Lions bleiben nach Derbysieg Spitzenreiter

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Die Frankfurt Lions haben das erste Derby der laufenden Saison gegen die Adler Mannheim mit 5:2 (0:1, 2:0, 3:1) gewonnen. Vor 7.000 Zuschauern in der erstmals ausverkauften Eissporthalle am Ratsweg war es Jay Henderson, der per Empty-net-Goal 29 Sekunden vor Schluss den Endstand besorgte.

Beide Teams waren in der Anfangsphase darauf bedacht in der Defensive kompakt zu stehen und so ergaben sich kaum Torchancen. Lions Trainer Chernomaz hatte im Vorfeld der Partie seine Mannschaft eindringlich darauf hingewiesen, nicht zu euphorisch zu spielen. „Daraus könnten sich Konter für Mannheim ergeben“, so der Kanadier. Sein Team befolgte die Marschrichtung und stand in der Verteidigung sicher. In der Offensive konnten die Lions aber nur wenig Akzente setzen, genauso wie Adler. Dass dennoch ein Tor im ersten Drittel fiel lag an der konsequenten Verwertung des Mannheimer Powerplays. Ex-Lions Stürmer Michael Hackert hatte vor dem Löwen Tor am schnellsten geschaltet, und einen Abpraller zum Führungstor für die Adler verwertet.

Mit mehr Tempo und ein Tick bissiger kamen die Lions ins Mitteldrittel. Mehr und mehr übernahmen sie nun die Spielgestaltung und setzten Mannheim unter Druck. Begünstigt durch drei Überzahlspiele in Folge wurde der Druck für Mannheim nach 32 Minuten zu stark und Heerema traf aus kurzer Distanz zum Ausgleich. Die Lions setzten nun nach und Mannheim konnte sich kaum aus der Defensive befreien. Keine drei Minuten nach dem Ausgleich bediente Kapitän Young von hinter dem Tor aus den heraneilenden Armstrong und dieser traf per Direktschuss zur Führung für die Lions. Diese Führung hatte sich der Tabellenführer inzwischen aufgrund dieses starken Mitteldrittels verdient. Mannheim spielte in den zweiten 20 Minuten zu passiv und kassierte zu viele Strafen. So auch noch kurz vor Drittelende, als Shantz auf die Strafbank musste. Diese Powerplay nahmen die Lions mit in Schlussdrittel und erhöhten nach nur 35 Sekunden auf 3:1. Erneut war Armstrong aufgerückt und verwertete einen Querpass von Taylor.

Mannheim bekam wenig später in Überzahl die Möglichkeit mit einem Treffer zurück ins Spiel zu kommen. Die Adler aber nun längst nicht mehr so kompakt und stabil wie zu Beginn des Spiels. Kaum ein Spieler übernahm einmal Verantwortung. Die Lions hatten wenig Mühe dieses Unterzahlspiel schadlos zu überstehen und nutzen neun Minuten vor Schluss Mannheimer Undiszipliniertheiten zur endgültigen Entscheidung aus. Zuerst musste Martinec wegen eines Stockschlags im Offensivdrittel auf die Strafbank. Eine Minute später folgte ihm McGillis wegen eines Kopfchecks. Diese doppelte Überzahl spielten die Lions geduldig bis sich Regehr positioniert hatte und mit einem fulminanten Schlagschuss das 4:1 erzielte. Der zweite Mannheimer Treffer von Methot war nur noch Ergebniskosmetik.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Chris Armstrong

Tore:

0:1 (17:02) Hackert 5-4 PP

1:1 (31:37) Heerema 5-4 PP

2:1 (34:20) Armstrong

3:1 (40:35) Armstrong 5-4 PP

4:1(51:47) Regehr 5-3 PP

4:2 (55:35) Methot

5:2 (59:31) Henderson

Strafminuten:

Frankfurt: 18 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Jason Marshall

Mannheim: 24 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Dan McGillis

Zuschauer: 7.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Roland Aumüller

(Frank Meinhardt)