“, kritisiert Schneider.

In einem der Vorschläge hatten die Löwen das Namensrecht für die Eissporthalle gefordert. „Wir hatten sogar zwei Interessenten“, verriet Schneider, fügte aber hinzu, „bis heute habe ich keine Antwort zu dem Vorschlag erhalten“. Ein weiterer großer Diskussionspunkt ist der Ausbau der Eissporthalle. Die Stadt hat inzwischen ein Gutachten in Auftrag gegeben, das prüft, inwieweit die Halle ausgebaut und modernisiert werden kann. „Das stimmt, nur wird das Gutachten erst im Oktober vorliegen, bis dahin gibt es vielleicht gar kein Eishockey mehr in Frankfurt“, betonte Schneider abermals, wie ernst die Situation ist.

Am Dienstag fanden auch zu diesem Thema erneute Gespräche mit Herrn Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Personal und Sport der Stadt Frankfurt, statt. In dem Gespräch konnte weiterhin keine Einigkeit darüber gezielt werden, was mit den Altlasten geschieht und ob die Kosten (Hallenmiete) in Zukunft reduziert werden. Am Gespräch nahm auch der vorläufige Insolvenzverwalter Fabio Algari teil. Dieser äußerte sich erstaunt über die Untätigkeit der Stadt Frankfurt wegen den ungeklärten Punkten.

Welche Perspektiven haben die Lions nun? „Wir arbeiten an drei Säulen. Die 1. Säule besteht aus dem Programm Family und Friends. Wir haben Menschen aus Frankfurt angesprochen, die für 10.000 EUR ein Vip-Paket kaufen sollen, uns aber 50.000 EUR oder 100.000 EUR geben. Die Differenz erhalten wir als kostenloses Darlehen, welches wir in den nächsten drei Jahren zurückzahlen möchten. Die zweite Säule betrifft die Hilfe der Stadt Frankfurt mit den bekannten Themen und die dritte Säule sind wir. Es muss uns gelingen, soviel Gelder aufzubringen, dass die Stadt Frankfurt keine andere Wahl hat, als uns zu unterstützen“, äußerte sich Schneider weiterhin voller Hoffnung, dass dies auch gelingt.

Fakt ist: Kurz- und mittelfristig müssen die Lions 3,4 Millionen aufbringen, um den Verlauf der Saison 2010/2011 sicherzustellen. „Wenn dies gelingt, bin ich weiter dabei und zwar an der Spitze“, bestätigte Schneider, dass er im Falle, dass die Hessen die Lizenz erhalten, auch weiterhin Lions Boss bleiben wird. Zudem deutete Schneider an, dass es auch möglich sei, dass ein weiterer Gesellschafter mit in sein Team einsteigt. Die Gespräche hierüber würden laufen.

Sollten die Lions nicht die Lizenz erhalten machte Schneider aber auch kein Hehl daraus, dass er dann nicht mehr zur Verfügung steht und sagte ehrlich, dass er mit dem heutigen Wissen damals wohl auch nicht angetreten wäre. Mit der Aktion „Bist Du ein Löwe“ wurden heute zudem auch alle Fans der Frankfurt Lions aufgerufen, ihren Verein zu unterstützen. Bis zum 15.07. gelten Vorzugspreise auf Dauerkarten. Diese können ab sofort bestellt werden, ohne dass sie aber gleich bezahlt werden müssen. „Nur wenn wir in der DEL spielen wird die Bestellung wirksam und nur dann muss bezahlt werden“, bestätigte Pressesprecher Scholze. Am Ende dieser Aktion wollten die Lions 2.500 Dauerkarten-Bestellungen vorliegen haben. (Frank Gantert)

2:1-Erfolg nach Rückstand gegen die Krefeld Pinguine
Arbeitssieg für die Red Bulls München

​Nachdem die Red Bulls München am vergangenen Donnerstag die erste Niederlage in der DEL-Saison 2019/20 hinnehmen mussten, kam mit den Krefeld Pinguinen der 13. der ...

2:3 gegen die Grizzlys Wolfsburg
Krefeld Pinguine verliert auch das zweite Kellerduell

​Die Krefeld Pinguine mussten sich am Freitagabend den Grizzlys Wolfsburg mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:1) geschlagen geben. ...

Niederberger und Reimer verbuchten Shutout an torreichem Spieltag
Adler Mannheim gewinnt Torfestival gegen Augsburg

Die Augsburger Panther werden von den Adlern aus Mannheim zerlegt. Die Düsseldorfer EG schlagen ohne Gegentor die Eisbären Berlin. Grizzlys Wolfsburg brechen Niederl...

Der 17-jährige Tim Stützle mit fünf Punkten überragender Akteur
Adler Mannheim mit Kantersieg gegen Augsburger Panther

Die Adler Mannheim gewinnen ihre Heimpartie gegen Augsburg mit 8:3. Die Panther können zwei Drittel lang das Ergebnis knapp halten, verlieren jedoch wegen vieler Str...

5:1-Erfolg im bayrischen Derby - Philip Gogulla fällt mehrere Wochen aus
Straubing Tigers beenden die Rekordserie vom EHC Red Bull München

Nach elf Siegen zum Beginn der Saison musste der Vizemeister und Tabellenführer seine erste Niederlage hinnehmen. Das Team von Trainer Tom Pokel konnte das bayrische...

Stürmer kommt von den Laval Rocket
Alexandre Grenier kommt zu den Iserlohn Roosters

​Die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey-Liga haben einen weiteren Stürmer für den Rest der laufenden DEL-Saison unter Vertrag genommen. Von den Laval Rock...

Red Bull München besiegt die Iserlohn Roosters
Justin Schütz: „Versuchen einfach, unser Spiel zu spielen“

​Gegen die Grizzlys Wolfsburg am vergangenen Freitag stellten die Red Bulls einen neuen Rekord in der DEL auf. Zehn Mal in Folge gewann das Team von Trainer Don Jack...

KEC besiegt die Pinguine mit 3:2
Kölner Haie verlängern Krefelds Negativserie

​Eine solche Ausgangssituation für das Aufeinandertreffen der Deutschen Meister von 2003 und 2002 hatte es noch nie gegeben: Krefeld Tabellenzwölfter, nur ein Punkt ...

Kanadier kommt vom AHL-Club Iowa Wild
Eisbären Berlin verstärken sich mit Stürmer Landon Ferraro

Die Eisbären Berlin sind noch einmal auf dem Transfermarkt tätig geworden und haben Stürmer Landon Ferraro verpflichtet....

Familienduell gegen seinen drei Jahre jüngeren Bruder Laurin Braun
Eisbären gehen mit Constantin Braun ins Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine

Mit dem wieder genesenen Constantin Braun gehen die Eisbären Berlin ins morgige Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine (19:30 Uhr, Mercedes-Benz Arena Berlin)....

Beinverletzung im Spiel gegen Wolfsburg
David Wolf fehlt den Adlern Mannheim rund vier Wochen

​Die Adler Mannheim müssen die nächsten Spiele ohne David Wolf auskommen. Der Angreifer zog sich beim Heimspiel gegen Wolfsburg am vergangenen Freitag eine Beinverle...

Die Lage bei den Krefeld Pinguinen ist äußerst kritisch
Matthias Roos im Interview: „Wir machen uns Sorgen!“

​Es läuft nicht bei den Krefeld Pinguinen. Sportlich gab es in dieser Saison sieben Niederlagen aus neun Spielen. Mit Torwart Jussi Rynnäs, Offensivverteidiger Mark ...

DEL Hauptrunde

Sonntag 20.10.2019
EHC Red Bull München München
2 : 1
Krefeld Pinguine Krefeld
Kölner Haie Köln
4 : 1
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
6 : 1
Adler Mannheim Mannheim
ERC Ingolstadt Ingolstadt
2 : 3
Straubing Tigers Straubing
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
3 : 2
Iserlohn Roosters Iserlohn
Eisbären Berlin Berlin
6 : 2
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
Augsburger Panther Augsburg
0 : 4
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Donnerstag 24.10.2019
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
Krefeld Pinguine Krefeld
Jetzt die Hockeyweb-App laden!
Aktuelle Online Eishockey DEL Sportwetten News mit Quoten & Tipps. Den besten Eishockey DEL Wettbonus suchen & finden
Aktuelle Wettangebote für die DEL